Heraus zum Revolutionären 1. Mai in Leipzig!
Es vergeht kaum ein Tag, ohne dass wir mit Nachrichten über Zerstörung, Tod und Elend überhäuft werden. Die Kriege toben weltweit, der deutsche Staat will wieder zur „Führungsmacht“ in Europa werden und ist mittlerweile viertgrößter Waffenexporteur auf der Welt. Doch die ganze Kriegstreiberei ist nicht umsonst: Milliarden werden in die Bundeswehr und die Aufrüstung gesteckt – und im Sozialen, in der Bildung und in der Gesundheit wird fleißig gekürzt.
Dabei sind wir es, die den gesamten Reichtum der Gesellschaft erarbeiten, welcher dann in den Taschen der Bonzen und vom Staat landet. Als Dankeschön überlegt der Kanzler, den hart erkämpften Achtstundentag zu streichen und uns die Rente zu klauen.
So oder so sind es wir Arbeiter:innen, die den Preis für ihre Kriege zahlen. Die Jugend soll für die Profite von Rheinmetall und Co. an die Front und Frauen dürfen sich entscheiden, ob sie im Heer oder vor dem Herd für das deutsche Kapital schuften wollen.
Und auch im Inneren bekommen wir die Militarisierung zu spüren: Abbau von demokratischen Grundrechten, schärfere Polizei- und Versammlungsgesetze und ein extremer Rechtsruck mit Wahlerfolgen der faschistischen AfD. Gleichzeitig nimmt die Repression gegen revolutionäre und antifaschistische Kräfte zu – und auch Kriegsfeinde sind betroffen, wie die Kündigung des Leipziger DHL-Mitarbeiters Christopher zeigt.
Doch wir müssen nicht tatenlos dabei zusehen, wie es an allen Ecken und Enden brennt. Zehntausende Schüler:innen gehen gegen den Wehrdienst in den Schulstreik und auch die revolutionären 1. Mai-Demos in Deutschland wachsen von Jahr zu Jahr. Wir müssen erkennen: Der Kapitalismus ist nicht das Ende der Geschichte.
Wir müssen für eine Gesellschaft kämpfen, in der wir nicht für den Reichtum einiger weniger jeden Tag auf Arbeit gehen, sondern für die Bedürfnisse aller. Eine Gesellschaft, jenseits von kapitalistischer Konkurrenz und patriarchaler Gewalt. Eine Gesellschaft im Sozialismus – für eine Zukunft, für die es sich wirklich lohnt, zu kämpfen.
So eine Gesellschaft ist keine Utopie. Sie wird möglich, wenn wir uns überall dort zusammenschließen, wo wir zusammenkommen und leben. Sei es im Betrieb, in der Universität, an der Schule oder in der Nachbarschaft. Denn wir halten dieses System am Laufen – also können auch nur wir es verändern!
Der 1. Mai ist dabei unser Kampftag: Der Kampftag der Arbeiter:innenklasse. 2026 begehen wir den Revolutionären 1. Mai in Leipzig schon zum 5. Mal. Zwar hat die Polizei im letzten Jahr versucht, unsere Demo anzugreifen und unseren Protest kleinzuhalten. Doch wir werden auch dieses Jahr wieder mit Tausenden auf der Straße sein!
Dieses System der Superreichen hat uns nur Krieg und Krise zu bieten. Also erklären wir ihnen den Krieg! Kämpfen wir für unsere Zukunft! Heraus zum revolutionären 1. Mai!
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