Solidarität mit Daniela Kundgebung am 19. 9. um 14 Uhr JVA Vechta
Solidarität mit Daniela
Kundgebung am 19. September 2026 um 14 Uhr
Vechta, Franziskanerplatz/Kleine Kirchstraße
Daniela Klette, die weit über 30 Jahre in der Illegalität lebte, wurde nach ihrer Verhaftung Ende Februar 2024 in Berlin in die JVA Vechta gebracht. Dort war sie in den ersten sieben Wochen in Einzelisolation gewesen, dies bedeutete: 24 Stunden wurde die Zelle videoüberwacht, eine Metallblende war vor dem Fenster angebracht, so dass kein Sonnenlicht in die Zelle drang, Einzelhofgang, keinen Kontakt zu anderen gefangenen Frauen. Dies ist Folter! Nur durch Öffentlichkeitsarbeit wie z. B. die ersten beiden Kundgebungen im März und April 2024 wurden die Haftbedingungen für Daniela gelockert. Seitdem hat sie „normale“ Haftbedingungen.
Am 27. Mai 2026 ist Daniela vom Landgericht Verden - im ersten Prozess wegen acht Geldbeschaffungsaktionen – zu 13 Jahren verurteilt worden. Die Verteidiger von Daniela und auch die Staatsanwaltschaft haben Revision eingelegt. Ein zweiter Prozess gegen Daniela wird vor dem Oberlandesgericht Frankfurt/M stattfinden. Die Anklageschrift der Bundesanwaltschaft (BAW) u.a. wegen zwei Aktionen der Roten Armee Fraktion (RAF) in 1991 und 1993 sowie einer dritten einer Kämpfenden Einheit in 1990, an denen laut BAW Daniela mutmaßlich beteiligt gewesen sein soll, wird in den nächsten Monaten vom OLG zugelassen werden. Wann der Prozess beginnen wird, ist zur Zeit noch nicht absehbar. Auf jedem Fall wird dann Daniela vor Prozessbeginn nach Frankfurt verlegt. Im Frauenknast Frankfurt-Preungesheim sind die Haftbedingungen schlechter als in Vechta, z. B. hier hat sie 4x im Monat Besuch, in Frankfurt nur 2x.
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