Linker Rassismus in Hamburg: Revolutionärer Aufbau Waterkant

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Der Revolutionäre Aufbau Waterkant gewinnt immer mehr Einfluss. Das macht mir Angst.

Mich selbst als linksradikal identifizierend bin ich besorgt über einige Entwicklungen in der Szene in Hamburg und budnesweit.

Der Revolutionäre Aufbau Waterkant existiert seit Anfang 2016. Es ist eine weiß-männliche Studentengruppe samt einer Entourage aus Ultras und Hooligans. Bisher sind sie noch nie positiv aufgefallen. Aus der Flora sind sie geflogen, weil sie Antisemiten sind. Vom Feministischen Antifakongress sind sie geflogen, weil sie Sexisten sind. Und jetzt offenbaren sie sich als gewöhnliche Rassisten.

In ihrer muffigen marxistisch-leninistischen Orthodoxie haben sie scheinbar die letzten 30 Jahre linke Debatte verpasst. So outdated wie die letzte Winterkollektion sind ihre Inhalte, und so werden sie auch verramscht. Im Winterschlussverkauf der Marxismus-Leninismus-Kämpferidentiäten wird diesen Monat rassistische Arroganz und weiße Herrschaft angeboten.

Am 26.01 wollen sie um 19 Uhr im antisemitschen Internationalen Zentrum B5 über Edward Saids Orientalismus diskutieren ( https://www.facebook.com/events/1257464827653242/ ). Es ist ekelhaft wie weiße Männer sich das Recht herausnehmen, einen Nichtweißen Theoretiker zu silencen, indem sie ihn "kritisieren". Wegen ihrem totalitären Wahrheitsanspruch in seiner spezifischen Form des marxistischen Dogmatismus wird bei ihnen noch der sanfteste Dialog zur brutalen Herrschaft. Der inhaltliche Austausch freier Gedanken zum gemeinsamen Spiel wird verwandelt in einen gewaltsamen Ritus der Unterordnung und Reifeprüfung, der die sublimierte Variante von Blood-in-blodd-out darstellt. So verkommt der Gedanke vom Schimmer der Emanzipation zum Schatten der Herrschaft, der nichts erstrahlen lässt, sondern alles in trübes Licht wirft, unwirklich und angsteinflößend wirken lässt.

Es ist dies eine Entwicklung in Hamburg, die einen erschaudern macht. Denn es ist nicht das erste Mal. Schon im Rahmen der Veranstaltungsreihe "What's left?" durfte der Rassist Arian Schiffer-Nasserie sprechen, der sich Berichten zu Folge doch ernsthaft zu der Aussage verstiegen hat, dass Menschen, die er mit dem N-Wort betitelte dumm wären. Auch hier waren führende Mitglieder des Revolutionären Aufbaus präsent und haben ihre Hegemonialtaktiken in den Diskussionen angewandt.

Überall gewinnt der Revolutionäre Aufbau mit seinen "Argumenten" Debatten und damit Einfluss. Mir macht das Angst. Ich bin nur eine Einzelperson, aber ich denke da muss man mal was tun.

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