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Anquatschversuch in Bielefeld

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Der Ermittlungsausschuss Bielefeld informiert: Ende September 2018 stattete der Verfassungsschutz einer Person in Bielefeld einen Hausbesuch ab.

Zwei Frauen klingelten unangekündigt an der Haustür des Betroffenen. Als die besuchte Person die Haustür öffnete und fragte, ob sie sich in der Klingel geirrt hätten, antworteten diese, dass sie richtig seien und traten bis vor die Wohnungstür. Dort stellten sich beide als Mitarbeiterinnen des Verfassungsschutzes vor.

Auf die Frage, weshalb sie gekommen sind, antwortete eine der beiden, dass sie mit der Person gerne einen "Kaffee trinken" würden, um dieser einige Fragen zu der Anti-Nazi-Demo in Brackwede am 10.05.2018 stellen zu können. Das Gespräch wurde von den VS-Mitarbeiterinnen in einem ruhigen und gezielt freundlichen Ton geführt.
Nachdem die Person ein solches Gespräch ablehnte, verabschiedeten sich die beiden Frauen und verließen das Haus.

Dieser Vorfall reiht sich ein in eine Reihe von Einschüchterungsversuchen gegen linke Aktivist*innen.
Es ist wahrscheinlich, dass ein Anliegen dieses Anquatschversuches war, Informationen über die kommende Anti-Nazi-Demo in Bielefeld am 10.11. zu erhalten – ein Ereignis an dem sich voraussichtlich spektrenübergreifend sehr viele Menschen beteiligen werden.

Die VS-Mitarbeiterinnen versuchten gezielt, das Gespräch nicht einschüchternd, sondern vertraulich zu gestalten. Dass sie hierbei in die persönliche Sphäre der Person eingedrungen sind und den Eindruck von staatlicher Verfolgung hinterlassen, gehört zum psychisch-manipulierenden Vorgehen.

Schon die kleinste, noch so uninteressante Sache über die eigene Person oder über den persönlichen Umkreis, reicht dem VS für Unterstellungen und Verfahren gegen Personen aus. Linker Aktivismus erfährt nach wie vor staatliche Repression und soll dadurch diskreditiert werden. Ziel und Zweck ist die Schwächung und Auflösung bestehender Strukturen, um staaliche Interessen ungestört durchsetzen zu können.

Deshalb raten wir nach wie vor dringend dazu nicht mit Polizei, Verfassungsschutz oder anderen Repressionsorganen zu sprechen.
Überschätzt euch nicht und denkt nicht, dass ihr selbst Informationen rauslocken könntet!
Gebt keine Kontaktdaten oder andere Informationen weiter!

Bewahrt in einem solchen Fall Ruhe und erzählt euren Freund*innen/ Zusammenhängen und den Antirepressionsstrukturen davon. Macht Anquatschversuche öffentlich! Das bietet Schutz für euch und eure Freund*innen und die Repressionsorgane wissen, dass ihr nicht alleine steht.

Lass euch nicht einschüchtern! Solidarität ist eine Waffe!

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