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Stadt Nürnberg ermöglicht RassistInnen von Pegida noch mehr Raum für Hetze. AktivistInnen rufen zur Gegenwehr auf.

Am Donnerstag, den 25. Juni wollen die RassistInnen und NationalistInnen von Pegida Nürnberg bei ihrem zehnten Hetz-Marsch nicht wie gewohnt ein paar Schritte laufen, sondern vom Rathenauplatz bis zum Kaulbachplatz. Das sind fast 1,5 Kilometer und stellt somit eine neue Form der Provokation durch die Rechten dar. Proteste sind von DiDF am Auftakt und von Bündnis Nazistopp am Endpunkt der RassistInnen angemeldet. Die Antifa-Aktions Kneipe der Organisierten Autonomie (oa) mobilisiert für eine antifaschistische Radtour am 22. Juni um 18 Uhr am Rathenauplatz. Zusätzlich rufen die AktivistInnen am Donnerstag dem 25. Juni zu einer Demo um 18.30 Uhr auf, die am Prinzregentenufer startet und zur Gegenkundgebung am Rathenauplatz führt.

Die Radtour soll dazu dienen, AnwohnerInnen im Vorfeld aufzuklären, sie zum Gegenprotest aufzurufen und ihnen auch ein paar praktische Ideen für den Tag selbst an die Hand zu geben. Zu erwarten ist, dass die Stadt und ihre Polizei den Rechten auch diesmal einen Wohlfühlkorridor schaffen wird – zumindest wird sie es versuchen. Doch wir werden da sein und den RassistInnen unseren Protest entgegenstellen.

 

Pegida Nürnberg tritt nach wie vor mehr oder minder regelmäßig auf. Und auch wenn die Zahl der GegendemonstrantInnen nach wie vor beachtlich ist und die Menge der Pegida-AnhängerInnen um ein vielfaches übersteigt, geht die Teilnahme langsam aber sicher zurück Viele Menschen wissen gar nicht mehr, dass es Pegida in Nürnberg überhaupt noch gibt. Die Medien berichten kaum noch. Aber: Je enger man die Räume um die Rechten zieht, desto weniger Spielraum haben sie selbst. In anderen Städten wo die RassistInnen mehr Freiräume besitzen sind Übergriffe und Anschläge auf Linke und MigrantInnen an der Tagesordnung.

 

Die HetzerInnen von Pegida und Co haben ihre Spuren auch in gesellschaftlichen Debatten, wie der aktuellen Asylrechtsverschärfung, hinterlassen. Scheinen sie auch noch so kläglich: selbst die 30 RassistInnen hier tragen ihren Teil zu einer Zuspitzung des rassistischen Klimas bei, welches durch die etablierten Parteien so und so schon geschaffen wurde. Die Hetze von den Straßen Dresdens und allen anderen Städten wurde aufgegriffen und soll nun in dieser weiteren Gängelung von Asylsuchenden einen menschenverachtenden Ausdruck finden.

 

Um auch den eigenen Inhalten Raum zu geben, wollen wir zu einer kurzen Demo aufrufen. So wichtig der direkte Protest gegen die rechte Hetze ist, so wichtig ist es auch, die eigenen Positionen und Utopien auf die Straße zu tragen. Wir wollen das in Form einer kurzen Kundgebung und Demo am Prinzregentenufer machen – der Ort, an dem die RassistInnen jetzt fast alle zwei Wochen waren. Im Anschluss zieht die Demo hoch zum Rathenauplatz, um sich dann mit den Protesten dort zu vereinen.

 

 

 

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