Koordination von Übersetzungen

Wer schon mal Texte bei Indymedia übersetzt hat, kennt das Problem: Du arbeitest mehrere Stunden, gibst Dir viel Mühe, stellst womöglich andere wichtige Arbeiten zurück und wenn Du die Übersetzung posten willst, siehst Du, dass der gleiche Text vor wenigen Minuten schon von einer anderen Person gepostet wurde! Deine Arbeit war also umsonst. Du hättest in der selben Zeit besser andere Texte übersetzt.

Da das sehr frustrierend und eine Verschwendung von kostbarer Zeit von AktivistInnen ist, gibt es bei Indymedia spezielle Mailinglisten um die Übersetzungsarbeit zu koordineren und Doppelarbeit zu vermeiden. Für Indymedia Deutschland ist es die Liste www-deätlists.indymedia.org . Sie kann auch im Webarchiv gelesen werden, muss also nicht unbedingt abonniert werden.

Seit wenigen Wochen experimentiert die deutsche Übersetzungliste mit einem Übersetzungs-Tool. Es ist ein Open-Posting-System, das speziell auf die Bedürfnisse von ÜbersetzerInnen ausgerichtet ist.

zum Übersetzungstool

Die Übersetzungskoordination funktioniert folgendermaßen:

Ein Text kann einen von 4 Zuständen annnehmen

  1. To Do (zu übersetzen)
  2. I'll Do it (ich übernehme)
  3. For revision (zum Überarbeiten)
  4. Done (erledigt)

Wenn jemand einen Text übersetzt haben möchte, sollte er oder sie ihn mit dem Zustand "To Do" posten.
Der oder die ÜbersetzerIn, der/die den Text übernimmt, schreibt so was wie "I will do it" als Kommentar unter den Text. Die ModeratorInnen werden das sehen und den Text auf "I'll do it" umschalten, so dass keine Zeit mit Doppelübersetzungen vergeudet wird.