Ökologie

Solidaritätsaktion “LineUp4Rojava – Zusammenstehen für den Widerstand!”

Im Rahmen der Demonstration mit Menschenkette und Solidaritätsfest "LineUp4Rojava - Zusammenstehen für den Widerstand" am 14. Dezember ab 14 Uhr (Treffpunkt: Bremer HBF), werden chilenische Frauen* gemeinsam mit Frauen* aus aller Welt ein Zeichen der internationalen Solidarität setzen. Sie zeigen die Performance “Un violador en tu camino”. Das Original vom “Colectivo Las Tesis” aus Valparaíso wurde am 25.11. zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen in Santiago de Chile uraufgeführt. Auf der ganzen Welt kämpfen Frauen* gegen Unterdrückung und Gewalt. Deshalb wird es auch eine Performance am Samstag auf der Abschlusskundgebung der "LineUp4Rojava"-Aktion geben, um auf den Angriff auf die Frauenrevolution in Rojava aufmerksam zu machen. Wir laden alle Frauen* dazu ein, am Samstag teilzunehmen! Um die Choreographie zu lernen, gibt es am Freitag den 13.12. ab 19 Uhr einen letzten Probetermin im Biratî e.V. (Friedrich-Ebert-Str. 20, Bremen). Kommt alle und bringt eure Freundinnen mit!

Ein Gefangener zur aktuellen Klimaschutzbewegung

Im Folgenden veröffentlichen wir ein Statement eines Gefangenen aus der JVA Neumünster zur derzeitigen Klimaschutzbewegung. Vielleicht passt einigen seine Meinung nicht, vielleicht ist seine Meinung auch nichts Neues und wurde schon an anderer Stelle gesagt, geschrieben oder veröffentlicht. Weil uns aber Stimmen von Gefangenen bei der aktuellen Bewegung fehlen, veröffentlichen wir an dieser Stelle seine Haltung dazu. Falls es Kritik an dem Statement gibt oder den Wunsch, dem Gefangenen zu schreiben und sich mit ihm auszutauschen, kann gerne über uns Briefkontakt mit ihm aufgenommen werden.

Bekenner*innenschreiben: Adbusting zum Thema Tierausbeutung bei Edeka

Wir haben in der Nacht zum 30.11.19 die große Werbetafel des Lebensmittelhandels Edeka in Reiskirchen der Realität entsprechend umgeändert.

[S] Der Klimastreik am 29. November in Stuttgart

Am 29.11 beteiligten wir uns am Globalen Klimastreik in Stuttgart.

Am Erwin-Schoettle-Platz startete eine der drei Demonstrationen, die in Richtung des Stuttgarter Hauptbahnhof lief. An dieser Demonstration, an der ungefähr 2000 Menschen teilnahmen, beteiligten wir uns mit einem eigenen Bereich. Uns war es wichtig, die Proteste mit Hilfe von Schildern, Transparenten und Redebeiträgen um antikapitalistische Inhalte zu ergänzen. Am Rande der Demonstration wurden Schablonen mit verschiedenen antikapitalistischen Parolen gesprüht. Dem Dauerregen zum Trotz kamen am Hauptbahnhof schließlich um die 6000 Menschen zusammen. Nach Abschluss der Kundgebung zogen wir gemeinsam mit den BündnispartnerInnen vom antikapitalistischen Klimabündnis Kesselbambule los, um einen konkreten Profiteur der Umweltzerstörung stellvertretend für die gesamte kapitalistische Produktionsweise zu blockieren und zu markieren. Dafür zogen wir vor die BW-Bank Filiale auf der Königsstraße. Die LBBW, zu der die BW-Bank gehört, verdient wie alle große Banken (bis auf einige wenige) ihr Geld mit der Finanzierung von Waffenfirmen, Autokonzernen und Kohleenergieunternehmen. Gemeinsam mit 100 Menschen blockierten wir die Filiale und verschütteten Kohle, um auf die dreckigen Geschäfte der Bank aufmerksam zu machen. Ebenfalls wurde Kunstblut verschüttet, die Bank mit Plakaten beklebt und mit einem Stencil besprüht. Die Blockade war von Symbolischem Charakter und wurde nachdem eine Rede gehalten wurde wieder aufgelöst.

