[LE] Gegen die neue Rüstungswissenschaft und –wirtschaft! Autos der Stadt abgefackelt!
Die Stadt Leipzig will mithilfe des Fraunhofer-Instituts zum Rüstungsstandort werden. Dies geht aus einem Artikel der LVZ hervor, nach dem sich sächsische Politiker mit hochrangigen Militärs auf einer Konferenz trafen um zu diskutieren, wie sowohl Wirtschaft als auch Wissenschaft in Sachsen auf Kriegskurs gebracht werden könne. https://knack.news/16195
Zudem soll ein neues „Wissenschaftsnetzwerk“ entstehen – also ein Zusammenschluss aller wissenschaftlichen Verbände die bereit sind, ihr Forschung in den Dienst skrupelloser Rüstungsunternehmen zu stellen, die mit den Kriegen überall auf der Welt Milliarden verdienen.
Das Fraunhofer-Institut, das sich selbst als eines der führenden Institute für Verteidigungs- und Sicherheitsforschung in Deutschland sieht, soll eine neue Außenstelle in Leipzig bekommen. Diese soll einzig und allein der militärischen Forschung dienen und die Stadt damit langfristig in einen attraktiven Standort für Rüstungsunternehmen verwandeln. Zumindest wenn es nach dem Willen der Bundeswehr, der Nato und der Stadtverwaltung geht.
Mit Verweis auf das Haushaltsdefizit sollen in Leipzig nun also nicht nur die Wirtschaft, sondern auch der wissenschaftliche Betrieb auf Kriegskurs gebracht werden. Das dürfen wir nicht zulassen! Wir müssen uns breit gegen diesen Vorstoß der Rüstungslobby organisieren, vom Schulstreik hin zum Generalstreik und von symbolischer nächtlicher Militanz hin zu effektiver Sabotage der Kriegswirtschaft. Es liegt an uns allen!
Denn es ist, wie schon antimilitaristische Brandstifter*innen an Bundeswehrfahrzeugen in Kassel treffend zusammenfassten: https://knack.news/13362
„Dass wir uns jetzt auch hier vor Ort auf den 3. Weltkrieg vorbereiten sollen, bringt uns die Realität der Welt nach Hause. Denn all die Jahre, in denen man sich hier das Märchen von Frieden und Wohlstand erzählen konnte, donnerten anderswo die Kanonen. Der Krieg mordet seit Jahren dort, wo es noch was zu holen gibt: Im Irak, im Jemen, in Gaza, zerstört die Gesellschaften in Mexiko, Kurdistan, Brasilien und vergewaltigt in der Ukraine, im Kongo und in der Sahara.
Aber wer nur auf Krieg wettet, ist unfähig zu wirklichem Frieden. Der Kampf gegen den Krieg, ist ein Kampf gegen den Kapitalismus, der jede Krise braucht, um neuen Profit zu generieren, genauso wie er ein Kampf gegen das Patriachat ist, das seit Jahrtausenden in uns einprügelt, dass es in dieser Welt immer Herrschende und Beherrschte geben wird. Für Menschlichkeit, Gemeinschaft und Würde ist in dieser Logik kein Platz. Niemals wird das unser Krieg sein. Es ist ein Krieg der Herrschenden und er trieft vor zerstörerischer Männlichkeit, Geltungswahn und Ausbeutung. Weder Trump, Putin, Xi Jinping oder Netanjahu kämpfen darin für menschliche Werte.
Von ihren Spielchen lassen wir uns nicht ablenken. Ein gutes Leben gewinnt nur dort, wo Menschen über die Staatsgrenzen hinweg für eine Welt kämpfen, die nicht zum Ausverkauf steht und in der Menschenleben, nicht zum billigen Einsatz werden. Was wir brauchen, ist eine kämpfende Friedensbewegung, die ihrem Namen wieder gerecht werden kann. Wir brauchen eine ganze Flut von Initiativen, Netzwerken, Aktionen und Widerstand, um dem drohenden Flächenbrand etwas entgegen zu setzen. Unsere Aktion ist ein Teil davon und wir freuen uns über alle, die zusammenkommen, sich organisieren, sich widersetzen und nach Lösungen suchen.“
Um klar zu machen, dass wir uns der Militarisierung in Leipzig entgegenstellen und der Logik des Krieges der Staaten immer verweigern werden haben wir gestern Nacht die Stadt Leipzig mit 4 Grillanzündern auf 4 Vorderreifen um 4 Autos gebracht. Der Ausbau von Leipzig zum Rüstungsstandort wird nicht ohne Widerstand bleiben!
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