[B] Niemals allein Open Air - Zusammen gegen Rechtsruck, Krieg und Krise!⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

Event Datum: 
Sonntag, Juni 21, 2026 - 14:00
Stadt/Region: 
Konzert und Kundgebung zur Fête de la Musique | 21. Juni 2026 | Berlin - Mauerpark (Amphitheater) | 14:00 bis 22:00 Uhr

Musikalisches Lineup:
Teuterekordz / PTK / Dahabflex & Erzin / Juno 030 / Skuff Barby / A'Coma / Kalaszniko / Masur / Maurice Conrad / Mieze

Inhaltliches Programm:

Podiumsdiskussion zur Wehrpflicht
mit u.a. Ole Nymoen, Schüler*innen, mit der SDAJ und der Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär / moderiert von Johanna Kaatz

Workshop
vom Netzwerk gegen Feminizide

Redebeiträge u.a. von:

- Basem Said
- Antifa Nordost
- Ende Gelände
- Kampagne für Opfer Rassistischer Polizeigewalt (KOP)
- Haus der Jugend Bunte Kuh
- Pankow gegen Verdrängung
- Berliner Bündnis gegen Waffenproduktion
- Netzwerk gegen Feminizide

An den Infoständen sind folgende Initiativen am Start:
KOP Berlin, Pankow gegen Verdrängung / Deutsche Wohnen & Co. enteignen, Sonnenschein Antifa, North East Antifa, Offens Antifatreffen Hohenschönhausen, La Rage, Offenes Rotes Treffen, Berliner Bündnis gegen Waffenproduktion, Netzwerk gegen Feminizide, Hoolywood

Aufruf:

Lebensmittel, Strom, Miete: Das Leben wird teurer. Während wir gelbe Briefe und Rechnungen aus dem Briefkasten fischen, scrollen wir durch die Social-Media-Feeds auf unseren Handys und schauen der Welt sprichwörtlich beim Sterben zu.Feminizide nehmen zu – fast jeden Tag ermordetein Mann in Deutschland seine (Ex-)Partnerin oder versucht es. Lobbyist*innen und fossile Energiekonzerne machen sich völlig ungeniert die Taschen voll, während Wälder brennen und die Pole schmelzen. Faschistische Parteien feiern Wahlerfolg um Wahlerfolg, während die bürgerlichen Parteien diesem rechten Siegeszug maximal hilflose Empörung entgegenzusetzen haben oder sich einen rassistischen Überbietungswettbewerb liefern. Dabei wissen wir: Diejenigen, die sich faschistische Politik wünschen, wählen nicht den CDU-Mr. Burns aus dem Sauerland, wenn er rassistisch von „Problemen im Stadtbild“ redet, sondern entscheiden sich am Ende immer für das faschistische Original. Das Einreißen der „Brandmauer“ nach rechts ist bei weitem nicht die einzige Kernkompetenz von Friedrich Merz and Friends. Mit voller Wucht werden die letzten Reste des Sozialstaats zertrümmert. Angriffe auf die Rente, die Abschaffung des Acht-Stunden-Tages, Kürzungen bei der Unterstützung von Menschen mit Behinderung, kein Geld mehr für antirassistische Projekte und das Kaputtsparen der öffentlichen Daseinsvorsorge.Die Personallücken im Pflege- und Gesundheitssystem sollen künftig mithilfe einer Wehrpflicht 2.0 geschlossen werden. Damit ist die Wiedereinführung der Wehrpflicht nicht nur ein Druckmittel, um Jugendliche ins Militär zu zwingen, sondern auch ein Instrument, um junge Menschen, die keinen Krieg wollen, über den Weg eines verpflichtenden Dienstes als Billigarbeitskräfte nutzbar zu machen.Das 2022 beschlossene Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr und die Erhöhung des Verteidigungsetats auf den historischen Höchststand von 108,2 Milliarden Euro im Jahr 2026 zeigen deutlich, wo dieser Staat investieren will – und wo nicht. CDU und SPD befinden sich im Waffen-Shoppingrausch, für die eigene Armee ebenso wie für Verbündete. Während Deutschland in Gaza einen Genozid in Gaza militärisch und politisch untersützt, soziale Infrastruktur zerfällt und junge Menschen auf militärische Aufrüstung eingeschworen werden, knallen bei den Rüstungskonzernen die Sektkorken. So verbuchte Rheinmetall im Jahr 2025 einen Anstieg des Konzernumsatzes um 29 Prozent auf 9,935 Milliarden Euro.Dieser Bankraub am ganzen Land und die immer aggressivere Militarisierung gehen Hand in Hand. Für viele Menschen bedeutet das den größten Angriff auf ihre Lebensbedingungen seit Jahrzehnten. Genau darauf müssen wir den Fokus legen. Und genau deshalb müssen wir uns gemeinsam dagegen organisieren – solidarisch, selbstorganisiert und entschlossen. Kommt zusammen, vernetzt euch, werdet aktiv! Diese Überdosis an Krisen, Tod und Verelendung macht uns krank, produziert Hilflosigkeit und Ohnmacht. Hoffnung schöpfen? An ein besseres Morgen glauben? Nichts ist aktuell schwerer als das. Aber die gute Nachricht bei all der Scheiße: Es gibt viele Menschen, die sich nicht damit abfinden. Menschen, die sich zusammenschließen, organisieren und dafür kämpfen, dass wir all dem etwas entgegensetzen. Wir kämpfen für ein Leben, in dem unsere Grundbedürfnisse gedeckt sind, wo Wohnraum, Produktion, Gesundheit, Nahrungversorgung,Kunst und Kultur nicht in der Hand der Reichen liegen oder von diesen abhängig sind. Sie gehören in die Hände der Menschen. Wir kämpfen für eine Welt in der niemand flüchten muss und in der niemand Angst haben muss wegen seiner Herkunft, seiner Art zu lieben, seines Geschlechtes oder wegen einer körperlichen Einschränkung. Um unseren Zusammenhalt in Zeiten des Rechtsrucks sichtbar zu machen und das Gefühl der Ohnmacht zu durchbrechen, haben wir das Niemals allein! Open Air organisiert. Euch erwarten zahlreiche Bands, spannende Redner*innen und ein Podiumsgespräch zur Wehrpflicht. Außerdem sind viele politische Initiativen vor Ort, mit denen ihr ins Gespräch kommen und euch vernetzen könnt, wenn ihr selbst aktiv werden wollt.Kommt vorbei, bringt eure Freund*innen mit, lernt neue Leute kennen und lasst uns gemeinsam zeigen: Wir sind nicht allein. Ein gemeinsames Leben in Solidarität ist möglich.

Niemals allein! Immer zusammen!

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Verwendungszweck: Niemals allein Open Air

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