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Das 12.Mal Faschisten in Gera!

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Am 5. Juli wollen Rechtsradikale die Stadt Gera wieder als Ort nutzen, um ihren Hassgesang zu verbreiten. Was uns da erwartet, können wir wissen, wenn wir wirklich einmal die Liedtexte wahrnehmen, die dort gesungen werden. Im vergangenen Jahr konnten die Besucher u.a. folgende Zeilen hören: „Hass und Vergeltung haben wir uns geschworen, unsere Herzen die wurden zu Stein“ oder „Jesus konnte angeblich über Wasser gehen. Scheiß drauf, ich geh über Leichen.“ In den Liedern der Bands wurde der Zweite Weltkrieg, die SS der die Rassistenorganisation Ku-Klux-Klan verherrlicht. Mit ihrem Bezug zu Rache und Vergeltung hatten manche Songs deutlichen Bedrohungscharakter. In diesem Jahr soll u.a. eine Band mit Namen „Straffmaß“ auftreten. Auf deren ersten Album „Wir kriegen euch alle” aus dem Jahr 2010 findet sich der Song „Combat 18″. Hinter dem Namen „Combat 18“ verbirgt sich eine rechtsterroristische Organisation. Diese agiert in Europa und wird für zahlreiche Gewalttaten, Morde, Morddrohungen, Brandsätze oder Sprengstoffanschläge verantwortlich gemacht. Viele Menschen wollen sich mit dem Hassgesang in Gera nicht mehr abfinden!

Das Konzept von organisierten Nazis, als politische Kundgebungen angemeldete Konzerte durchzuführen, gibt es auch andernorts, aber nirgendwo war es bisher so erfolgreich, wie in Gera. “Im Ergebnis entstanden so jährlich am Vorabend und am Tag des Konzertes zusätzliche Gefahren – und Angsträume”, heißt es im Protestaufruf von “Campen gegen Nazis”. “Also entschlossen wir uns, diesen Zuständen durch ein Protestcamp einen Freiraum entgegenzuhalten, welcher diese Bedrohung punktuell mindern und das Nazikonzert wenigstens am geplanten Ort verhindern sollte.” Beginn der Proteste ist am Donnerstag den 3.7. um 17 Uhr mit einer Filmvorführung. Am Freitag folgt gegen 18 Uhr ein antifaschistisches Konzert mit verschiedenen Künstlern. Am Samstag soll dann das “Rock für Deutschland” gestoppt werden. Ob das klappt, liegt an der Polizei, die das Camp im vergangenen Jahr gewaltsam geräumt hatte, um den Neonazis Platz zu machen. In diesem Jahr möchten wir den Freiraum „Protestcamp“ mit einer Gegenkultur erweitern und das wieder an dem Ort, den die Nazis beanspruchen. Los geht es am Donnerstag 03.07. um 17Uhr mit einer Filmvorführung. Am Freitag folgt gegen 18Uhr ein antifaschistisches Konzert mit verschiedenen Künstler_innen. Am Samstag heißt es entweder „verhindert“ oder weiter stören. Über den gesamten Zeitraum gibt es Informationen zum Nazikonzert und geplanten Gegenaktivitäten. Egal aus welcher Stadt die Nazis kommen, egal in welche Stadt die Nazis wollen: Naziveranstaltungen verlangen einen breiten und entschlossenen Widerstand. Besucht, unterstützt und gestaltet das Protestcamp. Schnappt euch Zelte & haltet es wie das Camp: Bleibt flexibel & spontan. Weitere Informationen: http://campinggera.blogg.de/

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