Zum Nikolaus ein Zwischenlager

BGAL 07.12.2010 15:25 Themen: Atom Blogwire
Gestern war es soweit, Aktivisten des Bündnisses gegen Atomkraft Leipzig, kurz BgAL, errichteten ein Zwischenlager – mitten in der Stadt und das zum Nikolaustag. Dabei handelt es sich nicht um eine kurzfristige Aktion, denn die Fässer mit Atommüll, die auf dem Richard Wagner Platz stehen, werden eine ganze Woche dort stehen bleiben und so für die Leipziger und ihre Besucher ein Denkmal darstellen- ein Denkmal für die widersinnige Atompolitik der Bundesregierung.
Gestern war es soweit, die Aktivisten des Bündnisses gegen Atomkraft Leipzig, kurz BgAL, errichteten ein Zwischenlager – mitten in der Stadt und das zum Nikolaustag. Dabei handelt es sich nicht um eine kurzfristige Aktion, denn die Fässer mit Atommüll, die auf dem Richard Wagner Platz stehen, werden eine ganze Woche dort stehen bleiben und so für die Leipziger und ihre Besucher ein Denkmal darstellen- ein Denkmal für die widersinnige Atompolitik der Bundesregierung.

Nachdem in der vergangenen Woche die Fässer organisiert und entsprechend bemalt wurden, wurden diese gestern mit Transporter auf den Thomaskirchhof angeliefert. Dort wartete nicht nur die Presse, sondern auch eine kleine Anzahl von Nikoläusen, die die „Geschenke“ zum Zwischenlager transportieren sollten. Gegen 12:30 ging es dann los. Begleitet vom rhythmischen Trommeln und einer Sirene setzte sich der Zug mit mehreren Schlitten und Atommüllfässern Richtung Richard Wagner Platz in Bewegung. Viele Passanten reagierten dabei verwundert auf den Umzug, sprachen die Aktivisten an und fragten nach. Einige schmunzelten, andere zeigten ihr Missfallen durch Entschiedenes Kopfschütteln an.

Endlich gegen 13 Uhr wurde das Zwischenlager, das mittels Bauzaun von der restlichen Umgebung abgegrenzt ist, erreicht. Dort wurden die Fässer gestapelt und der Käfig nach geltenden Sicherheitsbedingungen versiegelt. Dass dabei die Sicherheitsvorkehrungen in Leipzig ähnlich seriös sind wie im russischen Majak oder im deutschen Gorleben konnte allerdings nicht bestätigt werden.

Und die Proteste und Aktionen sollen weitergehen. Zwar ist der aktuelle Transport von 951, ehemals sächsischen Brennstoffelementen von Ahaus nach Majak mittlerweile durch den Bundesumweltminister abgesagt, doch ob es dabei bleibt ist eine andere Frage.

Norbert Röttgen hatte entgegen seiner Parteifreunde in Sachsen, die sich für den Transport aussprachen, sein Veto in Hinblick auf § 9a Atomgesetz eingelegt und die Verträge zum Transport nicht unterzeichnet. Denn die schadlose Verwertung wie in § 9a ATG gefordert könne nach derzeitigen Stand im russischen Majak nicht sichergestellt werden ( http://www.sueddeutsche.de/politik/umstrittener-export-roettgen-lehnt-atomtransport-nach-russland-ab-1.1032515) . Das Grundproblem, dass bislang keine Lösung für den deutschen Atommüll gefunden wurde, bleibt damit so aktuell wie eh und je. Röttgen hatte erklärt, dass zurzeit die schadlose Verwertung in Majak, der verstrahltesten Region der Welt, nicht sichergestellt werden kann.

Damit rücken für das BgAL auch die Transporte von Cadarache nach Lubmin wieder stärker in den Mittelpunkt. Geplant ist unter anderem die Aktivisten in Halle zu unterstützen. Nach bislang unbestätigten Meldungen könnte der Castor von Cadarache nach Lubmin auch durch Halle geführt werden. Für diesen Fall haben sowohl das BgAL, als auch die Gruppe in Halle entschiedenen Widerstand angekündigt.

Weiter Aktionen auch in Leipzig werden in den kommenden Tagen folgen.

Links:

LIZ:  http://www.l-iz.de/Wirtschaft/Metropolregion/2010/12/Protest-gegen-Castor-Transporte-und-Atom-Politik.html

mdr aktuell:  http://www.mdr.de/mdr-aktuell/7964849.html

Mephisto 97.6:  http://mephisto976.uni-leipzig.de/themen/politik/beitrag/artikel/castor-erreicht-zwischenlager-richard-wagner-platz.html

Info-TV Leipzig:  http://www.info-tv-leipzig.de/news/info-tv-news/allgemein/zwischenlager-leipzig/
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Ergänzungen

Auf nach Lubmin! Antifa-/Anticastordemo 14.12

in Greifswald 07.12.2010 - 15:37
Nazis abschalten, Atomkraft wegboxen! Regierungssystem stürzen geht überall!

