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Erinnern.Gedenken.Kämpfen - Nie wieder Faschismus - Nie wieder Krieg!

Veranstaltungsreihe zum hundertsten Geburtstag von Hans Gasparitsch, einem Stuttgarter Widerstandskämpfer, der den Knast und das Konzentrationslager der Nazis überlegt hat.

Video: "Frieden für Afrin"-Demo am 03.03.2018 in Berlin

Am 03.03.2018 demonstrierten in Berlin etwa 20.000 Menschen gegen die türkische Invasion in der autonomen kurdischen Region Afrin (kurd. Efrîn) in Nordsyrien. Auf der Demo wurden insbesondere deutsche Waffenlieferungen an das türkische Regime und die Untätigkeit der Weltgemeinschaft gegenüber dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der Türkei thematisiert.

Link zum Video: https://vimeo.com/258514496

AfD vs. antifaschistisches Magazin "der rechte rand"

#WirUnterlassenNicht: Die AfD geht gegen das antifaschistische Magazin "der rechte rand" (drr) juristisch vor. AfD fordert, dass drr die Domain nicht nutzt und eine entsprechende Unterlassungserklärung unterschreibt. Aber eine Unterschrift gibt es nicht. Dafür ein Statement.

CALL MAYDAY 2018 Wien

https://www.mayday.jetzt/index.php/2018/03/05/call-2018-mayday/ MAYDAY MAYDAY
nach einem Jahr Pause wird es am Nachmittag des 1.Mai 2018 wieder MAYDAY durch die Straßen Wiens schallen.

Urteile im Prozess gegen sechs Tierbefreiungsaktivist*innen am Amtsgericht Straubing am 28. Februar 2018: Einstellungen und Geldstrafen! - Ein Prozessbericht

Am 28.02.2018 fanden die Prozesse gegen sechs Tierbefreiungsaktivist*innen vor dem Amtsgericht Straubing statt. Den Angeklagten wurde vorgeworfen, sich im Februar 2016 an der Besetzung einer Baustelle der Wiesenhof-Schlachtfabrik in Bogen (Donautal Geflügelspezialitäten GmbH) beteiligt zu haben. Die Anklagepunkte lauteten Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung.

Neues Bonzenquatier in Köln Ehrenfeld

ANZEIGENeuigkeiten im „Planetenviertel“, die Luxus-Immobilien Markler Dornieden Grupp wollen in Köln Ehrenfeld die Künstler und Arbeiter Szene zerstöten. Fünf Mehrfamilienhäuser entstehen bis 2020 „Am Neptunplatz“ – Wohnheinheiten vom kleinen Appartement bis zum Penthouse geplant, welche bis zu 200.000,00 Euro pro Wohnung kosten werden.

Stoppt den Krieg gegen Afrin

 

 

Heute morgen haben wurde ein Transparent mit der Aufschrift „Stoppt den Krieg gegen Afrin“ am hannöverschen Neuen Rathaus befestigt. Die Aktion verfolgt dabei zweierlei Ziele.

Der aufhaltsame Aufstieg des Neofaschismus in Italien

Antifaschistisches Banner auf der Demo in Genua.

Die faschistischen Angriffe in Genua und Macerata machen deutlich: In Italien ist der Neofaschismus im Kommen. Dem liegt eine Vorgeschichte von Krise und systematisch angekurbeltem Autoritarismus zugrunde. Das Kollektiv InfoAut mit einer Analyse und Vorschlägen für eine antifaschistische Strategie.

Mehrere hundert Menschen fordern weiterhin „Fermons L’Arcadia!“

Mehrere hundert Antifaschist*innen gingen zum heute dritten Mal gegen das Nazizentrum L’Arcadia im französischen Strasbourg auf die Straße. Spontan schloss sich die kurdische Afrin-Kundgebung der Demonstration des Bündnisses „Fermons L’Arcadia“ (Lasst uns das Arcadia schließen) an.

Heraus zum internationalen Frauenkampftag!!!

Am 8. März ist der internationale Frauenkampftag.

Vom Frauenbündnis Stuttgart wird es am Donnerstag eine Kundgebung und Demonstration in Stuttgart geben.
Los gehts ab 17.00 Uhr auf dem Schlossplatz mit der Auftaktkundgebung und die Demo startet dann ab 18.00 Uhr.

