Neonazi Outings - Identitäre Bewegung Bremen

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Die "Identitäre Bewegung" (IB) ist eine nationalistische, rassistische und antifeministische Organisation, die ideologisch innerhalb der sogenannten "Neuen Rechten" zu verorten ist. Die Theorien der "Neuen Rechten" waren wichtige Bezugspunkte für die Nationalsozialisten und ebneten den Weg in ein faschistisches Deutschland. Oft kooperiert die "IB" mit der "Alternative für Deutschland" und deren Jugendorganisation "Junge Alternative".

Neonazi alias "Identitäre Bewegung Bremen":

Sebastian Quindt, Langemarck-Str. 250, 28199 Bremen

 

Weitere Neonazis alias "Identitäre Bewegung Bremen"
https://de.indymedia.org/node/18410
https://de.indymedia.org/node/16575

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Ergänzungen

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich füge Ihnen hier einen Text ein, den ich soeben auch an die Antifa Bremen per Email gesandt habe. Bevor Sie mich auf der Straße verurteilen, würde ich Sie bitten, diesen Text zu lesen. Außerdem würde ich mich auch über eine Löschung meines "Steckbriefes" freuen. Vielleicht wird Sie mein Text und ggf. ein persönliches Gespräch zur Löschung beitragen. Vielen Dank.

"

Sehr geehrte Damen und Herren der Antifa Bremen,

 

 

mein Name ist Sebastian Quindt. Ich schreibe Ihnen aus folgenden - und für mich sehr persönlichen - Gründen:

 

am gestrigen Tage (12.05.2018) stellte ich fest, dass ich unter der Internetseite „https://de.indymedia.org/comment/reply/20804#comment-form“ unter den „Neonazi Outing– Identitäre Bewegung Bremen“ aufgeführt werde.

 

Nicht nur Fotos von mir wurden veröffentlicht, sondern auch mein vollständiger Name, sowie meine Wohnadresse.

 

 

Ich möchte mich zuerst in aller Klarheit positionieren:

 

 

Ich bin und war niemals ein Mitglied der AfD. Ich bin und war niemals ein Mitglied der Identitären Bewegung (IB). Ich bin und war niemals ein Neonazi.

 

 

Wie kommt es nun, dass Personen von mir denken könnten, ich wäre all` jenes? Und wie kam es dazu, dass ich auf diesen Bildern der oben genannten Internetseite zu sehen bin?

 

Durch eine zufällige Bekanntschaft bekam ich das erste Mal Kontakt zu einem AfD-Mitglied. Während der Gespräche mit diesem, war ich oft nicht der gleichen Meinung mit ihm, aber wir empfanden uns gegenseitig als sympathisch und uns gefiel der Diskurs miteinander. Anscheinend hatte ich sein Interesse an mir geweckt und so lud er mich zu seinem AfD-Stammtisch ein, um weitere Parteimitglieder kennenzulernen. Dieser Einladung folgte ich. Die Kontakte wurden häufiger und so nahm ich als Besucher auch an der Wahlkampfveranstaltung der AfD zur BTW2017 in Stuhr teil (Foto auf indymedia links). Ich wollte mir ein Bild „vor Ort“ machen und war neugierig, was diese Partei zu erzählen hat.

 

Über andere Mitglieder der AfD bekam ich Kontakt zum Personenkreis der IB und ich wurde zu einer Demonstration der IB nach Berlin eingeladen, welcher ich ebenfalls folgte (Foto auf indymedia rechts). Ich blieb neugierig, denn kannte ich doch die IB aus den Medien und zugegeben, fand ich die Aktionen der IB teils beeindruckend, wenngleich ihre Ziele nicht mit meiner Art Weltanschauung übereinstimmen. Auch davon wollte ich mir ein direktes Bild machen.

