15.02. Auf die Straße gegen Naziaufmarsch, Opfermythos und Antisemitismus! Kommt in den antifa against antisemitism Block
Diese abstrakte Gleichheit, das geschichtslose Nebeneinander von Tätern und Opfern als "Menschen", ist die Grundlage, um die Notwendigkeit der Bombardierung zu verdrängen (danke Bomber Harris) und damit auch den Vernichtungsantisemitismus der Deutschen zu relativieren. Besonders deutlich wird das im Mythos von Dresden, der aus der NS-Propaganda stammende Mythos, Dresden sei eine unschuldige Kunst- und Kulturstadt, dient zur Instrumentalisierung vermeintlich unschuldiger deutscher Opfer. Die Bombardierung Dresdens wird historisch als Vergeltungsakt für die Taten des NS dargestellt. So können nicht nur Neonazis aus der ganzen Welt, sondern auch die Stadt Dresden durch abstrakte Kontextualisierung mit reinem Gewissen zum Gedenken aufrufen„Ein Deutscher, ist ein Mensch, der keine Lüge aussprechen kann, ohne sie selbst zu glauben.". Die Menschenkette als ausdrucksstärkster Teil des Gedenkens der Stadt bedient sich als "neutrales" Symbol des Friedens der eben genannten Mechanismen und Narrative. In der Selbstbezeichnung als "gesellschaftliche Mitte" bereits von jeder Verantwortung "daß Auschwitz sich nicht wiederhole, nichts Ähnliches geschehe" sich freisprechend, halten sich die Nachkommen der Täter bei den Händen und legitimieren die Grundlagen, auf der die Deutschen Täter geworden sind und mit dieser Kontinuität nie brachen. Aber nicht nur im rumgeopfere, der Volkstümelei und dem bürgerlichen Gedenktheater wird die Relativierung der deutschen Schuld deutlich, auch selbsternannte Revolutionäre sämtlicher leninistischer Strömungen sprechen von den Deutschen als Opfer des "Hitler Faschismus". Diese Einschätzung kommt nicht nur aus dem Unverständnis und den verkürzten Analysen zum Nationalsozialismus, sondern auch aus der eigenen ideologischen Motivation sich weiter durchgängig positiv auf das deutsche Proletariat als "revolutionäres Subjekt" beziehen zu können. Hinzutritt, dass hier die Vollendung der Wiedergutwerdung der Deutschen aufscheint. Das Bewusstsein von der historischen Kontinuität des NS getilgt, kann sich wieder positiv auf Kategorien bezogen werden, die den Weg in Barbarei mitbeschritten haben und anstatt diese Kontinuitätenimmer wieder in das Bewusstsein zu heben, wird der Klassenkampf proklamiert, hinter dem sich die Sehnsucht nach dem (unschuldigen) Volk verbirgt. So werden die ersten Rufe aus der autoritäre Linken laut, die Erinnerungen an das Banner der NPD adressieren: Gestern Dresden, heute Gaza. Damit wird die geschichtliche Notwendigkeit Israels, Schutzraum der Juden und Jüdinnen dieser Welt, torpediert und vernichtungsantisemitischen Tendenzen der Weg bereitet. Um eine tatsächliche Kritik in Zeiten allgemeiner Regression auf die Straße zutragen, organisieren wir auf der Großdemonstration zum 13. Februar den "Antifa againstAntisemitism Block" Kommt mit auf die Straße gegen die deutsche Volkstümelei, den sich immer offener hervortretenden Antisemitismus und das Dresdner rumgeopfere. Genaue Informationen zu den Demonstrationen wie auch zu dem Block wird es wenige Tage vorher geben, sobald es genauere Infos zu dem Naziaufmarsch gibt. Also bleibt up to date!
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