Gespräche über Rimêlan-Ölfelder: Erste Inhalte veröffentlicht
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<div class='rss_texte'><p>In Nordostsyrien haben erstmals seit Inkrafttreten des am 29. Januar unterzeichneten Abkommens zwischen der syrischen Übergangsregierung und den Demokratischen Kräften Syriens (QSD) direkte Gespräche über die Zukunft der Ölwirtschaft stattgefunden. Am Montag trafen sich Delegationen beider Seiten in Rimêlan, um über eine gemeinsame Verwaltung der dortigen Ölfelder zu beraten (ANF berichtete).</p>
<p>Im Mittelpunkt der rund 45-minütigen, unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführten Gespräche stand laut dem Generaldirektor der Rimêlan-Ölfelder, Ehmed Ibrahim, die organisatorische Zusammenarbeit, insbesondere bei der Sicherstellung des laufenden Betriebs, der technischen Koordination und der Zukunftsplanung. Anschließend begab sich die Delegation zu einer Inspektion der Ode-Ölfelder bei Tirbespiyê.</p>
<p>An dem Treffen nahmen unter anderem hochrangige Vertreter:innen der Selbstverwaltung und den Machthabern in Damaskus teil, darunter Führungspersonal aus den Bereichen Energie, Finanzen und Infrastruktur sowie aus dem Sicherheitsapparat des syrischen Zentralstaats.</p>
<p><strong>Keine Einigung über Zuständigkeiten<br class='autobr' />
</strong></p>
<p>Eine abschließende Regelung zur zukünftigen Kontrolle der Ölfelder liegt bislang nicht vor. Laut Ibrahim wurde die Frage nach der Sicherheitsverantwortung zwar nicht offiziell behandelt, jedoch sei klar, dass die Sicherheitslage weiterhin von den QSD gewährleistet werde, zumindest bis zum Abschluss der laufenden Integrationsgespräche.</p>
<p>Zudem hätten Vertreter der Regierung in Damaskus bestätigt, dass keine Eingriffe in die bestehende Verwaltungsstruktur oder die Personalpolitik vor Ort beabsichtigt seien. Die Gespräche seien in einem Klima des „gegenseitigen Kennenlernens“ geführt worden, sagte Ibrahim gegenüber dem Portal Nûmedya24.</p>
<p><strong>Syrisch-US-Amerikanisches Kooperationsabkommen mit Chevron</strong></p>
<p>Ein weiterer Aspekt des Treffens war die Ankündigung der syrischen Regimeseite, ein Kooperationsabkommen mit dem US-Energiekonzern Chevron unterzeichnet zu haben. Zudem würden Gespräche mit weiteren internationalen Firmen geführt. Ziel sei es, die Effizienz der bestehenden Felder zu erhöhen und die Arbeitsbedingungen für das Personal zu verbessern, hieß es.</p>
<p>Die Selbstverwaltung wurde nach Angaben von Ibrahim zu weiteren Gesprächen nach Damaskus eingeladen. Man wolle auf technischer Ebene zusammenarbeiten und „schrittweise konkrete Schritte auf Grundlage des Abkommens“ entwickeln. Ein fester Zeitplan für weitere Treffen oder Maßnahmen liegt laut Ibrahim derzeit allerdings noch nicht vor. In den kommenden Wochen seien jedoch weitere Entwicklungen zu erwarten.</p>
<p><i>Foto: Kurze Pressekonferenz nach dem Gespräch zwischen Selbstverwaltung und Damaskus in Rimêlan © ANHA</i></p>
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