Störaktion bei Deutz AG in Köln-Porz

Störaktion bei Deutz AG in Köln-Porz In Köln-Porz wurde heute bei der Deutz AG der Betrieb gestört. Mit Materialblockaden, Transparenten und Kunstblut an den Einfahrten und Eingängen wurde die Deutz AG als Kriegstreiber markiert und der Betrieb für kurze Zeit gestört. Die Deutz AG liefert nach eigenen Angaben seit 2022 Motoren und Hilfsaggregate für Militärfahrzeuge und Panzer. Vorstandschef Sebastian Schulte will das Geschäft mit militärischen Anwendungen systematisch ausbauen.  Das 1864 gegründete Unternehmen Deutz gilt als einer der ältesten Motorenhersteller der Welt. Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs produzierte die Firma, damals unter dem Namen Klöckner-Humboldt-Deutz (KHD), Motoren, Lkw, Kettenfahrzeuge und Ersatzteile für die Wehrmacht. Ein erheblicher Teil der Kriegsproduktion wurde von jüdischen Zwangsarbeiter:innen geleistet. Nach 1945 verlagerte Deutz die Produktion auf zivile Motoren für Traktoren, Nutzfahrzeuge sowie Forst- und Landmaschinen. Mit der jüngsten Aufrüstung der Bundeswehr und internationalen Nachfrage nach Militärtechnik ist der Konzern wieder stärker ins Defence-Geschäft eingestiegen. Antimilitarist:innen machten deutlich, das Krieg nichts abstraktes ist sondern direkt hier vor unserer Haustüre beginnt. Krieg dem Krieg!

 

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