Heute haben wir, vom Frauenkollektv Stuttgart in verschiedenen Stadtteilen öffentliche Plätze mit einem kurzen Flashmob bespielt um die PassantInnen auf die Veranstaltungen rund um den 8. März aufmerksam zu machen sowie auf die Demonstration zu mobilisieren.

Nicht nur an diesem Tag, aber eben gerade auch an diesem ist es wichtig für die Befreiung der Frau und die Veränderung der Verhältnisse einzustehen und unsere Vorstellung einer solidarischen Gesellschaft lautstark auf die Straße zu tragen.
Deshalb kommt mit uns am 8. März auf die Straße und in den klassenkämpferischen Block!

Frauen die kämpfen, sind Frauen die leben. Lasst uns das System aus den Angeln heben!

Solidarität für Afrin - Adbusting zur Demo gegen den Türkischen Angriffskrieg in Nordsyrien

Anlässlich der Demonstration "Gemeinsam gegen die türkischen Angriffe auf Afrin!" wurden in der Nähe des Alexanderplatzes nervige Werbeplakate gegen Solidaritätsbekundungen ausgetauscht. So konnten die Demomstrationsteilnehmer_innen entlang der Demoroute am Mühlendamm in den Werbevitinen statt dem üblichen Reklamebrei Flaggen der Frauenverteidigungseinheiten YPJ sehen. Dazu der Slogan: "Solidarität mit Afrin!".

Atomklo Bure - Atomstaat = Polizeistaat

Helfe der Polizei - Schlage dich selbst

Der Atomstaat zeigt an diesen Tagen seine Zähne in Bure und er beweist ein mal mehr, dass Atomkraft und Grundrechte nicht kompatibel sind. Der Staat zeigt sein hässliches autoritäres Gesicht, um das Atomklo durchzusetzen. Grundrechte werden per Dekret außer Kraft gesetzt: Demonstrationsverbot, Fußgängerverbot, Fahr- und Parkverbote, etc.

Der atomare Wahnsinn geht außerdem weiter. Ein neuer Versorgungstransport (Uranerzkonzentrat, Yellow Cake) wurde beobachtet, er ist aktuell von Hamburg nach Narbonne unterwegs.

[Berlin] Solidarität mit den russischen Antifaschist*innen und Anarchist*innen!

Solidarität mit den russischen Antifaschist*innen und Anarchist*innen!

Keine Folter, kein Knast, Keine Verschleppung!

Im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen am 18. März und der Fußball-WM im Sommer versucht der russische Staat Stärke zu demonstrieren und erhöht derzeit massiv den Druck auf Teile der außerparlamentarischen Opposition. Betroffen sind davon vor allem Aktivist*innen die sich in antifaschistischen, umweltpolitischen und anarchistischen Kämpfen betätigen. Um sich als Garant für die Sicherheit der Bevölkerung in Szene zu setzen, konstruiert der Inlandsgeheimdienst FSB ein terroristisches Netzwerk, das Anschläge während des Wahl- und WM-Zeitraums plane.

Razzien beim Revolutionären Aufbau Schweiz

Gestern Donnerstag, 1.3.2018, wurden im Auftrag der Staatsanwaltschaft Basel Stadt zwei Räume des Revolutionären Aufbau Schweiz in Basel und Zürich polizeilich durchsucht. In Basel ist dies die zweite Hausdurchsuchung innert kürzester Zeit, nachdem die Polizei bereits vor der Demonstration in Solidarität mit Afrin / Rojava in Basel am 2. Februar in das Lokal eindrang.

Bei den koordinierten Razzien waren die MieterInnen der Räume nicht anwesend. Die Repressionsbehörden wollten ihre Operation offenkundig durchziehen, ohne dass man ihnen auf die Finger schaut.

Gǎi Dào Nr. 87 März 2018 erschienen

Der Winter neigt sich dem Ende zu, doch das Klima bleibt kalt. Die Repression des türkischen Regimes auf die kurdische Bevölkerung und der Angriffskrieg in Rojava gehen weiter, die deutsche Regierung tut nichts. Zwar ist der Journalist Deniz Yücel nach 367 Tagen aus der Haft in eine türkischen Hochsicherheitsgefängnis entlassen worden, doch finanziert und beliefert Deutschland weiterhin die reaktionären Kräfte in Nordsyrien. Und nicht nur in Rojava, auch in Deutschland steigt die Repression.

