Chlini Vortragstour dur d'Dütschschwiiz
<p>Ab dem 26.05 komme ich bis zum 04.06 mit einer Veranstaltungstour in die Dütschschwiiz.<br class='autobr' />
Hier eine Übersicht über Orte, Themen und Daten. Jedes Thema wird jeweils an zwei verschiedenen Orten gehalten.</p>
<p>27.05 – Bern: Tausende aufständische Orte - Eine anarchistische Analyse der Klimakatastrophe – <a href="https://borke.noblogs.org/" class='spip_out' rel='external'>Infoladen Borke</a> (Neubrückstrasse 8) – 19.30 Uhr</p>
<p>28.05 – Bern: „I never gave my consent to be governed“ – eine queer-anarchistische Analyse von Patriarchat und Staatsfeminismus - Vortrag, Workshop & Diskussion - Allinaza Ambulanza <br class='autobr' />
(Tiefenaustrasse 116a) um 18.00 Uhr</p>
<p>29.05 - Bremgarten: „I never gave my consent to be governed“ – eine queer-anarchistisch e Analyse von Patriarchat und Staatsfeminismus - Vortrag, Workshop & Diskussion - <a href="https://www.kuzeb.ch/" class='spip_out' rel='external'>KuZeB - Kulturzentrum Bremgarten</a>(Zürcherstrasse 2) - um 18:00 Essen / 19:00 Uhr start</p>
<p>31.05 Luzern – Für eine Ende der Polizei - <a href="https://raezel.noblogs.org/" class='spip_out' rel='external'>Café RäZeL</a> (Horwerstrasse) 14 um 14.30 Uhr</p>
<p>02.06. Zug - Tausende aufständische Orte - Eine anarchistische Analyse der Klimakatastrophe – <a href="http://www.zündhölzli.org/" class='spip_out' rel='external'>Zündholzli</a>(Alpenstrasse 13) um 19.00 Uhr (Tür 18.30 Uhr)</p>
<p>04.06 Basel - Für eine Ende der Polizei <a href="http://www.crmblg.ch/" class='spip_out' rel='external'>Carambolage</a> (Erlenstrasse 34) um 19.30 Uhr</p>
<p><strong>„I never gave my consent to be governed“ – eine queer-anarchistische Analyse von Patriarchat und Staatsfeminismus - Vortrag, Workshop & Diskussion</strong></p>
<p>„Wie unzählige Andere habe ich nie mein Einverständnis gegeben, dass der Staat über mein Leben und meinen Körper bestimmt.“</p>
<p>Feminist*innen sprechen immer wieder von Konsenskultur- oder Zugstimmungsprinzip und wie wichtig beide sind, diese endet in der Regel aber wenn es um den Staat geht. Dann wird sich mit einer Institution verbündet bzw. diese als Mittel zur Erfüllung der eigenen Ziele/Forderungen genutzt/gesehen, welche grundsätzlich Menschen die Selbstbestimmung nimmt.<br class='autobr' />
Dabei sind Staat und Patriarchat untrennbar miteinander verbunden. Außerdem lässt sich das Patriarchat (insbesondere als eine der ersten und immer wiederentstehenden Herrschaftsformen) nicht ohne grundlegende Betrachtung von Herrschaft richtig analysieren.<br class='autobr' />
Im Vortrag wird es genau um diesen Zusammenhänge gehen und ausgehend von einer allgemeinen Herrschaftsanalyse wird das Patriarchat betrachtet: Wie es funktioniert und die Basis bildet(et) für das Entstehen von Staat und mit diesen Zusammenhängt, daran anschließend Kapitalismus und Kolonialismus.<br class='autobr' />
Es wird aufzeigt, dass der Staat nie Mittel zur anti-patriarchalen Befreiung sein kann, auch falls (cis endo) Frauen oder FLINTA*-Personen ihn übernehmen sollten, sondern selbst bekämpft werden muss. Das Patriarchat wird dabei als vielschichtiges Herrschaftssystem bestehend aus Machtverhältnissen, Rollen, Unterdrückungsinstitutionen, Werten und Verhaltensweisen verstanden und keineswegs einfach „nur“ Herrschaft von (cis endo) Männern über (cis endo) Frauen. Neben Sexismus beinhaltet es zentral z.B. auch die Beherrschung und Unterdrückung von Kindern.</p>
<p>Analyse des Patriarchats</p>
