Das erste Mal: Anarchie und Zeitmanagement

Event Datum: 
Samstag, März 21, 2026 - 16:00
Stadt/Region: 
Entdecke, warum Selbstorganisation kein Widerspruch zur Anarchie ist, sondern ihr eigentlicher Motor. In diesem Vortrag zeigen wir, wie eigenverantwortliche Planung und klare Zielsetzung es ermöglichen, individuelle Projekte und kollektive Aktionen effektiv voranzutreiben – ohne Hierarchien, ohne fremde Vorgaben. Lerne praxisnahe Methoden kennen, die Freiheit mit produktiver Umsetzung verbinden, und erfahre, wie du deine Ideen nachhaltig verwirklichen kannst, während du den anarchistischen Grundprinzipien treu bleibst.

Ort: Kiefernstraße 35, 40223 Düsseldorf

Entdecke, warum Selbstorganisation kein Widerspruch zur Anarchie ist, sondern ihr eigentlicher Motor.
In diesem Vortrag zeigen wir, wie eigenverantwortliche Planung und klare Zielsetzung es ermöglichen, individuelle Projekte und kollektive Aktionen effektiv voranzutreiben – ohne Hierarchien, ohne fremde Vorgaben.
Lerne praxisnahe Methoden kennen, die Freiheit mit produktiver Umsetzung verbinden, und erfahre, wie du deine Ideen nachhaltig verwirklichen kannst, während du den anarchistischen Grundprinzipien treu bleibst.

Zeitmanagement für Anarchist_innen:

Eine fundierte Analyse zur Erlangung individueller und kollektiver Autonomie in anarchosyndikalistischen Kontexten

Die Geschichte der Arbeiter_innenbewegung ist untrennbar mit dem Kampf um die Zeit verknüpft.
Seit der Industrialisierung fungiert die Zeitmessung als Instrument der Disziplinierung und Ausbeutung. Für Anarchosyndikalist_innen stellt sich daher eine grundlegende Frage:

Wie kann die Ressource Zeit von den Fesseln der Lohnarbeit und der hierarchischen Kontrolle befreit werden, ohne in chaotische Ineffizienz zu verfallen, die wiederum neue Abhängigkeiten schafft?

Der Vortrag untersucht die theoretischen und praktischen Grundlagen eines emanzipatorischen Zeitmanagements, das auf den Prinzipien von Jim Munroe und modernen anarchosyndikalistischen Organisationsformen basiert. Er beleuchtet unter anderem die Notwendigkeit von Selbstdisziplin als Vorbedingung für ein Leben ohne Herrschaft.

Neben vielen anderen Aspekten, werden u.a. diese Punkte im Vortrag angerissen:

Die Chronopolitik des Kapitals und die anarchistische Antwort
Das Munroe-Framework: Struktur als Waffe der Befreiten
Die Dekonstruktion der Faulheit
Deadlines als Kamerad_innen
Kollektive Organisation in der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft
Effizienz durch Delegation und Rotation
Wöchentliche Accountability-Meetings
Industrial Networks und Informationsfluss
Das Konzept der Ungovernability (Unregierbarkeit)
Burnout-Prävention: Die Nachhaltigkeit des Kampfes
Die Dynamik des Ausbrennens in politischen Gruppen
Strategien der Abgrenzung (Delimitation)
Souveräne Tools und Open Source
Die Kritik der Effizienz
Praktische Umsetzung: Der 40-Minuten-Vortrag
Fazit: Zeitautonomie als Fundament der Revolution

 

Mit der Veranstaltungsreihe "Das erste Mal" wollen wir sowohl Themen vorstellen mit denen wir uns bisher noch nicht (auf öffentlichen Veranstaltungen) beschäftigt haben, als auch den Mitgliedern unseres Syndikates die im Rahmen der FAUD noch nie Vorträge gehalten haben, die Möglichkeit geben "erste" Erfahrungen zu sammeln

webadresse: 
https://duesseldorf.fau.org/
Lizenz des Artikels und aller eingebetteten Medien: 
Creative Commons by-sa: Weitergabe unter gleichen Bedingungen