Rache am Patriarchat - Feminismus heißt Revolution (FLINTA*only Demo)

Event Datum: 
Samstag, Februar 14, 2026 - 17:00
Stadt/Region: 
Ob in Rojava, im Iran, Sudan, Palästina oder anderswo, patriarchale Gewalt versucht überall uns zu unterdrücken. Dagegen stellen wir uns. Gegen den sexistischen Normalzustand. Jeden Tag, mit jedem Atemzug unseres Lebens. Im privaten und im öffentlichen, in Berlin und international. Kommt mit uns am "Valentinstag" auf die Straße!

*English below*

 

Samstag 14.02.2026 um 17 Uhr

Warschauer Str. Ecke Mühlenstr.

(Park nähe U-Bhf Warschauer Str)

!!FLINTA* only Demonstration!!

 

Im Jahr 2020 wurden auf dem "Monis Rache" Festival Filmaufnahmen von Personen mit Vulven auf Dixi-Toiletten gemacht und diese gegen deren Willen auf Pornoplattforman veröffentlicht. Ein Raum, der sich immer als "links" bezeichnet hat, wurde in wenigen Tagen zu einem Ort voller Gewalt und Übergriffigkeit. Daraufhin haben Menschen beschlossen, dies nicht kommentarlos stehen zu lassen. Als Ausdruck der kollektiven Wut entstand die "Rache am Patriarchat"-Demo. Diese Demo und der kollektive Gedanke dahinter ist aber nicht nur auf diesen einen Vorfall bezogen. 

Menschen erleben täglich patriarchale und sexualisierte Gewalt. Von Übergriffen auf Festivals oder in Kneipen und Kollektiven, die sich als anti-sexistisch verstehen wollen, über weiterhin normalisierte queerfeindliche Gewalt, die  aktiv von Behörden und Institutionen getragen wird, bis hin zu Feminiziden, die es regelmäßig nicht mal in die Nachrichten schaffen - wir sind in einer Dauerkrise.

Im Ausüben patriarchaler Gewalt übertreffen sich die unterdrückenden Kräfte der Individuen und Institutionen gegenseitig und versuchen ein Netz zu stricken, das den sexistischen Normalzustand erhält und Betroffene weiter unterdrückt.

Auch die Orte, die wir eigentlich als alternative Schutzräume nutzen wollen, bieten keinen Schutz. Es ist egal, wie viele Schilder und Sticker gegen Sexismus und das Patriarchat in diesen Räumen hängen. Es ist egal, wie oft der Cis-Mann im Plenum betont, dass er alle Täter schlagen möchte. Es ist egal, dass Sexismus "hier nicht geduldet wird". Das alles ist egal, wenn Menschen immer wieder in genau diesen Räumen und Situationen Gewalt erfahren, sich immer wieder verteidigen müssen, immer wieder kämpfen müssen und sich immer wieder fragen, ob sie den nächsten Tag überleben.

Und natürlich ist das kein allein deutsches Problem. Wir solidarisieren uns klar mit unseren Geschwistern weltweit. Ob in Rojava, im Iran, Sudan, Palästina oder anderswo, patriarchale Gewalt versucht überall uns zu unterdrücken.

Dagegen stellen wir uns. Gegen den sexistischen Normalzustand. Jeden Tag, mit jedem Atemzug unseres Lebens. Im privaten und im öffentlichen, in Berlin und international.

Wir wollen keine Reformen, wir wollen Revolution!

Kommt mit uns am "Valentinstag" auf die Straße! Wir lieben wen und wie wir wollen, lieben den Feminismus, lieben die Revolution!

 

 

 

*English*

REVENGE ON THE PATRIARCHY - Revolution Means Feminism!

Saturday, 14.02.2026 at 5pm

Warschauer Str. /Mühlenstr.

(park near U Warschauer Str)

!!FLINTA*only demonstration!!

 

In 2020, at the “Monis Rache” festival, film footage was taken of people with vulvas on portable toilets and published on porn platforms against their will. Within a few days, a space that had always framed itself as “left” became a place full of violence and assault. As a result, people decided not to let this slide. The “Revenge on Patriarchy” demonstration was born as an expression of collective anger. However, this demonstration and the collective idea behind it are not only related to this one incident.

People experience patriarchal and sexualized violence on a daily basis. From sexualized assaults at festivals, in bars, and in collectives that portray themselves as anti-sexist, to queerphobic violence that is still normalized and actively perpetrated by authorities and institutions, to feminicide that are rarely reported in mainstream media. We are in a crisis.

In exercising patriarchal power, oppressive forces ranging from individuals to institutions compete with each other and attempt to weave a web that maintains the status quo of sexism and further oppresses those affected.

Even the places we want to use as alternative safe spaces offer no protection. It doesn't matter how many signs and stickers against sexism and patriarchy are hung in these spaces. It doesn't matter how often the cis man in the plenary session emphasizes that he wants to beat up all perpetrators. It doesn't matter that sexism “is not tolerated here.” None of that matters when it happens anyway. None of that matters when people repeatedly experience violence in precisely these spaces and situations, when they repeatedly have to defend themselves, when they repeatedly have to fight, and when they repeatedly ask themselves whether they will survive the next day.

We know that this is not only a german problem. We therefore stand in clear solidarity with our siblings worldwide. Whether in Rojava, Iran, Sudan, Palestine or elsewhere. Patriarchal violence tries to oppress us globally.

We stand against this. Against the normal state of sexism. Every day, with every breath we take. In private and in public, in Berlin and internationally.

We do not want reforms. We want the revolution!

Come join us on "Valentines Day" and (re)claim the streets. We love who and how we want, love Feminism and love the Revolution!

webadresse: 
racheampatriarchatberlin.noblogs.org
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