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Blockade der zentralen Volkswagen-Fabrik durch Klimagerechtigkeitsbewegung

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Heute am 13.08.2019 blockieren koordinierte Kleingruppen der Klimagerechtigkeitsbewegung einen mit fabrikneuen Fahrzeugen beladenen Autozug um auf die verfehlte Klimapolitik der Bundesregierung im Bezug auf Mobilität aufmerksam zu machen und eine sofortige Verkehrswende zu fordern. Zu diesem Zweck wird der Zug mittels einer beeindruckenden Kletteraktion sowie mehreren angeketten Menschen über viele Stunden festgesetzt.

Den Aktivist*innen ist klar, dass auch Autos in dem Mobilitätsmix der Zukunft noch eine, wenn auch untergeordnete Rolle spielen werden. Aber nur wirklich notwendige Autos sollen verwendet sowie öffentliche und klimafreundliche Alternativen viel stärker ausgebaut und attraktiv gemacht werden.

Die Forderungen der Aktivist*innen richten sich somit nicht an Menschen, die mit dem Auto zur Arbeit fahren, oder für Autokonzerne arbeiten, sondern an die Politik und Konzerne, sowie an alle Bürger*innen Deutschlands, sich aktiv für eine klimagerechte Verkehrspolitik einzusetzen.

„Die Probleme sind struktureller Art und individuelle Lösungen reichen nicht aus – eine solidarische Wirtschaft jenseits von Wachstumszwang ist möglich und angesichts der Klimakrise auch dringend nötig!“ - so David Neisser, einer der angeketteten Aktivist*innen.

Die Aktivist*innen fordern den sofortigen, flächendeckenden Ausbau des klimafreundlichen und kostenlosen öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV). Die bereits bestehende Expertise hierfür muss endlich genutzt werden. Der Autoverkehr in Städten soll radikal minimiert und die Nutzung von Fahrrädern, Trams und Fußwegen attraktiv gemacht werden.

Deutschland hat sich im Pariser Abkommen verpflichtet, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Der Sonderbericht des IPCC zu 1,5 Grad (SR 1.5) beschreibt nötige Maßnahmen mit „niedagewesene Veränderungen in allen Lebensbereichen“ - Im Bereich der Möbilität fordern wir solche nun ein!

„Wachstum ist keine Option, denn eine absolute Entkoppelung von Wachstum und Ressourcenverbrauch hat sich historisch als unmöglich erwiesen“, so die Ökonomin Friederike Habermann. Die Blockierenden fordern einen Umbau wirtschaftlicher Strukturen nach dem Vorbild solidarischer Landwirtschaften orientiert an Bedürfnissen und Fähigkeiten anstatt Profitorientierung. Die Ressourcen unserer Erde gehören allen Menschen und sollten auch als Gemeingüter behandelt werden.

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Die Gruppe, die hinter dieser Pressemitteilung steht, hat sich am letzten Waggon festgekettet.

Die Aktion kursiert auf Twitter unter den Hashtags #autofrei, #verkehrswende, und #blockVW.

Fotos der Aktion gibt es in unserer privaten Cloud: https://oc2.links-tech.org/s/cbNgeXszEabe8lB

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