Rheincamp- Aufruf und Link zum Onbording

Event Datum: 
Mittwoch, Juli 1, 2026 - 14:45
Stadt/Region: 
Vom 27.-30.8. findet in Monheim das erste Camp zu Wassergerechtigkeit am Rhein statt. Es wird Raum für Bildung, Vernetzung und Kultur geben für alle, die sich zu Wasserthemen engagieren oder neugierig sind. In nächster Nähe zum Dormagener Chempark und den Bauarbeiten zur Rheinwassertransportleitung wird es ein Ort sein, um die Vernetzung der Wasserbewegung am Rhein zu stärken und gemeinsam Pläne zu schmieden. Mehr Infos? Nach und nach werdet ihr hier mehr finden: flusscamps.org/rheincamp. Dort (und im Text) stehen die nächsten Onboardingtermine- denn wir suchen dringend weitere Wasserbegeisterte, die mit uns ein gutes Camp für alle organisieren! Wir freuen uns auf euch!

Der Rhein ist massiv unter Stress. Chemieparks leiten ihre Abwässer in den Fluss, Niedrigwasser wird zusehends häufiger, die Industrie übernutzt das natürliche Wasservorkommen und privatisiert Wasser zunehmend. Außerdem soll zukünftig zusätzliches Wasser aus dem längsten Fluss Deutschlands zur Verfüllung der rheinischen Braunkohletagebaue entnommen werden. Darin enthaltende PFAS und weitere giftige Chemikalien drohen in Grund- und Oberflächenwasser zu gelangen.

Die Verfüllung der rheinischen Tagebaue hat damit nicht nur einen lokalen Effekt: Wird das Chempark-belastete Rheinwasser in die Seen geleitet, gelangt in Grundwasser und die umliegenden Ökosysteme, werden Millionen Menschen und zahllose Biotope betroffen sein. In den Niederlanden, die wesentlich vom Uferfiltrat des Rheins als Trinkwasserquelle abhängen, mussten 2024 13 Mal Trinkwasserbrunnen abgeschaltet werden, weil die Schadstoffbelastung zu hoch war

Ein Grund: Das Wasser schwindet. Damit nimmt auch die Verdünnung des Chemikalien- und Abfallcocktails ab, welcher im Rhein mitschwimmt. Eine Correctiv-Recherche fand in eigenen Wasserproben bei Köln, in der Schweiz und in den Niederlanden hunderte unbekannte Substanzen. Der Rhein ist nur ein Beispiel der Wasserkrise, der Übernutzung und Verschmutzung des Wasserkreislaufs. Das Problem ist planetar, angeheizt durch die Klimakrise. Doch entlang  der Flüsse verbinden sich Netzwerke, die sich vor Ort für den Wasserschutz einsetzen, am Rhein wie an der Weser, an der Spree und der Elbe.

Lasst uns diese Netzwerke stärken und gemeinsam die Flüsse, das Grundwasser sowie die Wasserqualität und Zugänglichkeit schützen. Wasser ist ein elementarer Bestandteil allen Lebens: Und ist es einmal verloren (ob verdunstet, abgeflossen oder verschmutzt), sind die Konsequenzen kaum absehbar. Dabei ist uns wichtig: Wir verteidigen nicht nur den Status Quo, sondern wollen den kommenden Problemen mit nachhaltigen Lösungen und einer regenerativen Perspektive begegnen.  

Um für alle ein gutes Camp organisieren zu können, brauchen wir dringend mehr Mitorganisierende! Ob du schon viel Camp-Erfahrung hast oder noch nie eines organisiert hast, ist dafür nicht wichtig- Hauptsache, du hast Lust mitzumachen. Das nächste Onboarding findet am Sonntag, 12.7., um 18 Uhr unter folgendem Link statt: https://lecture.senfcall.de/mik-dpi-efv-9f7

Weitere Infos und Neuigkeiten werden auf der Website flusscamps.org/rheincamp veröffentlicht. Für Fragen und Anregungen rund ums Rheincamp könnt ihr der Mailadresse rhein@flusscamps[dot]org schreiben.

Bis bald- entweder am Fluss oder im Onboarding!

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