<p>Das Patriarchat wird ausgehend von der Erschaffung und dem Erhalt von Geschlecht betrachtet, darauf folgt eine Auseinandersetzung mit Heterosexualisierung, Romantisierung und Monogamisierung. Anschließend geht es um den sexuell-romantischen Markt und verschiedene Mechanismen bzw. Unterdrückungsformen, die das Patriarchat aufrechterhalten. Feindlichkeit gegen trans*, inter*, nicht-binären und agender Menschen, sowie bi-, pansexuellen und anderen nicht-monosexuellen Menschen wird auch berücksichtigt. Es geht auch um patriarchale (sexualisierter) Gewalt. Als letztes wird die patriarchale (Kern-)Familie betrachtet. Außerdem wird kurz auf die Geschichte des Patriarchats eingegangen und ob es nicht-patriarchale Gesellschaft gab/gibt.</p>
<p>Den Staatsfeminismus verstehen</p>
<p>Nach der Betrachtung des Patriarchats wird es um dessen Verbindung mit dem Staat gehen und kurz auch um dessen Zusammenhang Kapitalismus und Kolonialismus, sowie Kapazitismus.<br class='autobr' />
Daran schließt die Auseinandersetzung mit Staatsfeminismus an.<br class='autobr' />
Ein sehr wichtiger Punkt wird hier sein warum der liberale (manchmal auch marxistische) staatliche weiße/europäische Feminismus aus seiner eigenen Logik heraus Trans-, Nicht-binär-, Inter- und Agenderfeindlich, sowie Sexarbeiter*innenfeindlichwird.</p>
<p>Nach diesen Input folgt ein Kleingruppen teil. Hier soll aufgeteilt nach verschiedenen Themen der Angriff und Selbstorganisierung gegen das Patriarchat, seine Strukturen und Wirkweisen geplant werden.</p>
<p>Der Vortrag wird von einer queeren, weißen nicht-binären, agender AMAB-Person gehalten. Menschen mit anderen Perspektiven/Erfahrungen bezüglich patriarchaler Unterdrückung sind herzlich eingeladen sich viel inhaltlich einzubringen, z.B. durch Diskussionsbeiträge oder beim Kleingruppenaustausch.</p>
<p><strong>Vortrag: Tausende aufständische Orte: Eine anarchistische Analyse wie wir die Klimakatastrophe stoppen und mir ihren Folgen umgehen können.</strong></p>
<p>Die bösen Großkonzerne“ oder „der (fossile) Kapitalismus sind schuld“- in der Klimabewegung herrscht die Vorstellung vor die Klimakatastrophe sei „aus der Gier einiger Weniger“ entstanden oder der Staat müsse den (fossilen) Kapitalismus eindämmen oder abschaffen, um sie zu stoppen. Diese Vorstellungen sind nicht nur anschlussfähig an autoritär Weltbilder, nein sie führen schnell in eine noch autoritärere Gesellschaft in der entweder Staat und Unternehmen oder nur der Staat den Ressourcenverbrauch der gesamten Bevölkerung überwacht. Dagegen richtet sich der Vortrag und will aufzeigen was eine anarchistische Umgang mit der Klimakatastrophe bedeutet. Er gliedert sich in zwei Teile.<br class='autobr' />
Teil 1: Die Ursachen von Klimakatastrophe und Mittelweltzerstörung<br class='autobr' />
Ausgehend von anarchistischen und indigenen Analysen wird betrachtet warum die Klimakatastrophe logische Folge unserer gesamten Gesellschaftsordnung und Lebensweise ist.<br class='autobr' />
Wir werden darüber sprechen, was die Ursachen der Klima- und ökologischen Katastrophe(n) sind und warum die Lösungen für sie längst existieren und „nur“ nicht umgesetzt werden. Wir gehen dabei an die Wurzeln unserer Gesellschaft. Es wird darum gehen warum der Staat nicht nur kein Mittel zur Lösung von Mitweltzerstörung1, sondern einer ihrer zentralen Verursacher ist.Weitere Punkte, die dabei geklärt werden sollen, sind: Wie hängen Klimakatastrophe und Kolonialismus zusammen? Warum dient Mitweltzerstörung auch dem Machterhalt und der Herrschaftsausdehnung von Institutionen wie dem kapitalistischen Markt und dem Staat? Was hat das Patriarchat mit alledem zu tun?</p>
<p>Teil 2: Staat und Kapitalismus enteignen: Wie eine anti-autoritäre Klimarevolte aussehen kann<br class='autobr' />
