Es kam schon weit schlimmeres als dieser Text in den letzten Tagen, trotzdem kann ich mir ein paar Anmerkungen nicht verkneifen.
Die Covid19-Pandemie macht Angst. Eigentlich allen und wem sie keine Angst macht, dem kann man im besten Fall hoffnungslosen Optimismus, im schlechtesten Fall größtmöglichen Egoismus bzw. Blödheit unterstellen.
Diejenigen, die jetzt zur Zusammenrottung aufrufen, können mich gerne einen autoritätshörigen Liberalen schimpfen, aber in der aktuellen Situation spricht weit weniger gegen eine Ausgangssperre als dafür. Eine zeitweilige räumliche Isolation wäre im übrigen sicherlich auch das, wozu sich eine befreite Gesellschaft entschließen würde, denn es geht um das Retten von Menschenleben. Wenn dies vom ohnehin autoritären Staat durchgesetzt wird, bereitet mir das weniger schlaflose Nächte als manch anderes (zumindest aktuell, wo es keinerlei Versorgungsengpässe gibt, Stichwort Plündern).
Junge, sich gesund fühlende Menschen mögen sich von Covid19 nicht bedroht fühlen, da vornehmlich Ältere und Kranke vom Virus hart getroffen werden. Soviel Ignoranz gegenüber anderen Menschen ist schon abstoßend genug, weiter verkennen Viele einen wichtigen Faktor: Aktuell sind die Infiziertenzahlen noch recht überschaubar, sie steigen dennoch rasend und werden wenn es so weiter geht, die medizinische Versorgung u.a. in diesem Land zum Erliegen bringen. Wenn es so weit ist, werden viele Menschen an heilbaren Krankheiten und behandelbaren Verletzungen sterben- aich junge Menschen. Der Charakter der Klassengesellschaft wird besonders deutlich zu Tage treten, denn die Reichen werden nicht diejenigen sein, die auf medizinische Behandlung verzichten müssen. Am härtesten wird es die ohnehin Prekarisierten treffen. Vorher werden zahlreiche Existenzen zerstört, Menschen können die Miete nicht mehr aufbringen, weil sie ihre Jobs verlieren und dann wird der Staat tatsächlich seine hässlichste Fratze gegenüber denen, die garnichts mehr (zu verlieren) haben, zeigen.
Wer als Linke/r allen Ernstes glaubt, diese Situation habe dann irgendein revolutionäres Potential, hat definitiv jeden Bezug zur Realität verloren und blendet aus, wie die deutschen Verhältnisse vor Cornona aussahen.
Ich maße mir nicht an, erklären zu wollen, was jetzt zu tun ist, ich hoffe aber, die Aufrufe zu Demos und ähnlichem gehen nur auf eine ganz kleine Zahl recht unreflektierter Linker zurück. Stattdessen ist es jetzt wohl tatsächlich mal die Zeit, seine politischen Netzaktivitäten hochzuschrauben und die digitale Vernetzung voranzutreiben. Bildet digitale Banden!
Natürlich kann man auch jetzt auf der Straße aktiv bleiben, aber eben solo oder mit den Menschen, mit denen man eh zusammen lebt. Ein wichtiges Thema ist es jetzt, sofern nicht eh selbst betroffen, Solidarität mit all den Menschen zu zeigen, die Miete und/oder Nebenkosten nicht mehr zahlen können. Die Forderung nach Mietverzicht muss auf die Tagesordnung gesetzt werden.
Natürlich ist es auch wichtig, weiter als bisher die aktuell schon hart getroffenen wie alte Menschen, Obdachlose, etc. zu unterstützen-aber eben nicht durch Schwachsinnsaktionen, die die Verbreitung des Virus fördern, sondern mit gebotener Vorsicht.
Wie gesagt, ich habe keine Lösungen, aber bittedenkt bei allem, was ihr tut an die Millionen Menschen, für die diese Krankheit lebensbedrohlich ist oder bald werden könnte!!!
Herrschaftszeiten!
Es kam schon weit schlimmeres als dieser Text in den letzten Tagen, trotzdem kann ich mir ein paar Anmerkungen nicht verkneifen.
Die Covid19-Pandemie macht Angst. Eigentlich allen und wem sie keine Angst macht, dem kann man im besten Fall hoffnungslosen Optimismus, im schlechtesten Fall größtmöglichen Egoismus bzw. Blödheit unterstellen.
Diejenigen, die jetzt zur Zusammenrottung aufrufen, können mich gerne einen autoritätshörigen Liberalen schimpfen, aber in der aktuellen Situation spricht weit weniger gegen eine Ausgangssperre als dafür. Eine zeitweilige räumliche Isolation wäre im übrigen sicherlich auch das, wozu sich eine befreite Gesellschaft entschließen würde, denn es geht um das Retten von Menschenleben. Wenn dies vom ohnehin autoritären Staat durchgesetzt wird, bereitet mir das weniger schlaflose Nächte als manch anderes (zumindest aktuell, wo es keinerlei Versorgungsengpässe gibt, Stichwort Plündern).
Junge, sich gesund fühlende Menschen mögen sich von Covid19 nicht bedroht fühlen, da vornehmlich Ältere und Kranke vom Virus hart getroffen werden. Soviel Ignoranz gegenüber anderen Menschen ist schon abstoßend genug, weiter verkennen Viele einen wichtigen Faktor: Aktuell sind die Infiziertenzahlen noch recht überschaubar, sie steigen dennoch rasend und werden wenn es so weiter geht, die medizinische Versorgung u.a. in diesem Land zum Erliegen bringen. Wenn es so weit ist, werden viele Menschen an heilbaren Krankheiten und behandelbaren Verletzungen sterben- aich junge Menschen. Der Charakter der Klassengesellschaft wird besonders deutlich zu Tage treten, denn die Reichen werden nicht diejenigen sein, die auf medizinische Behandlung verzichten müssen. Am härtesten wird es die ohnehin Prekarisierten treffen. Vorher werden zahlreiche Existenzen zerstört, Menschen können die Miete nicht mehr aufbringen, weil sie ihre Jobs verlieren und dann wird der Staat tatsächlich seine hässlichste Fratze gegenüber denen, die garnichts mehr (zu verlieren) haben, zeigen.
Wer als Linke/r allen Ernstes glaubt, diese Situation habe dann irgendein revolutionäres Potential, hat definitiv jeden Bezug zur Realität verloren und blendet aus, wie die deutschen Verhältnisse vor Cornona aussahen.
Ich maße mir nicht an, erklären zu wollen, was jetzt zu tun ist, ich hoffe aber, die Aufrufe zu Demos und ähnlichem gehen nur auf eine ganz kleine Zahl recht unreflektierter Linker zurück. Stattdessen ist es jetzt wohl tatsächlich mal die Zeit, seine politischen Netzaktivitäten hochzuschrauben und die digitale Vernetzung voranzutreiben. Bildet digitale Banden!
Natürlich kann man auch jetzt auf der Straße aktiv bleiben, aber eben solo oder mit den Menschen, mit denen man eh zusammen lebt. Ein wichtiges Thema ist es jetzt, sofern nicht eh selbst betroffen, Solidarität mit all den Menschen zu zeigen, die Miete und/oder Nebenkosten nicht mehr zahlen können. Die Forderung nach Mietverzicht muss auf die Tagesordnung gesetzt werden.
Natürlich ist es auch wichtig, weiter als bisher die aktuell schon hart getroffenen wie alte Menschen, Obdachlose, etc. zu unterstützen-aber eben nicht durch Schwachsinnsaktionen, die die Verbreitung des Virus fördern, sondern mit gebotener Vorsicht.
Wie gesagt, ich habe keine Lösungen, aber bittedenkt bei allem, was ihr tut an die Millionen Menschen, für die diese Krankheit lebensbedrohlich ist oder bald werden könnte!!!