Video: Bonner FFF Aktivisten* im Hungerstreik

Die drei Bonner Aktivisten* rufen ,,A-Anti-Anticapitalista" und ,,deutsche Panzer raus aus Kurdistan", auf ihren Transparenten steht ,,#NeustartKlima Kapitalismus beenden" und ,,#einschrittweiter FFF Hungerstreik". Diese Slogans gehören zu ihren klima- und umweltpolitischen Standpunkten. Sie rufen dazu auf am 29.11. um 9:30 zum Marktplatz zu kommen, um an der Bonner FFF Demo teilzunehmen. Hier das Statement der drei Bonner:

 

Klima und Kapitalismus - Warum wir in München einen antikapitalistischen Block organisieren

 

Alle Politiker*innen und Parteien tragen neuerdings eine grüne Weste. Sie reden von Verzicht, von Klimaschutz und von Nachhaltigkeit. Aber passieren tut nichts. Das inhaltslose Klimapaket, der aufgeschobene Kohleausstieg und die Milliarden an klimaschädlichen Subventionen sind kein Versehen. Die Politik schützt nicht das Klima, sondern das System: Den Kapitalismus.

 

Und dieses System ist mit nachhaltiger Wirtschaft unvereinbar.

 

Nicht, weil ein paar böse Konzernchefs gerne das Klima verschmutzen wollen, sondern weil dieses Wirtschaftssystem zum unökologischen Produzieren verdammt ist.

 

Das im Kapitalismus herrschende Konkurrenzgesetz zwingt die Unternehmen, so billig zu produzieren wie möglich, um am Markt auf lange Sicht bestehen zu können. Und für Kohlekonzerne ist es billiger, weiter Kohle zu verfeuern, als auf Erneuerbare Energien umzusteigen. Für Agrarunternehmen ist es günstiger, die Felder mit Pestiziden zu vergiften, als ökologisch zu produzieren. Und für Modekonzerne kommt es billiger, T-Shirts in Billiglohnländern am anderen Ende des Kontinents herzustellen und sie dann mit Dampfer und LKW einmal um die Welt zu transportieren, als sie von den teureren Arbeitskräften hierzulande fertigen zu lassen.

 

Wir leben also in einem System, in dem die Wirtschaft nicht in erster Linie die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse zum Ziel hat, sondern in dem sie einzig und allein dem Ziel dient, so viel Profit wie möglich für einige Wenige zu schaffen. Das Gesamtinteresse zählt dabei für die Konzerne nichts: Auch wenn es für die gesamte Menschheit von Nachteil ist, wenn der Regenwald für Sojaplantagen niedergebrannt wird – so lange ein einzelner Konzern kurzfristigen Gewinn daraus zu schöpfen vermag, wird er freiwillig nicht auf die Idee kommen, das zu unterlassen. Deswegen ist der Kampf gegen die Klimazerstörung im Kapitalismus immer ein Kampf gegen die Interessen der großen Konzerne – und damit gegen die mächtigsten Akteure in unserer Gesellschaft.

 

Wenn Politiker*innen heute von "Verzicht" und "nachhaltigem Konsum" reden, dann tun sie das auch, um die Verantwortung für die Lösung der Klimakrise auf die arbeitenden Menschen abzuwälzen. Statt aus der Kohle auszusteigen, wird lieber an den einzelnen appelliert, doch teureren Ökostrom zu beziehen; statt die Bahn kostenlos zu machen, wird über die moralische Verkommenheit von Billigfliegern lamentiert. So werden diejenigen, die für die klimazerstörende Art der Produktion verantwortlich sind, aus dem Blickwinkel genommen.

 

Natürlich ist es gut, bspw. weniger Fleisch zu essen, nicht jedes Jahr ein neues Smartphone zu kaufen oder mehr Fahrrad zu fahren. Aber individuelle Konsumentscheidungen werden die Klimakrise nicht lösen. Dabei wird nämlich die Wurzel des Problems ignoriert: Der Zwang zu Profiten.

 

Der Kapitalismus basiert auf der permanenten Ausweitung der Märkte. Oder, anders gesagt: im Kapitalismus muss jedes Unternehmen danach streben, immer mehr Produkte zu verkaufen. Das bedeutet, dass Geräte, die lange halten, für Unternehmen schädlich sind. Denn je schneller das Smartphone, der Drucker oder das Auto kaputt gehen, desto häufiger sind die Menschen gezwungen, sie nachzukaufen. Deswegen werden in kapitalistischen Systemen Produkte so gebaut, dass sie möglichst schnell kaputtgehen. Wenn wir eine Wirtschaft wollen, in der nachhaltiges Produzieren statt Schrottproduktion an der Tagesordnung steht, dann müssen wir dieses System beenden.