Inspiriert vom Buch „Tausend widerständige Territorien Strategien für eine ökologische Revolution“ des Anarchisten Peter Gelderloos (Verlinken: <a href="https://black-mosquito.org/de/peter-gelderloos-tausend-widerstandige-ter... class='spip_url spip_out auto' rel='nofollow external'>https://black-mosquito.org/de/peter-gelderloos-tausend-widerstandige-ter...) wird der Entwurf einer Gesellschaft nach einer erfolgreichen anti-autoritären Revolte gegen die Ursachen der Klimakatastrophe gezeichnet. Wie wir zu dieser Revolte kommen können wird in mehreren Schritten skizziert. Die Schritte verbinden Widerstand gegen weitere Zerstörung mit Vorbereitung und Anpassung an die nicht mehr verhinderbaren Katastrophen und die Schaffung von gleichwertigen,solidarischen Gemeinschaften. Der Ansatz ist dabei öko-anarchistisch, anti-kolonial und anti-/post-zivilisatorisch. Das heißt soviel Industrie und Technologien der staatlich-kapitalistischen Gesellschaft wie möglich sollen aufgeben werden, ohne zu glauben wir könnten zu einem vermeintlichen „naturfreundlichen Urzustand“ zurück.<br class='autobr' />
Außerdem wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, wie sich unserer Verhältnis zu unserer Mitwelt und unser Weltbild sich verändern müssen, um von Beherrschung dieser hin zu Respekt ihr gegenüber zu kommen.<br class='autobr' />
Es wird sich zeigen, dass (fast) alle Lösungen bereits existieren und selbst wenn wir mit der großen Revolte scheitern, unser Handeln trotzdem bedeutungsvoll ist.</p>
<p>¹ Mitwelt ist eine Alternative zum Wort Umwelt und drückt unsere Verbindung mit dieser aus.</p>
<p><strong>Vortrag für ein Ende der Polizei</strong><br class='autobr' />
Warum wir die Polizei nicht reformieren konnen, weshalb wir Polizei und Staat nur zusammen loswerden werden und wie gemeinschaftliche Verantwortungsubernahme aussehen kann.</strong></p>
<p>Von Luzern oder Basel bis nach Minneapolis, von Moskau bis nach Teheran. An den EU-Ausgrenzen oder der Berliner Mauer. Hier könnte jede Ort stehen, weil in jeder Stadt in jedem Dorf und unzähligen andern Orten schon Menschen von der Polizei ermordet, gefoltert, inhaftiert oder angegriffen wurden.</p>
<p>Seit ca. 160 Jahren unterdrückt und terrorisiert die Polizei jene Menschen, die in der gesellschaftlichen Ordnung Niedrigstehen. Und obwohl sie genau mit diesen Auftrag gegründet wurde, nämlich Sklaverei und Kolonialismus aufrechtzuerhalten und Aufstände von Armen zu verhindern, glauben vielen Menschen gerade in Deutschland die Polizei diene den Schutz der allgemeine Bevölkerung oder die Polizei müsse noch nur reformiert werden.</p>
<p>Die Polizei verstehen</p>
<p>im Vortrag wird darüber gesprochen wie die Polizei entstanden ist, was ihre Funktion und Struktur ist und warum wir sie eben nicht reformieren können, sondern sie los werden müssen. Klar wird dabei Polizei und Staat hängen untrennbar zusammen. Hinzukommen Kapitalismus, Kolonialismus, Patriarchat und Ableismus.<br class='autobr' />
Wer also die Polizei abschaffen will kann das nur gleichzeitig mit dem Staat tun. Weitere Punkte werden sein: Was für Beispiele des Widerstandes gegen die Polizei gibt es? Auf welche Weisen verteidigen (manche) Linke die Polizei?</p>
<p>Lernen Verantwortung zu übernehmen</p>
<p>Anschließend geht es um Formen von Zusammenleben bei denen Menschen gemeinschaftlich Verantwortung übernehmen: Wie gehen und gingen Gesellschaften ohne Polizei und Staat mit Konflikten, Übergriffen und äußerer Gewalt um? Was für Möglichkeiten haben wir die Macht der Polizei in unserem Alltag zu schwächen?</p>
<p>PS: Solltet ihr auch mal Interesse an einer Veranstaltung haben, meldet euch gerne.<br class='autobr' />
Falls möglich plane ich einmal jährlich im Mai/Anfang Juni oder August/September in der Schwiiz vorbeizuschauen - auch wegen den sehr nice Menschen und spannenden Projekten, denen ich bisher begegnen durfte. Danke für eure Gäst*innenfreund*innenschaft.<br class='autobr' />
Ich würde mich insbesondere über eine Veranstaltung in Zürich mit Kronstadt259 meinen Projekt zu autoritären Kommunismus freuen.</p>
<p>Anfragen an: schwarzer-weg@riseup.net oder kronstadt259@riseup.net</p>
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