Dies ist bei Weitem nicht der erste Castor-Transport, der durch
Mecklenburg-Vorpommern in Richtung Lubmin rollen soll. Doch es ist das erste mal,
dass dagegen breit mobilisiert wird und – ermutigt durch’s übelste Rocken im
Wendland – Demos, Blockaden und ein Camp organisiert werden. Typischerweise
versuchen Neonazis, bei den Protesten auf Stimmenfang zu gehen.
Deshalb: Kein Fußbreit den Nazis bei den Anti-Castor Protesten und überall!
Kick the waste!

Antifa-/ Anticastordemo 14.12., 20 Uhr, Greifswald HBF/ ZOB

mehr Infos zum Widerstand rund um Lubmin:  http://betriebsstoerung.blogsport.de

12.12. Auf nach Ahaus - Großdemo

Antifa Düren 07.12.2010 - 20:22
 http://antifadueren.blogsport.de/

Mitfahrgelegenheit Aachen; Düren; Köln :

Start: 9:30 Uhr Aachen HBF Bahnhofsvorplatz

Zwischenstopp: ca. 10:15 Uhr Rückseite Bahnhof Düren – Lagerstr.

Zwischenstopp: ca. 10:45 Uhr Köln, Aachener Str., Haltestelle Straßenbahn Linie 1 „Bahnstraße“

Ziel: 13:30 Uhr Ahaus
Rückfahrt: ca. 16:30 Uhr

Zwischenlager Ahaus umzingeln

Antifa Nordhorn 07.12.2010 - 20:23
Wir schließen uns dem Aufruf an und werden am 12.12. nach Ahaus fahren.  http://aan.blogsport.de/termine/

Oldenburg goes Ahaus

Oldenburger 07.12.2010 - 20:29
Aufruf des AntiAtomOldenburg
Breiter Protest gegen weitere Castortransporte
Bereits wenige Wochen nach dem Castor-Transport von La Hague zum Zwischenlager Gorleben sollen erneut Transporte mit hochradioaktivem Atommüll durch Deutschland rollen. Für Mitte Dezember sind Transporte von Cadarache (Frankreich) nach Lubmin (MVP) und von Ahaus nach Majak (Russland) im Gespräch.

Insbesondere gegen den Transport von ausgedienten Brennstäben aus dem frühren DDR-Forschungsreaktor Rossdorf zur kostengünstigen Entsorgung in den hoch radioaktiv verseuchten russischen Atomkomplex Majak stößt bundesweit auf Empörung. Nachdem die für die Verschiffung in Frage kommenden Nordseehäfen eine Abwicklung auf breiter Front abgelehnt haben, hat Umweltminister Röttgen die Unterzeichnung des für den Export erforderlichen Staatsvertrages mit Russland vorübergehend zurückgestellt, kann dieses letzte Hindernis aber jederzeit kurzfristig aufheben.

Die in Lubmin geplante Zwischenlagerung von Atommüll, der aus Karlsruhe und vom Forschungsschiff Otto Hahn stammt, bricht Zusagen der Politik an die Region, dort nur regional anfallendes Material zwischenzulagern.

Vor diesem Hintergrund ruft ein breites Bündnis aus Bürgern, lokalen Initiativen, Umweltorganisationen und Parteien für Sa., 11. Dez. 13 Uhr zur Auftaktdemonstration in Greifswald So., 12. Dez., 14 Uhr zur Großdemo und Umzingelung Zwischenlager Ahaus auf.

Zur Großdemonstration nach Ahaus organisiert AntiAtomOldenburg.de für die Weser-Ems-Region unter Beteiligung von ESG Oldenburg, BUND, NABU, Schutzgemeinschaft ländlicher Raum, Bündnis 90/Die GRÜNEN, Die Linke, Arbeitskreis Wesermarsch und AStA der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg einen Bustransfer. Die Busse starten am 12.12. um 10.30 ab Oldenburg Westkreuz, im Umland sind Fahrgemeinschaftspunkte benannt. Der Kostenbeitrag beträgt 11 Euro (erm. 9 Euro, Förder 13 Euro). Anmeldung (bitte kurzfristig) und weitere Informationen auf www.antiatomoldenburg.de.

Busse aus Bonn

... 07.12.2010 - 20:30

Bus aus Mönchengladbach

muss ausgefüllt werden 07.12.2010 - 20:34

Ausgestrahlt Aufruf

ausgestrahlt 07.12.2010 - 20:36

Auf nach Ahaus

Grüne Jugend Niedersachsen 08.12.2010 - 00:08

bus aus oberberg nach ahaus

ob 08.12.2010 - 00:18

SPD ist das nicht ekelig

rosa 09.12.2010 - 04:11
Wie nicht anders zu erwarten "Wulff unterschreibt Atomgesetz"

 http://bazonline.ch/ausland/europa/Wulff-unterschreibt-Atomgesetz/story/24602211

Die SPD hingegen hat bereits eine Klage angekündigt.Die SPD ist das nicht ekelig.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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Smash Atomkraft! — Skins

Auf nach Ahaus — NADIR