Ökologie

Baumbesetzung in Schottland gegen Kohleabbau

FLoh 22.06.2009 - 10:34
Bild In Schottland, South Lanarkshire wurden gestern Bäume besetzt um die Weiterführung eines Braunkohle-Tagebaues zu verhindern. Baumhäuser und andere Infrastruktur wurden hochgezogen, die Besetzung soll dauerhaft aufrecht erhalten werden und ein Widerstandscamp entstehen. Scottish Coal hat die Erlaubnis erhalten 1.7 Millionen Tonnen Kohle aus den Mainshill Woods abzubaggern. Im April wurde die endgültige Zusage für den Abbau gegeben, was lokale Empörung hervorrief. Die Besetzung wird von lokalen Gruppen deshalb auch gut unterstützt.
Einer der AktivistInnen Marcus Anderson sagt:"Mainshill Solidarity Camp (Name der Besetzung) zeigt wie lokaler Widerstand und direkte Aktionen Hand in Hand gehen um eine Zukunft für kommende Generationen zu sichern". Der Tagebau in South Lanarkshire ist nur einer von 20 geplanten in Schottland.

Klimaflüchtlingslager am FF/M Flughafen

AutorIn des Beitrags 21.06.2009 - 11:30
Bild Am 19. Juni erklärte der Künstler Hermann Josef Hack den Flughafen Frankfurt zum Klimaflüchtlingslager. Mit Hilfe von ca. 30 freiwilligen Aktivisten (u.a. Kein Mensch ist Illegal), welche 255 von Hack gebaute Miniaturflüchtlingszelte in Koffern und Reisetaschen in den Flughafenterminal 1 B eingeschmuggelt hatten, baute er sein World Climate Refugee Camp genau vor der großen Abflugtafel auf.

Minister: "Pack of lies from nuclear industry

Diet Simon 21.06.2009 - 01:54
The German environment minister has accused the nuclear power industry of decades of lying to the public about a nuclear dump which is in danger of collapsing and is taking in 12 cubic metres of radioactive brine daily. Sigmar Gabriel, a Social Democrat, told a newspaper: "We have now found files with proof that the claim that Asse was an exploratory mine was a pack of lies. It was intended to be a final repository right from the start – the nuclear industry used Asse to even save the costs of interim storage. The waste was just tipped in and they even had the audacity to demand that costs be kept as low as possible.”

"Endlager und kein Ende?"

Wolfgang Ehmke 19.06.2009 - 22:45
Vom 17. - 19. Juni hatte die Evangelische Akademie Loccum zu einer Tagung zur
Atommüllproblematik eingeladen, trotz des problematischen Termins mitten in
der Woche konnte die Studienleiterin Dr. Monika Müller 8o Teilnehmer aus
Behörden, Verbänden, Wirtschaft und Politik begrüßen. Vor allem die
Vorkommnisse in der Asse II hätten den Anstoß gegeben, die unterschiedlichen
Akteure an einen Tisch zu bekommen, um politische Lösungen in der
Atommüllendlagerung auszuloten.

AKW Krümmel aktuell

Krümmelmonster 19.06.2009 - 17:32
Bild Aus Medienkreisen ist soeben bekannt geworden, dass der Betreiber des Atomkraftwerk Krümmel, Vattenfall, die Zustimmung zum Wiederanfahren des Reaktors erhält. Der Zeitpunkt für das Wiederanfahren ist noch nicht bekannt. Atomkraftgegner wollen morgen abend (Samstag, 20. Juni), ab 18.00 Uhr vor dem Kraftwerk in Krümmel eine Mahnwache abhalten.

Hamburg: Schwarzfahren für´s Klima!

Gegenstrom Hamburg 19.06.2009 - 16:46
Bild Am Donnerstag, den 18.6.2009 haben KlimaaktivistInnen in Hamburg unter dem Motto „Freie Fahrt für´s Klima“ für einen kostenlosen HVV (Hamburger Verkehrs-Verbund) protestiert. Die als Piraten verkleideten AktivistInnen „enterten“ eine Fähre des HVV und erklärten sie zum ticketfreien Gebiet. Die Schwarzfahraktion war im Vorfeld öffentlich angekündigt worden.

