Heidbrook bleibt!

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Vor einer Woche hat der Bauausschuss der Stadt Oldenburg getagt und beschlossen, erneut einen Plan für den Bau der Fliegerhorststraße auszulegen. Der Bau der Straße würde einen wichtigen Wald zerstören. Mit einem Banner soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass sich Widerstand formieren wird. Wir werden den Bau der Straße verhindern. Heidi bleibt!
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Am 20.3. hat der Bauausschuss der Stadt Oldenburg entschieden, dass der Plan für den Bau der Fliegerhorststraße erneut ausgelegt werden soll. Eine Entscheidung, die dafür sorgt, dass die Straße mit großer Wahrscheinlichkeit errichtet wird. Das werden wir nicht hinnehmen! Käme es zum Bau der Fliegerhorststraße - einem auf die infrastrukturellen Ansprüche des letzten Jahrtausends ausgelegten Projekt - würden weite Teile des Oldenburger Heidbrooks gerodet; ein für die Artenvielfalt in der Region  wichtiger Naturraum zerstört. Reptilien, Vögel und viele weitere Tiere verlören ihren Lebensraum, Bäume würden fallen. Eine der wenigen großen bebaumten und grünen Flächender Stadt, die letzte zusammenhängende Grünfläche in Oldenburgs Nordwesten würde dem Asphalt weichen. Asphalt statt Wald, sagt OB Krogmann vielleicht. Aber wir können uns diese Straße nicht leisten. Die ersten Zeichen der Klimakrise sind bereits spürbar, Sommer werden immer heißer, Extremwetterereignisse treten immer öfter auf - denkt an die Überschwemmungen des letzten Winters in Oldenburg. Dennoch setzt die Stadt weiter auf motorisierten Individualverkehr, auf Autos. Die selbsternannte "Fahrradstadt" vernachlässigt Radinfrastruktur (herausragende Leistung, im Jahr eine Fahrradstraße zu bauen), und zieht dem Fahrrad in der Realität noch immer das Auto vor. Busfahrer*innen klagen über schlechte Bezahlung, Autofahrer*innen bekommen mehr Platz für immer gigantischere Blechkisten.Mit dem Bau der Fliegerhorststraße bekäme dieser verkehrte Fokus ganz neue Ausmaße, bis hin zur Perversion. Dem werden wir uns widersetzen! Wer Straßen sät, wird Protest ernten.Seit Jahrzehnten gibt es Protest gegen die Fliegerhorststraße. So energisch dieser auch ist und war, hat die Stadt sich nicht geregt und stattdessen weiter an ihren Plänen festgehalten, die Straße zu errichten. Unzählige Demos und Aktionen konnten die Stadt nicht umstimmen. Dass es in Zukunft daher nicht "nur" bei Demos und Mahnwachen bleiben wird, ist durch diese Situation so gut wie unausweichlich - und das habt ihr, liebe Stadt, selbst zu verantworten.Menschen werden sich radikalisieren.Mit den Menschen auch ihre Aktionsformen. Sie werden euch eure Straße nicht ohne Widerstand bauen lassen!Heidi lässt ab sofort Schnucki zuhause und geht in den aktiven Widerstand. Was ihr könnt, kann Heidi schon lange. Ihr zieht den Bebauungsplan durch, Heidi zieht Konsequenzen. Sie wird sich wehren und den Bau eurer Straße verhindern. Wald statt Asphalt! Heidi bleibt! Alle Wälder bleiben! Bebauungsplan bedeutet Widerstand!

 

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