NO CONEX26 - Militarisierung schafft keine Sicherheit! (Nordwestschweiz)

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Vom 1. Bis 28. Juni 2026 soll im Raum Nordwestschweiz die Armeeübung CONEX26 stattfinden. Rund 3500 Angehörige der Schweizer Armee proben die Landesverteidigung im «hybriden» Kriegsfall. Es wird ein düsteres Bedrohungsszenario gezeichnet, in dem die Neutralität der Schweiz nicht mehr gewahrt werden kann.

 

Demonstration in Liestal (Kanton Baselland) am 20. Juni, 14:00 Bahnhofsplatz

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Gleichzeitig wird über die Verschärfung des Zivildienstgesetzes abgestimmt und die steigenden Aufrüstungskosten – zusätzliche 31 Milliarden – sollen durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf die Bevölkerung abgewälzt werden. Das bedeutet für uns: Alles wird teurer. Zusätzlich wird in den Bereichen des Sozialen und Ökologischen gespart, noch mehr Abgaben, noch weniger Unterstützung. Im Dezember 2025 beschloss das Parlament zudem eine Lockerung des “Kriegsmaterialgesetzes”, das den Export von Kriegswaffen und deren Bestandteilen vereinfacht.

Bereits heute profitiert die Schweiz von Angriffen anderer wie in Gaza, Sudan, Ukraine und dem Iran. An diesen Orten von Krieg und Genozid suchen Schweizer Firmen Gewinn, sei es durch die Extraktion von Rohstoffen, dem Verkauf von Waffen oder dem Finanzieren der Kriegsmaschine.

Damit trägt die Schweiz aktiv dazu bei, die globalen kolonialen und ausbeuterischen Verhältnisse aufrecht zu erhalten. Menschen die von der Schweiz mitverursachten Krisen und Kriege fliehen, werden im Mittelmeer und der Sahara dem Tod überlassen, an den EU-Aussen- und Innengrenzen kriminalisiert, verprügelt, abgeschoben oder ermordet. Mit der Übernahme der GEAS-Reformen ist die Schweiz Teil von diesem unsichtbaren Krieg gegen Migrant:innen.

Zugegeben, die aktuelle Weltlage ist bedrohlich. Aber die Militarisierung ist keine Antwort darauf, sie ist der Ursprung der Gefahr. Uns wird erzählt, dass wir Menschen töten sollen, um nicht selbst getötet zu werden. Anstatt einer gerechteren Verteilung der Güter zu erkämpfen, sollen wir lernen den „fremden“ Feind zu fürchten und zu bekämpfen. Männer sollen gewalttätiger werden, sexualisierte Gewalt nimmt zu. Ganze Ökosysteme werden verschmutzt und dem Erdboden gleichgemacht. Der Militarismus zerstört uns und das Leben um uns herum.

Dies alles ist bereits jetzt spürbar. Es wird argumentiert, dass die Schweiz sich selbst und ihre Werte verteidigen muss. Wir fragen uns welche Werte, welche Gemeinschaft verteidigt werden soll. Wir sollten uns nicht täuschen lassen, denn es geht hier nicht um unsere Sicherheit und Freiheit. Es geht darum, die Interessen von Staat, Klassengesellschaft, Patriarchat, CEO`s, Tech-Giganten und Bonzen zu Sschützen und voranzutreiben.

Sicherheit entsteht nicht aus mehr Konkurrenz und Aufrüstung. Sicherheit entsteht aus kollektiver Organisation, solidarischer Unterstützung und dem Überwinden der herrschenden Ordnung. Unsere Feinde sind nicht an der Ostfront oder Gaza. Unsere Feinde sind das Kapital, Patriarchat und Rassifizierung. Es sind Investor:innen, Politiker:innen, Autokrat:innen und Grosskonzerne. Ihre Sicherheit bedeutet unsere Zerstörung.

Nur gemeinsam können wir den Krisen solidarisch begegnen und Hoffnung auf eine Zukunft für alle schaffen.

Deshalb rufen wir zur Störung der Übung Connex26 auf.
Organisiert euch gegen die Militarisierung unserer Leben!

NOCONEX 26! Militarisierung schafft keine Sicherheit - Kein Frieden mit ihren Kriegen!

Alle auf zur Demo am 20.6.26 um 14:00, Bahnhofsplatz Liestal!

 

 

NOCONEX26!

From 1 to 28 June 2026, the CONEX26 military exercise is set to take place in northwestern Switzerland. Approximately 3,500 soldiers from the Swiss Army will practice defending the country in the context of a “hybrid” conflict. The exercise paints a grim picture of a threat scenario in which Switzerland’s neutrality can no longer be maintained.

At the same time, a referendum will be held on stricter civil service laws, and the rising costs of military spending – an additional 31 billion – are to be passed on to the public through a VAT increase. For us, this means everything will become more expensive. In addition, cuts are being made in social and environmental programs, resulting in even more taxes and even less funding. In December 2025, Parliament also passed a resolution to relax the “War Material Law, which simplifies the export of weapons of war and their components.

Switzerland is already profiting from other countries' attacks, such as those in Gaza, Sudan, Ukraine, and Iran. In these places of war and genocide, Swiss companies are trying to make a profit, whether through the extraction of raw materials, the sale of weapons, or the financing of the war machine.

In this way, Switzerland actively contributes to sustaining global colonial and exploitative conditions. People fleeing crises and wars partly caused by Switzerland are left to die in the Mediterranean and the Sahara, and are criminalized, beaten, deported, or murdered at the EU’s external and internal borders. By adopting the GEAS reforms, Switzerland is part of this invisible war against migrants.

We have to admit that the current global situation seems threatening. But militarization is not the answer; it is the source of the danger. We are told that we must kill people in order not to be killed ourselves. Instead of fighting for a more just distribution of resources, we are supposed to learn to fear and fight the “foreign” enemy. Men are encouraged to become more violent, sexual violence is on the rise. Entire ecosystems are being polluted and razed to the ground. Militarism is destroying us and the life around us.

All of this is already noticeable. It is being argued that Switzerland must defend itself and its values. We ask ourselves: Which values and which community are supposed to be defended? We should not be fooled, because this is not about our security and freedom. It is about protecting and advancing the interests of the state, class society, patriarchy, CEOs, tech giants, and the elite.

Security does not result from increased competition and military buildup. Security arises from collective organization, solidarity, and the overthrow of the existing order. Our enemies are not on the Eastern Front or in Gaza. Our enemies are capital, patriarchy and racialization. Our enemies are investors, politicians, autocrats, and large corporations. Their security means our destruction.

Only together can we respond to these crises with solidarity and create hope for a future for everyone.

This is why we are calling for the disruption of the Connex26 exercise.
Let's organize to fight the militarization of our lives!

NOCONEX 26! Militarization does not create security — No peace with their wars!
Join us at the demonstration on June 20, 2026, at 2:00 p.m., at Liestal Train Station Square!

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