[S] Solikundgebung und Stadtverschönerung zu Afrin

Am Stuttgarter Schlossplatz beteiligten sich auch gestern, den 1.3. wieder über 40 Personen an der Kundgebung vom neu gegründeten Afrin-Widerstandskommitee, dass aus zahlreichen Gruppen der kurdischen, türkischen und deutschen Linken besteht.

[FFM] Zur Umbennung des Kettenhofwegs in “Blanka-Zmigrod-Straße”

Am 25. Februar 1992 wurde unsere Mitbürgerin Blanka Zmigrod im Frankfurter Kettenhofweg von einem Rechtsterroristen ermordet. Sie war an besagtem Tag auf dem Nachhauseweg von der Arbeit, als sie aus dem Hinterhalt von dem Rechtsterroristen John Ausonius mit einem Kopfschuss aus nächster Nähe getötet wurde.⁽¹⁾ Wie so oft zuvor floh der Mörder nach der Tat auf einem Fahrrad. Die damals 68-Jährige Blanka Zmigrod war kein zufälliges Opfer. Zu dieser Zeit hielt Ausonius, der mit bürgerlichem Namen Wolfgang Alexander John Zaugg bzw. John W. A. Stannermanheißt, sich im Rhein-Main Gebiet auf, um sich der polizeilichen Fahndung in Schweden zu entziehen, da er dort bereits aus rassistischen Motiven heraus elf Anschläge auf Menschen verübt hatte. Dabei starb der damals 34-Jährige Student Jimmy Ranjiba.

Freedom for hambach prisoners! Solidaritat amb les preses de Hambach!

Solidaritat amb les preses de Hambach! Solidarity with the Hambi 4! Solidarity greetings from Lleida!

Vier der neun seit der Blockaderräumung am 22. Januar 2018 eingesperrten Aktivisten aus dem Hambacher forst sind noch nicht frei. Heute, 2. März 2018, 12:00, findet eine weitere Haftprüfung am Amtsgericht Kerpen statt. Zeigt Solidarität und unterstützt die Gefangenen!

Freiheit für die Hambi 4! Solidaritat amb les preses de Hambach!

United we stand! Solidarische Grüße aus Lleida, Katalonien!

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Four activists of the occupied Hambach forest are still in custody. Today, Mach 2nd 2018, 12:00, there is another hearing at Amtsgericht Kerpen. Support and show solidarity!

Freedom for the Hambi 4! Solidaritat amb les preses de Hambach!

United we stand! Greetings in solidarity from Lleida, Catalonia!

 

 

 

Kampf ihrer Klassenjustiz!

 

Kampf ihrer Klassenjustiz - Gegen Repression und Ausbeutung!
Kommt zur Antirepressionsdemo am 17.03. nach Hamburg (14 Uhr U-Gänsemarkt)

Im Juli letzten Jahres haben wir mit vielen anderen Menschen zusammen unseren Protest gegen diese Weltordnung auf die Straße getragen. Der Protest war zweifelsohne mehr als die medial behauptete "unpolitische Zerstörungslust". Viele Menschen wollen sich nicht mit einem alternativlosen System zufrieden geben und haben während G20 ihren Wut und ihren Zorn mit den herrschenden Verhältnissen zum Ausdruck gebracht. Ein Zeichen der Unzufriedenheit mit den Verhältnissen, in dem Kriege, Abschiebungen, sozialer Kahlschlag und Repression für viele zum Alltag gehören. Auf der anderen Seite: eine unmissverständliche Ansage des Staatsapparates an die radikalen und selbstbestimmten Teile des Widerstandes: Was sich im Bereich „nicht integrierbar“ bewegt, kann ohne weitere Differenzierungen angegriff en und bekämpft werden.

 

Strasbourg: Aufruf für ein Wochenende gegen das Arcadia und seine Welt am 3. und 4. März

Am 9. Dezember öffnete in Strasbourg das Lokal Arcadia. Dieses Lokal, im Stadtteil Esplanade gelegen (Rue Vauvan 29), wurde von einer rechtsextremen Gruppe, die sich „Bastion Social“ nennt, eröffnet. Die Gruppe gibt es in verschiedenen Städten und bezieht sich positiv auf den Faschismus.

