Gender

Inhalt oder Poser-Bilder? Eine Analyse am Beispiel eines Adbustings zum NSU-Urteil

Mit Adbustings (Was ist Adbusting?) haben am 5.11.2018 "Autonome Gruppen" auf die mangelnde Aufklärung im NSU-Prozess hingewiesen. U.a. mit dem Slogan: "Beate Tschäpe wurde verurteilt. Andreas Temme nicht" zeigen die Künstler*Innen, dass es neben dem Trio noch viele weitere Personen und auch Nazis aus den Geheimdiensten in den braunen Terror verstrickt waren. Nebenbei lassen sich exemplarisch an den Bildern der Aktion Probleme der Aktionsform in Vermittlungs- und Gestaltungsfragen aufzeigen.

Warum und wie die Goldene Morgenröte unter uns weilt

Der folgende Text war 2015 von Anazopyrosi [ein griechisches Wort, das sowohl Wiederaufleben als auch Wiederauferstehung bedeutet] geschrieben worden (aber erst 2016 veröffentlicht), ein libertäres Kollektiv, das in den beiden Vorstädten Athens Nea Ionia und Iraklio aktiv war, sich 2016 auflöste und wovon wir Teil waren. Wir entschieden uns, ihn auf Englisch zu übersetzen für Genossen im Ausland, da die gängige Erzählung über die Goldene Morgenröte (GM) dazu tendiert, einige Aspekte der GM beiseite zu lassen, die wir für wesentlich halten, um ihren Aufstieg und Niedergang zu interpretieren. Das hat mit den etablierten linken Parteien und Organisationen zu tun und es ist mit den Prozessen gegen die GM klar geworden. Die GM ist in der Tat eine kriminelle Organisation wie es die Linke behauptet. Um diesen kriminellen Charakter der GM zu unterstreichen, sprechen diese Linken allerdings fast nur über ihren illegalen Aktivismus auf der Strasse wie Angriffe gegen Einwanderer und Antifaschisten. Doch die kriminellen Aktivitäten der GM beschränken sich nicht darauf: Ihre zentralen kriminellen Aktivitäten waren jene in Beziehung mit der Mafia, den kriminellen Fraktionen des Kapitals. Die GM scheint in Menschen-, Drogen- und Waffenhandel involviert zu sein. Diese Dimension findet man nirgends im Prozess gegen die GM, weil sie ihre Beziehungen zu einigen der mächtigsten griechischen Kapitalisten und ihre kriminellen Aktivitäten offenlegen würde (hier findet man die Prozessakten des Prozesses gegen die GM, die mafiösen Aktivitäten fallen v.a. durch ihre Abwesenheit darin auf). Die im Prozess involvierten linken Organisationen schweigen grösstenteils zu diesem Aspekt, entweder aus Angst oder aufgrund ihrer jeweiligen politischen Agenda – während vielen Jahren war die antifaschistische Bewegung gegen die GM aufgrund des allgemeinen Rückgangs anderer Aspekte des Klassenkampfes das einzige, was viele linke (und anarchistische und andere) Organisationen am Leben erhielt.

Der Titel des Textes ist eine Parodie einer Bücherreihe eines griechischen rechtsradikalen Verschwörungstheoretikers Warum und wie sie unter uns weilen, die antike Griechen, Ausserirdische, Engel, Illuminati, Juden, Putin, moderne Geopolitik und vieles mehr in einer derart lächerlichen Mischung kombiniert, dass sie einem auf einen Acidtrip mitten im Weltraum katapultiert.

Die Fussnoten waren nicht Teil des Originaltextes. Wir fügten sie hinzu, um einige Dinge einigermassen zu erklären, die in Griechenland als hinlänglich bekannt betrachtet werden.

Das Freiluftgefängnis der kapitalistischen Moderne

Der nachfolgende Text ist als Debattenbeitrag zur aktuellen Lage der politischen linken Kräfte in Deutschland zu verstehen. Die Analyse des Beitrages kann und soll auch nicht vollständig sein, sondern zu einer weiteren Diskussion anregen und mit Hilfe des Vergleiches zum kurdischen Gefängniswiderstandes in der 80er Jahren, zur Weiterentwicklung unserer politischen Praxis anregen.

Burschenschaften in Leipzig

Seit einiger Zeit erstarken die totgeglaubten Burschenschaften in Leipzig wieder. Die rechtsextremen Burschenschaften Germania, Arminia, Dresdensia, Alemannia, Normannia und Saxonia sind wieder da. Früher blieben sie eher unter sich, die Veranstaltungen waren intern und die Orte nicht bekannt, aber seit neuem treten die Burschenschaften wieder öffentlich auf und verbreiten ihre rassistischen, sexistischen und revanchistischen Ideologien.

Gǎi Dào Nr. 95, November 2018 erschienen

Liebe Jungs, jetzt heisst es warm anziehen.
Das Zine Dismantling the boy’s club ist von Fabzi und der AgDo ins Deutsche übersetzt worden. Diese überaus lesenswerte Broschüre beschäftigt sich mit der Rolle von männlich gelesenen Personen in der (Anarchistischen) Bewegung. Manchmal tuts weh, hilft aber dabei, eigene Privilegien zu reflektieren. Voraussichtlich werden auch einzelne Kapitel daraus in der GaiDao abgedruckt werden

Aufruf für einen schwarzen 9. November

 

Der 9. November ist ein Tag des Kämpfens. Denn da die Wurzeln des Faschismus niemals ausgerissen wurden, gedeiht er weiter und ist heute wieder stark. So bedarf es heute auch unserer Stärke. Da es auf jeden einzelnen und somit auch auf uns ankommt im Kampf gegen den Faschismus, müssen wir uns der Verantwortung stellen und den Kampf gegen den Faschismus führen mit aller Kraft, die wir haben. Dabei müssen wir stets beides schaffen: Unser Kampf muss sich immer gegen den Faschismus als gesellschaftlichen Auswuchs wenden, wie auch gegen den Staat, der die Bedingungen für den Faschismus schafft und beschützt.

 

Film im Widerstand - "Deckname Jenny" in Mecklenburg Vorpommern

Mecklenburg Vorpommern Tour mit dem politischen Spielfilm 2Deckname Jenny". Und mit ein paar Infos rund um den Film...

Anarchafeministisches Fanzine Nebenwidersprüche erschienen

Cover der 1. Ausgabe von Nebenwidersprüche. Darauf ist ein stilisierter Uterus, der ein Kreuz zerbricht zu sehen.

Anlässlich des 1000-Kreuze-Marschs 2018 in München und den feministischen Protesten dagegen, haben wir ein Anarchafeministisches Fanzine namens Nebenwidersprüche ins Leben gerufen

"Für einen antirassistischen Feminismus - Krallen ausfahren bei rassistischer Hetze der AfD und Leyla Bilges Pseudofeminismus" Demo 10.11 14 Uhr Greifswald

Am 10. November wollen wir, das feministische Kollektiv Greifswald, auf die Straße gehen, um ein Zeichen für einen antirassistischen Feminismus zu setzten. Die AfD die sich sonst als Männerpartei un durch antifeministische Rethorik hervortut, will sich an deiesem Tag durch eine Demonstration durch Greifswald als Frauenrechtspratei darstellen.

// On the 10th of November we, the feminist collectiv g-wood, want to demonstrate together to send a sign for an antiracist feminism. The AfD, known as a party of men and for antifeminist rhetoric, wants to present itself as a defenfer of women rights. //

27. Oktober in München: Pro Choice Demo gegen den 1000 Kreuze Marsch

Pro Choice Aktivist*innen präsentieren das Fronttransparent. Darauf steht: Ihr könnt uns kreuzweise!

Am 27. Oktober 2018 wollen radikale Abtreibungsgegner*innen in München einen sogenannten 1000-Kreuze-Marsch veranstalten. Die zumeist religiös-fundamentalistisch motivierten Abtreibungsgegner*innen sprechen Schwangeren jedes Recht auf Selbstbestimmung ab und wollen ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen auf gesetzlicher Ebene erwirken und eine Stigmatisierung von Personen, die einen Schwangerschaftsabbruch durchgeführt haben. Zugleich propagieren die Fundamentalist*innen ihr konservatives christliches Familienbild und ihre rigide Sexualmoral.

Wir rufen dazu auf, diese antifeministische und heteronormative Hetze nicht unwidersprochen zu lassen. Beteiligt euch an unserer feministischen Pro Choice Demonstration und wendet euch mit dezentralen Aktionen gegen den Marsch der Abtreibungsgegner*innen.

Unsere Demonstration beginnt um 13 Uhr auf dem Max-Joseph-Platz

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