Veranstaltungen und Mobilisierung zum Basel18 Prozess

Nach über zehn Jahren geht im November der Prozess gegen die Basel18 weiter – in zweiter Instanz am Basler Appellationsgericht.

Veranstaltungen: Am 29. Oktober in Basel und am 30. Oktober in Zürich (siehe unten)

Mobilisierung zum Gericht: Am 2. November und am 13. November vor dem Appellationsgericht Basel (siehe unten).

 

Auf Repression antworten wir mit Solidarität

Was bisher geschah: Am Abend des 24. Juni 2016 fand in Basel eine kleine, militante Demonstration gegen Rassismus, Repression und Stadtaufwertung statt. Dabei wurden unter anderem grosse Versicherungskonzerne, ein SVP-Büro und das Strafgericht angegriffen, die Polizei wurde mehrmals vertrieben, ein paar Einsatzfahrzeuge lädiert.

Im Anschluss wurden vierzehn Personen verhaftet, einige waren mehrere Monate in Untersuchungshaft. Es gab zahlreiche Hausdurchsuchungen, weitere Verfahren und schliesslich wurden 18 Menschen angeklagt. Daher der Name: Basel18.

Kollektivstrafen und Knast

Weil die Beweise fehlen, um einzelnen Personen konkrete Straftaten nachzuweisen, konstruierte die Staatsanwaltschaft eine Mittäter:innenschaft: Alle Angeklagten sollen nicht «nur» für Landfriendsbruch, sondern für alles, was bei dieser Demonstration passiert ist, verantwortlich gemacht werden – für jede Sachbeschädigung, für Angriff und Körperverletz-Only local images are allowed.
ung. Das ist ein Präzedenzfall. Ein Novum in der Schweizer Justiz.Only local images are allowed.
So verurteilte beim ersten Prozess 2018 eben jenes Gericht, das bei der Demo angegriffen worden war, 15 der 18 Angeklagten zu im Schnitt zwei Jahren Ge-Only local images are allowed.
fängnis – teils auf Bewährung, teils nicht. Hinzu kommen immense Verfahrenskosten und Schadenersatzforderungen.

Der Fall der Basel18 steht damit für ein neues Mass an Repression. Gerade in Basel: Die Staatsanwaltschaft führte seither auch bei den Basel-Nazifrei-Prozessen Kollektivstrafen ins Feld; die Polizei verhindert, wie jüngst bei der palästina-solidarischen Demo im August, Proteste oft von Beginn weg.

Den «langen Sommer der Repression» nannte 2016 eine Broschüre die damalige Zeit. Ein Sommer der Solidarität war es aber ebenso – wie auch die darauffolgenden Jahre: Neue Freund:innenschaften entstanden, 2021 erschien das Buch «Abendessen 16:30», dasOnly local images are allowed.
die U-Haft-Erfahrungen der Festgenommenen thematisiert.

Repression zielt darauf ab einzuschüchtern, zu zermürben und den Basel18 drohen seit nun über einer Dekade mehrere Jahre Knast. Und dennoch sind sie und ihr Umfeld kämpferisch geblieben. Umso entscheidender also, auch beim aktuellen Prozess deutlich zu machen: Solidarität hat viele Formen und sie überdauert die Mühlen der Justiz.

Lassen wir die Angeklagten mit den Prozesskosten nicht allein. Lassen wir uns nicht einschüchtern, stehen wir weiter für revolutionäre Ideen ein – kämpfen wir zusammen für ein gutes Leben für alle!Only local images are allowed.

Veranstaltungen: Zehn Jahre her - reflektieren, diskutieren und weiter denken

Basel: 29.10.26 18:30 Einlass, 19:00 Uhr Beginn / Über dem Neuen Kino, Klybeckstrasse 247

Zürich: 30.10.26 18:30 Uhr Essen, 19:30 Uhr Beginn Veranstaltung, ab 22 Uhr Konzert und Party! Im Postsquat, Wipkingerplatz 7

Wir laden ein zur Reflexion von 2016 bis heute - was hat uns damals bewegt und was heute? Welche Rolle spielt Militanz in unserem Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit? Was macht Repression mit uns als Einzelne und als Bewegung? Wie können wir Repression kollektiv gegenüberstehen?Only local images are allowed.
Auf einen Input folgt eine Diskussion, in welcher das Publikum herzlich eingeladen ist, mitzudiskutieren.

Mobilisierung zum Gericht

Montag 2. November 7:30 und Freitag 13. November 7:45 (Urteilsverkündung) vor dem Appellationsgericht Basel, Bäumleingasse 1.

insta: @soli.basel18

 

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