WG gesucht wegen Waldräumung - Solidaritäts-Aktion für den Hambacher Forst

„Neue WG gesucht wegen Waldrodung“ so hieß es am vergangenen Freitag in der Fußgängerzone in Kiel bei einer Solidaritäts-Aktion für den Erhalt des Hambacher Forstes. Mit Masken als Fledermaus, Frosch und Kröte erkennbar, suchten wir an einem kalten Februar-Tag nach einer neuen WG, da wir aus dem Hambacher Forst bei Köln vertrieben werden. Die Flyer sorgten für einige Irritation, kamen jedoch gut an.

Der endgültige Schulterschluss

Nur wenige Tage nachdem der sogenannte Bürgerdialog der AfD und Pegida in Schwerin vorbei war, kündigte die AfD Mecklenburg-Vorpommern für den Montag 12.03.2018 eine Demonstration im Rostocker Stadtteil Evershagen an.[1]

[Stuttgart] 8. März Demo zum Internationalen Frauenkampftag

Am 8. März ist der internationale Frauenkampftag. Vom Frauenbündnis Stuttgart wird es am Donnerstag eine Kundgebung und Demonstration in Stuttgart geben.
Los gehts ab 17.00 Uhr auf dem Schlossplatz mit der Auftaktkundgebung und die Demo startet dann ab 18.00 Uhr.
Nicht nur an diesem Tag, aber eben gerade auch an diesem ist es wichtig für die Befreiung der Frau und die Veränderung der Verhältnisse einzustehen und unsere Vorstellung einer solidarischen Gesellschaft
lautstark auf die Straße zu tragen.
Deshalb kommt mit uns am 8. März auf die Straße und in den klassenkämpferischen Block!

Für mehr Informationen schaut hier nach, facebook: Frauenkollektiv Stuttgart

[RMK] Nix-gut?! Halt deine Schnauze!- Kampagnen-Teaser

Für den 18.-21. Juli kündigt die Pro Trade Integra Gmbh aus Winnenden ein Deutschrock-Festival in Laichingen unter dem Namen "Rock dein Leben" an. Mit Bands wie Krawallbrüder, Frei.Wild, Berseker Berlin, Unantastbar, Goitzsche Front erwartet uns für dieses Datum, mit mehreren tausend TeilnehmerInnen wohl nicht das größte Deutsch, sondern Rechts- & Grauzonenrock-Festival Süddeutschlands.

Und das während die Verantwortlichen zeitgleich über den Versandhandel „Nix-Gut“ noch munter Antifa-Flaggen vertickern. Lange genug wurde dieses zeitgleiche Geld verdienen mit linkem Merch und der Support der Grauzone hingenommen. Aber dieses mal geht es endgültig zu weit. Es wird Zeit dafür zu sorgen, dass ein paar der größten Pusher der Grauzone nicht nebenher noch einen "linken" Laden betreiben können und von antifaschistischen Kräften unbehelligt bleiben.

Dementsprechend rufen wir von unserer Seite unter dem Motto "Nix-Gut? Halt deine Schnauze!" zu einer Kampagne gegen den Grauzone-Store, den Nix-Gut und seine Betreiber auf. Angesichts der Dimension dieses Vorhabens sind wir jedoch auf Unterstützung angewiesen.
Was wir brauchen sind Recherchen, Informationen über das Innenleben des Nix-Gut´s, sowie seinen Bands. Zudem Gruppen, welche uns bei diesem Vorhaben unterstützen. Eine kurze Info zum Festival findet ihr unten. In Kürze folgt weiteres.

Nix-Gut? Halt deine Schnauze!
Smash the Greyzone!

Mumia Abu-Jamal: Gericht verlangt weitere Prüfung

Kampf um gesundheitliche Versorgung teilweise erfolgreich +++ Bewegung in der Prüfung der Revision: neue Termie und fehlende Akten +++ Solidaritätsproteste & Veranstaltungen u.a. in Frankfurt Am Main, München, Potsdam und Berlin +++ Presseauswahl +++ Solidarität mit Gefangenen +++ Abschaffung der Todessstrafe - überall!

[Berlin] Bundesweite Afrin-Soli-Demo und Naziaufmarsch am 3. März

Ein Angriff auf die kurdische Bewegung ist ein Angriff auf uns alle!

Seit dem 20. Januar 2018 attackiert das türkische Militär mit verbündeten islamistischen Banden und ehemaligen IS-Milizionären das Kanton Afrin (kurd. Efrîn). Während der größte Teil Syriens in den vergangenen Jahren vom Bürgerkrieg zerstört wurde, konnte in dieser Region das basisdemokratische Gesellschaftsmodell des „Demokratischen Konföderalismus“ aufgebaut werden. Seit jeher versucht der türkische Staat unter der Regerungspartei AKP die Gesellschaftsordnung, welche die Emanzipation aller dort lebenden Menschen und schließlich Basisdemokratie durchsetzt, zu zerstören. Dabei hat die enge militärische Kooperation beider NATO-Partner eine lange Tradition. Die Türkei wird seit Jahrzehnten von deutschen Rüstungsunternehmen und damit auch von der Bundesregierung fleißig beliefert. Stets wurden diese Waffen dazu verwendet, politische Gegner*innen, vor allem die türkische und kurdische Linke, zu vertreiben und zu ermorden.

Neonazi Outings - Identitäre Bewegung Bremen

Die "Identitäre Bewegung" (IB) ist eine nationalistische, rassistische und antifeministische Organisation, die ideologisch innerhalb der sogenannten "Neuen Rechten" zu verorten ist. Die Theorien der "Neuen Rechten" waren wichtige Bezugspunkte für die Nationalsozialisten und ebneten den Weg in ein faschistisches Deutschland. Oft kooperiert die "IB" mit der "Alternative für Deutschland" und deren Jugendorganisation "Junge Alternative".

40 Tage Rache für Efrîn Bilanz

Seit 40 Tagen greift die Besatzerarmee des faschistischen, türkischen Staates die Menschen in Efrîn (Afrin) an. Seit Tag 1 kam es in vielen europäischen Ländern zu radikalen Aktionen gegen die Instituationen des faschistischen, türkischen Staates und seiner UnterstützerInnen. Eine kleine Bilanz der Wut haben wir hier zusammengestellt, dass sie euch motiviere und ansporne noch mehr solcher Aktionen zu begehen ;)

Öffentliche Leerstandsmarkierung der Initiative für ein Soziales Zentrum

Am 13. Februar markierten einige Aktivist*innen der "Unsere Villa -
Initiative für ein Soziales Zentrum" mehrere leerstehende Gebäude in
Kassel. Sie zeigen damit die zahlreichen Flächen in der Stadt, die
möglichen Nutzer*innen derzeit verwehrt bleiben. Unter anderem besuchten
die Aktivist*innen dabei die ehemals instandgesetzte Villa Rühl, das
entmietete Subkulturprojekt "Haus" und das einst rege genutzte
"Trafohaus" am Lutherplatz. Große Transparente prangern nun den akuten
Mangel an Freiräumen mit dem Slogan "Hier könnte ein Soziales Zentrum
sein" an.

Die Initiative für ein Soziales Zentrum Kassel entstand im Zuge der
unverhältnissmäßigen Räumung der Villa Rühl im vergangenen Sommer.
Zahlreiche Menschen hatten die Öffnung des Gebäudes genutzt um das seit
Jahren leerstehende Gebäude gemeinschaftlich zum Leben zu erwecken. Die
enorme Solidaritätswelle während und nach der Besetzung zeigte erneut
den großen Unmut in weiten Teilen Kassels mit der sozialen
Stadtentwicklung. Die Räumung des Freiraumprojektes "Unsere Villa" war
beispielhaft für den Umgang mit subkulturellen und unkommerziellen
Engagement in der Stadt. Gleichzeitig war und ist sie solidarischer
Protest mit den zahlreichen Miet- und Freiraumkämpfen, die sich in der
Stadt organisieren.

Klara Jannsen, eine der Aktivist*innen, erklärt zur Aktion: "Es macht
uns wütend, jeden Tag die Vielzahl an leerstehenden Gebäuden in der
Stadt zu sehen, während gleichzeitig die Forderung nach Freiräumen oder
bezahlbaren Mieten, so zahlreich seit Jahren hervorgebracht wird.
Gemeinschaftliche Projekte und Mieter*innen werden systematisch aus den
Stadtteilen verdrängt. Dabei zeigen die vielfältigen Projekte für ein
selbstverständliches Recht auf die Stadt, wie stark die Menschen daran
interessiert sind, wie sich diese Stadt gestaltet. Mit der Markierung
haben wir diesen Protest erneut sichtbar gemacht."

