Großereignis in Lüchow-Dannenberg: Die Kulturelle Landpartie lockt Jahr für Jahr zigtausende Besucher in die Region zwischen Schnega und Schnackenburg. Zwölf Tage lang steht das Wendland im Zeichen von Kunst, Kultur, Kulinarik und Kommerz, ist der Landkreis voll mit Besuchern - für viele die schönste Zeit des Jahres. Vielen anderen aber graut es vor der Zeit zwischen Himmelfahrt und Pfingsten. Weil dann viele Dörfer und Straßen verstopft sind, wild geparkt und gecampt und Lüchow-Dannenberg zu einem riesigen Freilichtmuseum wird. Und in den vergangenen Jahren mehrfach auch zum Ort schwerer Straftaten. Vor allem in jüngerer Vergangenheit kam es in Lüchow-Dannenberg während der KLP und auch schon in den Tagen und teilweise Wochen zuvor zu Brandstiftungen, Sachbeschädigungen und Landfriedensbruch - eine Entwicklung, auf die die Polizei in diesem Jahr mit deutlich mehr Personal und höherer Präsenz reagiert. Und nicht nur die Polizei ist in erhöhter Alarmbereitschaft.
"Reagieren in diesem Jahr"
"Natürlich sind bei uns die Geschehnisse der vergangenen Jahre präsent. Und darauf reagieren wir in diesem Jahr", sagt Kai Richter, Pressesprecher der auch für Lüchow-Dannenberg zuständigen Polizeiinspektion Lüneburg. Die "Geschehnisse", das sind vor allem schwere Straftaten, die sich 2016 und im vergangenen Jahr ereigneten: 2016 brannte während der KLP das Einkaufszentrum Jeetzelallee in Dannenberg nieder, in Lüchow scheiterte zeitgleich der Versuch, das Gebäude eines Textildiscounters in Brand zu setzen. An beiden Orten fanden die Ermittler Hinweise auf politisch motivierte Straftaten, Botschaften, die sich gegen das Unternehmen kik richteten - sowohl in Dannenberg als auch in Lüchow waren Läden dieser Firma Ziel der Brandanschläge. Genau wie 2018, als in Lüchow erneut die kik-Filiale Ziel einen Brandanschlages wird. Wieder während der KLP. Zeitgleich greifen unbekannte das in der Nähe befindliche Gebäude der Arbeitsagentur in Lüchow mit Steinen und Farbe an. Wieder geht die Polizei von Tätern aus dem linken Spektrum aus.
Verfahren laufen noch immer
Und an Pfingsten 2018 kam es zu einem Ereignis, das bundesweit Aufmerksamkeit erregte: In Hitzacker marschierten rund 80 teilweise vermummte Linksautonome vor dem Privathaus eines Polizisten in Hitzacker auf und versetzten die Familie des Staatsschutz-Beamten in Angst und Schrecken. Bei einem anschließenden Polizeieinsatz gegen die Teilnehmer der Aktion wurden mehrere Menschen verletzt. Ermittlungen gegen dabei eingesetzt Beamte wurden wieder eingestellt, jene gegen eine ganze Reihe von Teilnehmern der Aktion laufen weiterhin.
Bislang keine Täter ermittelt
Ebenfalls 2018 setzte sich die Reihe von Schmierereien auf Verkehrsschildern an Lüchow-Dannenberger Straßen im Vorfeld der KLP und auch während der zwölftägigen Großveranstaltung fort. Wie schon in den Vorjahren richteten die Täter einen Sachschaden in Höhe von mehreren Zehntausend Euro an. Bis heute sind nicht alle Schilder gereinigt oder ausgetauscht. Genau wie in den Fällen von Brandstiftung blieb die Suche nach den Tätern bislang erfolglos. In diesem Jahr soll es nun erst gar nicht zu solchen Straftaten kommen: In dieser "polizeilich sensiblen Zeit", die sich über einen längeren Zeitraum erstreckt, sei die Polizei in Lüchow-Dannenberg mit deutlich mehr Personal ausgestattet, deutlich mehr Streifenwagen seien unterwegs, teilweise besetzt mit Polizisten der Bereitschaftspolizei. Bereiche wie das Umfeld der kik-Geschäfte seien besonders im Fokus und würden als "besonders sensibel" angesehen, so Pressesprecher Kai Richter. Aber auch generell solle mehr Polizeipräsenz potenzielle Täterinnen und Täter abschrecken. "Man muss während dieser Zeit damit rechnen, auch mal kontrolliert zu werden", betont Richter. rg
Bullenschweine im Landkreis
Großereignis in Lüchow-Dannenberg: Die Kulturelle Landpartie lockt Jahr für Jahr zigtausende Besucher in die Region zwischen Schnega und Schnackenburg. Zwölf Tage lang steht das Wendland im Zeichen von Kunst, Kultur, Kulinarik und Kommerz, ist der Landkreis voll mit Besuchern - für viele die schönste Zeit des Jahres. Vielen anderen aber graut es vor der Zeit zwischen Himmelfahrt und Pfingsten. Weil dann viele Dörfer und Straßen verstopft sind, wild geparkt und gecampt und Lüchow-Dannenberg zu einem riesigen Freilichtmuseum wird. Und in den vergangenen Jahren mehrfach auch zum Ort schwerer Straftaten. Vor allem in jüngerer Vergangenheit kam es in Lüchow-Dannenberg während der KLP und auch schon in den Tagen und teilweise Wochen zuvor zu Brandstiftungen, Sachbeschädigungen und Landfriedensbruch - eine Entwicklung, auf die die Polizei in diesem Jahr mit deutlich mehr Personal und höherer Präsenz reagiert. Und nicht nur die Polizei ist in erhöhter Alarmbereitschaft.
