Köln: Ende Geländewagen - vier Porsche SUV abgebrannt

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Vier abgebrannte Porsche SUV auf dem Gelände des Porschezentrum Köln-Ehrenfeld

Heute nacht haben wir vier backfrische Porsche Cayenne der Premium-Klasse (550 PS , >180.000 Euro je Fahrzeug) auf dem Gelände des Porschezentrums Köln-Ehrenfeld abgebrannt. Jeden morgen fahren unzählige 3,5 Tonnen Autos vor um je 35 Kilo Kind vor der Schule abzuladen. Das muss ein Ende haben! "Ende Geländewagen" spürbar werden lassen !

Our world is on fire!
but they ignore us

Perhaps we can make them listen
when burning down their SUV.

1) Die Politik der Erwachsenen drängt uns als junge Bewegung, nicht nur Klimaziele sondern auch konkrete Maßnahmen zu deren Erreichen vorzuschlagen. Dagegen haben wir uns lange verwehrt, da wir es nicht für unsere Aufgabe sondern für die Aufgabe von Politik und Wissenschaft erachten, diese Ziele zu erreichen.

2) Die Erwachsenen drohen darüberhinaus unser "Engagement" "richtig und wichtig" zu finden, uns und unser Anliegen also zu umarmen, um es möglichst konfliktfrei zu ignorieren. Unser Anliegen duldet aber keine Ignoranz, nicht einmal einen Aufschub! Das liegt nicht an unserer "jugendlichen" Ungeduld, sondern an den Gesetzmäßigkeiten der menschengemachten Erderwärmung. Ihre "Aufmerksamkeit" für unser Anliegen ist somit Teil des Problems und nicht Teil der Lösung!

Wir wollen beide Fakten berücksichtigen und schlagen nun eine praktische Maßnahme vor:

Wir fordern Euch auf, möglichst viele SUV (Selten Unsinnige Vehikel) kaputt zu machen (egal wie: Ayran in den Innenraum, Lack zerkratzen, Scheiben einschlagen, Reifen abstechen, Besprühen, Bauschaum in den Auspuff, oder einfach anzünden). Wir wollen uns mit dieser konkreten Maßnahme friedlich für die Begrenzung der klimaschädlichen CO2-Emissionen einsetzen. Das heißt wir tragen dafür Sorge, dass keine Person durch das vorzeitige Unschädlichmachen dieser Fahrezeuge zu Schaden kommt.

Wir haben an unserer Schule lange diskutiert, ob diese Maßnahme selbst (jenseits des beabsichtigten politischen Effekts) nicht klimaschädlich ist und errechnet, dass sich das vorzeitige Verschrotten eines SUV durchschnittlicher Laufleistung, bei Ersetzung durch einen spritsparenden Kleinwagen unter Berücksichtigung des Energieaufwands für die Fahrzeug-Herstellung klimapositiv auswirkt, sofern der SUV zum Zeitpunkt der Verschrottung eine Lebenserwartung von mindestens weiteren vier Jahren gehabt hätte. Hierbei haben wir auch die (geschätzten) klimaschädlichen Emissionen z.B. beim Abbrand eines SUV berücksichtigt.

Ein darüber hinaus gehender klimapolitischer Erfolg dieser Maßnahme stellt sich ein, wenn es einen Lerneffekt in der Nachbarschaft und darüber hinaus gibt. Daher halten wir es für mega wichtig, über diese konkrete Klimaschutzmaßnahme öffentlichkeitswirksam (aber dringend anonym!) zu berichten. Um die Verwirklichung unserer Ziele sozial verträglich zu gestalten, schlagen wir vor uns auf SUV der Kategorie > 50.000 Euro zu konzentrieren.

Um unser Anliegen glaubwürdig zu vertreten, haben wir bereits vorgelegt und heute nacht vier backfrische Porsche Cayenne der Premium-Klasse (550PS, >180.000 Euro je Fahrzeug) auf dem Gelände des Porschezentrums Köln-Ehrenfeld abgebrannt. Wir hassen Eure SUV! Jeden morgen fahren unzählige 3,5 Tonnen Autos vor um je 35 Kilo Kind vor der Schule abzuladen. Das muss ein Ende haben! Mit unserer ersten kleinen Aktion fordern wir euch auf, ihre "Umarmung", ihre immer gleichen Regeln der Macht zu ignorieren:

(S)elbstbewusst
(U)nerschrocken
(V)ehement

- Konkretes Handeln, jetzt!
- Ende Geländewagen spürbar werden lassen!

"Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun
sondern auch für das was wir nicht tun." (Molière)

everyday and night for foture

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Ergänzungen

es hat hier, genau wie du anregst, bei einem autohändler und zugleich hersteller gebrannt.
und zum zweifel an den auswirkungen wenns private wären sei auf berlin rund um 2009 verweisen, als die graffiti soko (und viele bullen mehr, auch die bundespolizei wurde herangezogen) nurnoch strategisch ausgeklügelt straßenzüge auf brennende autos überwachte. gab sehr viel öffentlichkeit um die nächtlich brennenden wagen und auch eine seite dazu dies gesammelt hat: brennende-autos.de

wer sich ein SUV kauft der will nicht von A nach B (dann würde er einen Fiat Punto o.ä. kaufen).

So jemand will maximales Tötungspotential bei minimalem Eigenrisiko - der Kauf zeigt "Ich bin willens zu töten, meine Mitmenschen sind mir egal, es sind nur billige Opfer"

Gut diesen Herrenmenschen Einhalt zu gebieten.

SUV sind gelebter Faschismus auf Rädern, weg damit!