Sechs Gebäude wurden gestern markiert. Im Vorfeld der Demonstration am
Samstag für Freiräume in Kassel ist das erneut ein deutliches Zeichen,
dass das Engagement für eine soziale Stadt für und von allen weiterhin
laut und sichtbar ist.

[HH] Merkel muss weg - Erfahrungsbericht zur Infiltrierung

 

Merkel muss weg #5

 

 

 

Seit nun fast einem Monat demonstriert jeden Montag in Hamburg ein „Potpourri: [aus] Identitäre[n], NPD, AfD & Nazihools“ Über die Demo und ihre Akteure ist bereits viel geschrieben und noch mehr gesagt worden und wird es wohl hoffentlich in Zukunft werden. Nicht zuletzt die erste Anmelderin Uta Oglivie und die zweite Anmelderin Jennifer Nathalie Gehse haben die Vorteile und Notwendigkeit antifaschistischer Recherche bewiesen.

 

Dennoch gelingt es bisher nicht zu verhindern, dass sich 250 Menschen mitten im vermeintlich ,,linken Hamburg‘‘ zu einer offen fremdenfeindlichen Demo zusammenfinden.

 

Bisher beschränkten sich die Gegenproteste bis auf einige Rangeleien meist darauf die von 1000 Bullen abgeschirmten rechte Kundgebung im Käfig zu begutachten.

 

Damit sich dieser Zustand nicht verfestigen kann, haben wir uns diese Woche dazu entschieden die Sache von einer anderen Seite anzugehen und möchten hiermit anderen Menschen die Chance geben aus unserer Erfahrung zu lernen und hoffentlich viele für nächste Woche inspirieren.

 

 

 

Unsere Motivation:

 

 

 

Zu aller erst ist vermutlich zu sagen, dass wir den Gedanken unsäglich fanden von nun an Woche für Woche rassistischer Hetze in Käfighaltung anzuschauen. Abgesehen von den offensichtlichen Gründen, warum wir darauf keinen Bock haben ist, dass die Rechten es geschafft haben, den Slogan ,,Merkel muss weg‘‘ für sich zu vereinnahmen und nun implizieren können, jeder der gegen sie demonstriere sei für Merkel. Doch dabei sollte allen Menschen klar sein, dass das Motto zwar ‚Merkel muss weg‘ lautet, doch sie eigentlich „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“ meinen.

 

 

 

Unsere Vorgehensweise:

 

 

 

Da sie das aber so offen nicht sagen können, wollten wir genau diese Unschärfe, die die Neo - Nazis um Thomas Gardlo für sich nutzen, gegen sie verwenden. Denn formaljuristisch ist es schwer, Menschen von einer Demonstration auszuschließen, solange sie deren Grundtenor vertreten. Da Merkel muss weg ja auch eine Forderung ist, die wohl alle progressiven linken Menschen unterstützen müssten, wollten wir unter eben dieser Prämisse ebenfalls an der Demonstration teilnehmen.

 

Die Demo war zwar auf den ersten Blick gut abgeschirmt, doch spätestens auf den zweiten Blick ist das Sicherheitskonzept der Polizei darauf ausgerichtet zu verhindern, dass größere Gruppen von außen in die Demonstration vordringen.

 

Unser Konzept sah es jedoch von Anfang vor nicht von außen in die Demo einzudringen, sondern als ganz ,,normale Teilnehmer*innen‘‘ auf die Demonstration zu gehen. Gerade das bewusste Abzielen auf ein konservatives, bürgerliches Spektrum erschwert es den Bullen Menschen nach ihrem Äußerlichen zuzuordnen, wie sie es sonst immer tun. Wer also nicht angezogen ist, wie es dem links(radikalen) Klischee entspricht hat also unser Erfahrung nach wenige Probleme bis zur Demo durch zu kommen. Ein zwei freundliche Lächeln für die Bullen an den Kontrollpunkten und schon war man mitten drin bei den besorgten Bürgis. Vermutlich ist es auch hilfreich ein paar ,,Merkel muss weg‘‘ Schildchen oder hässliche Deutschlandfahnen dabei zu haben.

 

 

 

Unsere Erfahrung:

 

 

 

Bereits letzte Woche gab es einige Menschen, die ihren Gegenprotest bis auf die Merkel muss weg Kundgebung getragen haben, doch unserem subjektiven Empfinden nach wurde diese Taktik diese Woche vermehrt angewandt. Soweit wir dies beurteilen können, war jedoch keine Gruppe groß ( oder organisiert) genug um sich über einen nennenswerten Zeitraum auf der Demo zu halten. Und das bringt uns zu unserer ersten und vermutlich wichtigsten Erfahrung:

 

Die Bullen interessierte es nicht, ob man theoretisch an der Versammlung hätte teilnehmen dürfen. Sobald man linke Parolen skandiert, eine linke Fahne hisst oder gar ein Transpi entrollt, wie es eine weitere Gruppe getan hat, werden alle Personen gewaltsam und ohne Ansage aus der Demo gedrängt.

 

Wer die Hamburger Polizei kennt, weiß zwar, dass rechtliche Vorgaben eher als Orientierung gehandhabt werden, dennoch lag zumindest bei uns in der Vorbereitung der Fokus mehr auf dem Selbstschutz angesichts des gewaltaffinen Teils der „Merkel muss weg“ Kundgebung und nicht so sehr auf der Polizei.

 

 

 

 

 

Unsere Fehler:

 

1. Eine solche Aktion lebt davon, dass man eine kritische Masse an Menschen zusammenbekommt, die nicht einfach problemlos von den Bullen aus der Demo gedrängt werden kann. Unserer Meinung nach liegt diese bei 30-50 Leuten, die als koordinierte Gruppe agieren und sich gemeinsam an einem strategisch klug gewählten Ort zusammenfinden.

 

 

 

2. Das Agieren der Polizei hat uns gezeigt, dass es unabdingbar ist, bei einer solchen Aktion eine*n Anwält*in dabei zu haben. Allein die Anwesenheit einer juristisch versierten Person, die die Polizei mit ihrem Fehlverhalten konfrontiert, hätte dies unserer Meinung nach verhindern oder verlangsamen können.

 

 

 

3. Es ist für solche Aktionen praktisch im Vorfeld eine Person zu finden, die die Aktion dokumentiert. Die Fremdenfeinde stehen praktisch komplett abgeschirmt in ihrem Käfig und es sind nur relativ wenige Journalist*innen anwesend, weshalb man sich nicht drauf verlassen kann, dass jemand genau dort steht, wo man die Aktion dokumentieren könnte.

 

 

 

 

 

Unser Fazit:

 

 

 

Obwohl wir den Versuch sich auf die Nazi Demo einzuschleichen bisher, wie den ganzen Gegenprotest, definitiv nicht als Erfolg werten, hoffen wir durch unseren Bericht einen weiteren Weg für möglichen Protest aufgezeigt zu haben.

 

Unserer Erfahrung nach wäre ein Einschleichen mit überschaubarem Aufwand erfolgreich zu gestalten und würde, wenn man aus unseren Fehlern lernt, sowohl Polizei als auch Anmelder*in der Demo vor ein Problem stellen. Für die Polizei würde es allein einen erheblichen logistischen Mehraufwand darstellen die Teilnehmer*innen schon im Vorfeld einzuordnen. Mal abgesehen davon, dass sie offiziell niemandem, der*dem nicht nachgewiesen werden kann, dass Störung der Demo die einzige Absicht ist, am Zugang zu einer angemeldeten Versammlung gehindert werden kann, würde diese Arbeit eine Menge Polizeikräfte binden, die ggfs. an anderer Stellen fehlen und dort mehr aktiven Protest ermöglichen würden. Außerdem müsste die Polizei dieses Prozedere mit den meisten Teilnehmer*innen machen, was neben Personal auch ne Menge Zeit verbraucht.

 

Wir rufen daher alle Menschen auf, unserem Beispiel zu folgen und nächste Woche zu zeigen, dass wir, wenn wir gegen Rassismus, Diskriminierung und Fremdenhass und für ein bedingungsloses Bleiberecht für alle Menschen demonstrieren, das auch heißt, dass Merkel weg muss. Und mit ihr das ganze auf Ausbeutung und Ausgrenzung basierende Scheißsystem.

 

 

 

Es gilt unserer Meinung nach, den Faschist*innen die bürgerliche Maske zu entreißen und klar zu machen, dass die einzige Alternative zur bestehenden Traurigkeit nicht in einem Neofaschistischen Law & Order Staat, sondern in einem solidarischen gleichberechtigten Leben liegt.

 

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