 

 

Nach der Demonstration wohnte ich noch einigen wenigen Treffen der Bremer AfD bei, an der auch Mitglieder der IB teilnahmen. Bald schon bemerkte ich jedoch, dass die Einstellungen der AfD, sowie der IB, mit meinem Verständnis von Politik nicht übereinstimmen und teilweise kollidieren. Ich und auch weitere andere Personen distanzierten sich von den Treffen und deren Personenkreisen. Aus Sicht einer Szene aber anscheinend zu spät...

 

 

In der Nacht vom 07. auf den 08.03.2018 wurde z.B. mein Auto mithilfe eines Brandsatzes vollkommen zerstört. Dies brachte ich bis gestern nicht in Zusammenhang mit dem „Neonazi-Outing...“ auf der Internetseite „indymedia.org“. Auch gibt es dafür keinerlei Beleg, jedoch liegt das Denken über einen möglichen Zusammenhang nahe.

 

 

Zu mir selbst kann ich sagen, dass ich ein toleranter, weltoffener und gesprächsbereiter Mensch bin, der die Diskussion mit allen Menschen, egal welcher Herkunft, egal welcher Religion, egal welcher sexuellen Orientierung und auch egal welcher politischen Motivation (im Sinne eines Demokratieverständnisses) nicht scheut. Ich begegne gerne Menschen und höre mir alle Meinungen an. Das bedeutet aber nicht, dass ich deshalb alle diese Meinungen teile. So bin ich nicht!

 

Ich engagiere mich sozial und auch meine Berufswahl lässt mich neugierig und offen gegenüber allen Meinungen sein. Ich verurteile nicht, ich bleibe gesprächsbereit.

 

Ich bin im Kontakt mit Personen aus unterschiedlichen politischen Lagern, habe viele ausländische Freunde, die mich mitunter zu ihrer Familie zählen und zu ihren Feiern einladen. Sogar Personen aus der Punk-Szene zähle ich zu meinem Freundeskreis.

 

Wie kann also jemand, der sich nur gerne mit Menschen unterhält und über politische Themen diskutiert, der sich informiert und neugierig bleibt, der offen ist, der niemanden seine Meinung überstülpt, sondern sich Meinungen anhört, der vielleicht nicht immer mit allem zufrieden, aber dennoch kritisch bleibt und ist, der nachdenkt und fragt, ein Neonazi sein? War es clever sich mit Leuten der AfD und der IB einzulassen und neugierig zu sein? Womöglich nicht. Aber bin ich deshalb ein Neonazi? Nein! Ich bin kein Neonazi.

 

 

Durch die Veröffentlichung meiner Daten im Internet, im Zusammenhang eines „Neonazi-Outings...“, dem Brandanschlag auf mein Auto und erst kürzlicher Übergriffe im Bremer Viertel, fühle ich mich und sogar das Leben meiner Familie bedroht. Ich gebe offen zu, dass ich Angst habe.

 

Ich werde in eine Ecke gedrängt, in der ich nicht hingehöre, nicht sein will und werde wegen eben dieser Ecke verfolgt. Das möchte ich nicht.

 

 

Deshalb bitte ich Sie, sollte es eine Möglichkeit geben, persönlich dazu Stellung zu beziehen, so wäre ich dazu bereit und komme gerne. Ich frage Sie, ob sie mich in einem angemessenen Rahmen empfangen könnten, damit ich mit der Denunziation aufräumen und mich, meinen Ruf und meine Person wieder rehabilitieren und letztendlich mein normales alltägliches Leben wieder nachgehen kann.

 

 

Ich bedanke mich fürs Lesen und würde mich über eine Antwort freuen.

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

Sebastian Quindt

 

Langemarckstr. 250

 

28199 Bremen

 

 

 

 

 

Zudem gibt es dieses Foto. Sie haben offenbar "vergessen" zu erwähnen, dass Sie dort auf dem Bremer Marktplatz ebenfalls anwesend waren: https://www.antifainfoblatt.de/artikel/afd-ja-und-ib-bremen-ein-und-das-...

Bilder: