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Hamburger Neonazi-Hooligans rufen auf zum „Tag der deutschen
Patrioten" - auch PEGIDA-Hamburg will aktiv werden

Wie dem Hamburg Büdnis gegen Rechts vor kurzem bekannt wurde, wollen am 12.9.2015 Hamburger Neonazis unter dem Motto „Tag der deutschen Patrioten“ in Hamburg ihre rassistische Hetze auf die Straße tragen. Sie wollen ihre Veranstaltung unter dem Label „Gemeinsam sind wir stark“ durchführen - also jenem HoGeSa-Label, unter dem im letzten Jahr bereits gewalttätige
Neonazi-Hooligans in Köln und Hannover randaliert haben.

Einer ihrer Frontmänner ist der vorbestrafte Neonazi, Hooligan und ehemalige NPD-Kader Thorsten de Vries, der auch im letzten Jahr in Köln als Redner auftrat. Unterstützt wird er vom Veranstaltungsleiter des Hooligan-Aufmarschs in Köln und HoGeSa Regionalleiter West Andreas Kraul.

Ein erneuter Versuch
De Vries hatte den im November gescheiterten Versuch einen
HoGeSa-Aufmarsch in Hamburg durchzusetzen damals schon im Vorfeld massiv kritisiert und Teile der Kölner Marschierer als "Spastis" beschimpft. Auch eine Hamburger Aktionsgruppe der HoGeSa sorgte durch deutliche Distanzierung für Irritation in der Szene: "Ihr habt doch überhaupt keine Ahnung davon, was hier in Hamburg los ist, wenn der FC Sankt Pauli und seine Antifa-Szene in Hamburg gegen euch mobilisiert."

Gleichzeitig hatte de Vries aber auch schon damals versprochen, dass man nach genügender Vorbereitungszeit mit den 'echten, politischen Hools' einen Aufmarsch nachholen werde. Nun scheint ein Strohmann für de Vries eine entsprechende Mobilisierungsseite ins Netz gestellt zu haben. DieFacebook-Veranstaltung wurde inzwischen aber wieder entfernt. Mit volksverhetzenden und rassistischen Kampfbegriffen wie „Volkstod“ und „Überfremdung“ propagieren sie, es sei Zeit für ihre „Revolution“, die in Hamburg am 12.9. beginnen solle. Hierzu soll die gesamte bundesdeutsche Neonazi-Szene sowie das Pegida-Millieu mobilisiert werden. Auch Pegida-Hamburg solidarisiert sich mit dem geplanten Nazihool-Aufmarsch und mobilisiert auf der eigenen Facebook-Seite ebenfalls für den 12.9..

Geworben wird mit bekannten RednerInnen. Auf der Gästeliste steht die Ex-AfDlerin und aktuelle Pegida-Sprecherin Tatjana Festerling. Diese war bereits nach ihrer Teilnahme am HoGeSa Aufmarsch in Köln von den dortigen Gewaltausbrüchen euphorisiert und schrieb auf Facebook: "Heute Abend ziehe ich meinen Hut vor den Hools, vor Euch."

Auch die bekannten Islamhasser Michael Stürzenberger und Akif Pirinci stehen auf der Gästeliste. Zudem der Hamburger NPD-Spitzenkandidat Lennart Schwarzbach, der Hamburger NPD-Strippenzieher Jan-Steffen Holthusen und das ehemalige Bundesvorstandsmitglied der Partei, Matthias Faust sind
ebenfalls dort zu finden. So verwundert es auch wenig, dass sich die Organisatoren eines Banners bedienen, welches fast identisch mit dem des Naziaufmarsches "Tag der deutschen Zukunft" (TDDZ) ist, welcher alljährlich von Kameradschaftern mit teilweiser Unterstützung der NPD veranstaltet wird. Das Spektrum, welches zum Aufmarsch nach Hamburg mobilisiert werden soll, reicht von organisierten Neonazis bis hin zu Personen aus der Hamburger
AfD und Burschenschaftern.

Dass rechte Hooligans wie Thorsten de Vries ihre rassistische Hetze in Hamburg auf die Straße bringen wollen, müssen alle demokratischen, antifaschistischen und antirassistischen Kräfte gemeinsam verhindern. Hier wollen die üblichen Verdächtigen vom Neonazi bis zum bürgerlichen Pegida-Rassisten ihre braune Suppe auf der verfehlten Einwanderungspolitik Deutschlands und der EU kochen. Die Abschottung der Grenzen, der Kampf mit Kriegsschiffen gegen Flüchtlingsboote und der Ruf nach schnelleren Abschiebungen ermuntert das braune Pack erst, die Sache selbst in die Hand nehmen zu wollen. Wir setzten uns hingegen für eine offene und solidarische Gesellschaft für alle Menschen ein.

Sicher ist, dass ein geplanter Neonazi- und Hooligan Aufmarsch in
Hamburg nicht ohne massive Gegenwehr vonstatten gehen wird. Das Hamburger Bündnis gegen Rechts ruft daher alle demokratischen, antifaschistischen und antirassistischen Kräfte dazu auf, die Entwicklungen genau zu beobachten und frühzeitig gegen den geplanten Aufmarsch aktiv zu werden.

Hamburger Bündnis gegen Rechts

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