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Hey, einige FLINTA* und Einzelpersonen aus Köln! Was ist da los mit Euch?

Was für ein aggressiver, unangemessen verzerrter Text, der uns äußerst unangenehm berührt. Wir haben etwas hin und her überlegt, ob wir auf Euch reagieren, aber wir müssen dieser Ansprache einfach widersprechen.

So wie wir es mitbekommen haben, hat sich K3 im Beginn 2022 gegründet, da der IL angeblich Beweise für ein sexistisches Männernetzwerk in Köln bestehend aus linken Typen und Ultras vorlagen, die IL dazu aber keine weiteren Infos kommuniziert hat. Cool, dass K3, die übrigens nicht nur aus „alternden Cis-Männern“ besteht (Danke dafür!) aufgeklärt hat, dass ein solches Netzwerk rund um C tatsächlich gar nicht existiert. Wo wart Ihr da eigentlich?

Weil an der Geschichte rund um das Männernetzwerk nichts dran war, hat K3 sich weiter mit dem Thema beschäftigt, was in Folge dazu geführt hat, dass auch die E-Mails an M und X sich als Fake herausgestellt haben. In unserer Wahrnehmung wurde in den Schilderungen von K3 dabei sachlich und wertneutral über X berichtet.

K3 hatte nie den Anspruch, eine Debatte über sexistische Strukturen und sexistische Gewalt in der Szene anzustoßen oder zu führen. Diese Auseinandersetzung kann von uns allen, jeder anderen Gruppe oder aber von Euch initiiert werden.

Später ging es um Machtmissbrauch in der radikalen Linken, weil die IL trotz der gefakten Beweise – ohne Verantwortung für das falsche Outing und die Verunsicherung zahlreicher Personen zu übernehmen – lange zugesehen hat, wie sich Gruppen zerlegt haben. Trotz ihrer Erklärung aus August 2023 übernimmt sie bis heute keine Verantwortung und schützt autoritäre Willkür aus ihren Reihen. Bei dem Betroffenen entschuldigt sie sich nicht, ersetzt auch nicht den materiellen Schaden, sondern spricht jetzt nur noch von einer schnöden „plausibelsten“ Erklärung für irgendwelche obskuren angeblich von C gemachten Fotos. Solange die IL hier weiter rumeiert, hat sie Bashing verdient.

Ja, wir alle haben bisher keine Debatte über den Umgang mit solchen Outings und ihren Folgen für die Szene geführt. Um es in Eurem Stil zu sagen haben wir erstmal alle die Fresse gehalten und keine Aufklärung von der IL gefordert. Ihr tut das, indem Ihr K3 beschimpft, übrigens auch nicht.

Natürlich habt Ihr Recht; FLINTA*Personen, die Übergriffe erleben (überleben), wird oft nicht geglaubt oder sie bekommen keinen oder nicht ausreichenden Support. Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass wie in diesem Fall zweifelhafte Vorwürfe gegen einen Cis-Mann weiterbedient und an ihnen trotz Faktenlage unbeirrt festgehalten werden darf sowie Konsequenzen wie Hausverbote bestehen bleiben (nach dem Motto: Der Typ ist eh scheiße).

Aufgrund von nie gesehenen bzw. gefakten Beweisen wurde das Outing von C einmal durch die Republik geballert. Wenn Ihr schreibt, dass C „mackrig und übergriffig“ ist und Ihr in Eurem Text schreibt, dass Ihr dazu „später mehr“ noch weiter ausführt, es dann aber unterlasst, seid Ihr keinen Deut besser als die IL. Nur weil ein Cis-Mann gerne und rege Sex hat, bedeutet das nicht, dass die Geschlechtspartner*innen von Übergriffen betroffen sind. Klingt bei Euch aber so.

Wir sind im Übrigen auch der Meinung, dass eine Person, die sich derartigen Anschuldigungen ausgesetzt sieht, bei bereits anfänglich schon bestehenden Zweifeln und in einer Situation, in der zahlreiche Leute sich der Beweise sicher sind und das ungefiltert verbreiten, durchaus das Recht hat, sogenannte Beweise einzusehen. Insbesondere dann, wenn eine faire und szeneinterne Aufklärung von wenigen Akteur*innen verhindert wird. Unabhängig von den Folgerungen dieser Geschichte hatte die Betroffene in diesem Fall nämlich keine eigene Wahrnehmung, sondern erfuhr von einer vornehmlich anonymen Quelle, die über Beweise verfügt und später nicht mehr existent war, von der angeblichen Tat. Hier darf, ja muss, Raum für Zweifel bleiben! Es ist legitim, über Anwendung und Auslegung der Definitionsmacht in Konstellationen unter Beteiligung maßgeblicher Dritter (wie hier M) sprechen zu dürfen.

Die IL hat mit ihrem Verhalten dem Feminismus einen Bärendienst erwiesen:  Allen FLINTAS*, die sich in diesem Fall insbesondere in Köln kritisch geäußert oder zur Vorsicht gemahnt haben, wurde jegliche Autonomie und eigene Meinung abgesprochen, teilweise wurden sie als Täterschützer*innen definiert und meiden zum Teil seitdem linke Räume.

Ihr bezeichnet ein Statement aus August 2023 von Köln-FLINTAS*  https://tumulte.org/2023/07/articles/outing-k%C3%B6ln-statement-einiger-ex-k2-personen/

als „überheblich und antifeministisch“, und beansprucht ebenso autoritäre Deutungshoheit, die Euch, wer auch immer Ihr seid, auch nicht zusteht. Danke für Nix!

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