"Reagieren in diesem Jahr"
"Natürlich sind bei uns die Geschehnisse der vergangenen Jahre präsent. Und darauf reagieren wir in diesem Jahr", sagt Kai Richter, Pressesprecher der auch für Lüchow-Dannenberg zuständigen Polizeiinspektion Lüneburg. Die "Geschehnisse", das sind vor allem schwere Straftaten, die sich 2016 und im vergangenen Jahr ereigneten: 2016 brannte während der KLP das Einkaufszentrum Jeetzelallee in Dannenberg nieder, in Lüchow scheiterte zeitgleich der Versuch, das Gebäude eines Textildiscounters in Brand zu setzen. An beiden Orten fanden die Ermittler Hinweise auf politisch motivierte Straftaten, Botschaften, die sich gegen das Unternehmen kik richteten - sowohl in Dannenberg als auch in Lüchow waren Läden dieser Firma Ziel der Brandanschläge. Genau wie 2018, als in Lüchow erneut die kik-Filiale Ziel einen Brandanschlages wird. Wieder während der KLP. Zeitgleich greifen unbekannte das in der Nähe befindliche Gebäude der Arbeitsagentur in Lüchow mit Steinen und Farbe an. Wieder geht die Polizei von Tätern aus dem linken Spektrum aus.
Verfahren laufen noch immer
Und an Pfingsten 2018 kam es zu einem Ereignis, das bundesweit Aufmerksamkeit erregte: In Hitzacker marschierten rund 80 teilweise vermummte Linksautonome vor dem Privathaus eines Polizisten in Hitzacker auf und versetzten die Familie des Staatsschutz-Beamten in Angst und Schrecken. Bei einem anschließenden Polizeieinsatz gegen die Teilnehmer der Aktion wurden mehrere Menschen verletzt. Ermittlungen gegen dabei eingesetzt Beamte wurden wieder eingestellt, jene gegen eine ganze Reihe von Teilnehmern der Aktion laufen weiterhin.
Bislang keine Täter ermittelt
Ebenfalls 2018 setzte sich die Reihe von Schmierereien auf Verkehrsschildern an Lüchow-Dannenberger Straßen im Vorfeld der KLP und auch während der zwölftägigen Großveranstaltung fort. Wie schon in den Vorjahren richteten die Täter einen Sachschaden in Höhe von mehreren Zehntausend Euro an. Bis heute sind nicht alle Schilder gereinigt oder ausgetauscht. Genau wie in den Fällen von Brandstiftung blieb die Suche nach den Tätern bislang erfolglos. In diesem Jahr soll es nun erst gar nicht zu solchen Straftaten kommen: In dieser "polizeilich sensiblen Zeit", die sich über einen längeren Zeitraum erstreckt, sei die Polizei in Lüchow-Dannenberg mit deutlich mehr Personal ausgestattet, deutlich mehr Streifenwagen seien unterwegs, teilweise besetzt mit Polizisten der Bereitschaftspolizei. Bereiche wie das Umfeld der kik-Geschäfte seien besonders im Fokus und würden als "besonders sensibel" angesehen, so Pressesprecher Kai Richter. Aber auch generell solle mehr Polizeipräsenz potenzielle Täterinnen und Täter abschrecken. "Man muss während dieser Zeit damit rechnen, auch mal kontrolliert zu werden", betont Richter. rg