 

Greta Thunberg sagt: "Wenn Lösungen in diesem System so schwer zu finden sind, dann sollten wir vielleicht das System wechseln." Da hat sie Recht. Wenn wir die Klimakrise noch in den Griff kriegen wollen, dann müssen wir denen, die davon profitieren, unsere Umwelt zu zerstören, die Kontrolle über die Wirtschaft nehmen: den großen Banken und Konzernen.

 

Wir brauchen eine Wirtschaft, die nicht von einigen Wenigen, sondern von uns allen kontrolliert wird. In der nicht nach der Logik des Profits entschieden wird, was – und wie - produziert wird, sondern nach demokratischen und nachhaltigen Kriterien.

 

Das ist möglich - wenn wir uns zusammenschließen. Denn der größte Teil der Menschheit hat kein Interesse an der profitgetriebenen Klimazerstörung.Und wenn wir uns zusammenschließen, haben wir die Kraft, eine tatsächliche Veränderung zu bewirken.

Vielen Menschen ist inzwischen klar, dass die Klimakrise und unser Wirtschaftssystem zusammenhängen. Aber ihnen fehlt die Zuversicht, dass wir die Stärke haben, die notwendige Veränderung auch zu erreichen. Deswegen beschränken sie sich darauf, "schnell erreichbare" Maßnahmen zu fordern - oft in dem Wissen, dass diese niemals ausreichen werden, die Katastrophe zu verhindern.

Gerade deswegen ist es wichtig, auf Demonstrationen wie dem Global Strike am Freitag zu zeigen, dass wir viele sind. Ein antikapitalistischer Block, der die vielen linken Kräfte vereint, kann dabei helfen, diese Botschaft zu vermitteln. Am 29.11 wird in München noch nicht der größte Teil der Demonstration antikapitalistisch sein. Aber mit jedem inhaltlosen Klimapaket, mit jeder Windkraft-Abstandsregelung und mit jedem Verbrechen der großen Konzerne werden wir mehr. Weil immer mehr Menschen klar wird, dass in diesem Wirtschaftssystem ausgerechnet diejenigen, die an den Schalthebeln der Macht sitzen, kein Interesse daran haben, die notwendigen Maßnahmen zu treffen. Deshalb unser Aufruf: Schließt euch zusammen! Bildet Blöcke!

(Und wer in München wohnt, kann sich gerne unserem Block anschließen. Wir treffen uns um 11.30Uhr vor dem NS-Dokuzentrum, kommt vorbei!)

 

Antifaschistischer Stadtrundgang - Solidarität mit der PKK - Kriminalisierung beenden

Solidarität mit der PKK in der Bochumer Hustadt

In der Nacht vom 26. auf den 27. November haben Antifaschist*innen in Bochum eine Solidaritätsaktion für die kurdische Arbeiterpartei PKK durchgeführt. Anlass ist der 26 Jahrestag des Betätigungsverbotes in Deutschland, welcher genau einen Tag vor dem Gründungdatum der PKK erlassen wurde.

In der ganzen Stadt erschienen Plakate, Graffitis und verschiedene Solidaritätsaufrufe. Wir solidarisieren uns mit dem legitimen Befreiungskampf der Kurd*innen und deren Organisationen. Das Verbot der PKK muss aufgehoben werden. 26 Jahre Kriminalisierung sind genug.

 

3 weitere FFF-Aktivisten* im Hungerstreik

Am Freitag, den 22. November, sind die Fridays for Future Aktivist*innen Carlos (aus Berlin) und Sarah (aus Frankfurt) bis zum globalen Aktionstag für Klimagerechtigkeit am 29. November in den Hungerstreik getreten.

Wir - 3 FFF-Aktivisten* aus Bonn - solidarisieren uns mit dieser Aktion und unterstützen die Forderungen und den Aufruf das eigene Aktionsniveau zu steigern. Aus diesen Gründen haben wir uns dazu entschlossen, uns dem Hungerstreik für die letzten drei Tage (von Dienstag Morgen bis Freitag Morgen) anzuschließen.

Auf geht’s, ab geht’s, Antifa in die Lausitz!

Am Samstag, den 30. November, geht es mit Ende Gelände ungehorsam in die Lausitz, und wer sich immer noch fragt: „Was haben Antifa und der Kampf gegen die Klimakatastrophe gemein?“ Hier kommt eine Antwort:

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