Urantransport auf dem Weg nach Gronau

SOFA Münster 18.06.2009 - 16:38
Aktuell ist ein Zug mit Uranhexafluorid auf dem Weg zur Urananreicherungsanlage Gronau. Um 11:40 Uhr wurde der Zug im Bous(Saar) beobachtet.

Vorraussichtlich ist durch Zug inzwischen (15.30 Uhr) schon durch Trier und Koblenz gerollt und fährt auf der rechten Rheinseite über Bonn - Köln - Düsseldorf - Duisburg - Oberhausen - Bottrop - Herten - Waltrop - Lünen - Hamm - Münster - Gronau.

Friedrichshainer Park in Berlin beklettert

Reclaim the City! 17.06.2009 - 17:55
In der Nacht vom Dienstag, den 16. Juni auf den 17. Juni 2009 haben
unabhaengige Kletteraktivisten zwei Baeume im Friedrichshainer Park besetzt
und ein Baumhaus dort errichtet. Zwischen den zwei Baeumen haengt ein
Banner mit dem Spruch „alternativ Leben statt kontrolliert Wohnen“. Unter den
Baeumen wird froehlich musiziert, jongliert und getanzt.

Gorleben files could "paralyse" government

Diet Simon 15.06.2009 - 01:11
Nuclear files could “paralyse” German regional government

A German regional government says it could no longer function if it gives public access to cabinet files about the establishment of a nuclear waste dump in its area. The admission comes from the Christian Democrat (CDU, conservative) government of the northern state of Lower Saxony, where 32 years ago a previous CDU government licensed the dump near the village of Gorleben, which at the time was close to the border with former communist East Germany.

Klimakarawane startklar

Julia 14.06.2009 - 20:12
Bild Klimaaktivist_innen wollen zwischen dem 4. und 11.Juli von Hamburg aus in einer aktionistischen, spektrenübergreifenden Fahrradkarawane zum Klimacamp nach Kopenhagen radeln. Noch werden Mitfahrer_innen gesucht. Eine Vorbereiterin erklärt das Projekt, berichtet über den Planungsprozess und die Wichtigkeit einer emanzipatorischen Klimabewegung,

"Handlungsfähigkeit der Regierung gefährdet"

Wolfgang Ehmke 14.06.2009 - 11:39
Die "Handlungsfähigkeit der Regierung" sei gefährdet, würde sie jetzt - 32 Jahre (!) nach der Standortbenennung Gorlebens als Nukleares Entsorgungszentrum (NEZ) - die Kabinettsakten öffnen, beschied die Niedersächsische Staatskanzlei. Das berichtete die SPD-Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ahlers von der jüngsten Sitzung des niedersächsischen Umweltausschusses. Sie vermutet, dass es da etwas zu verbergen gibt.

Landgericht Magdeburg Aktenzeichen.: 11 O 2106/08

Weinzenbier 11.06.2009 - 23:04
Das LG Magdeburg Az.: 11 O 2106/08 will möglicherweise Feldbfreier zur Zahlung von 104.000 € verurteilen.
Das ist politisch Justiz in LSA!

NEVER TRUST A COP!

international brigadist 11.06.2009 - 13:56
Bild Gegen den COP15 Gipfel im Dezember 2009 in Copenhagen

Das unvermeidbare Gipfel-Gerede vom "Retten der Welt aus der Klimakrise" ist eine ausgefuchste Tarnvorrichtung des eigentlichen Zwecks des COP15: Die Legitimität des globalen Kapitalismus durch Einläuten einer Ära des "grünen" Kapitalismus wieder herzustellen, eine neue Rhetorik vom "Retten des Klimas" zur Rechtfertigung ihrer Repression, ihrer aufgerüststen Grenzen, ihrer kolonialen Ressourcenkriege.

HH: Solidemo für Tierbefreier in Österreich

mensch 11.06.2009 - 13:45
Als spontane Reaktion auf die Hausdurchsuchung bei einem Tierbefreiungsaktivsten in Österreich versammelten sich 9 Menschen vor dem österreichischen Konsulat in Hamburg, um dort für die sofortige Einstellung aller repressiven Maßnahmen und Strafverfahren gegen TierbefreiungsakivstInnen zu demonstrieren.

(Wien): Hausdurchsuchungen geg. Tierrechtler

+l 11.06.2009 - 10:05
Am gestrigen Mittwoch wurden erneut 3 Wohungen eines Tierrechtsaktivisten in und um Wien durchsucht.
Eine Durchsuchung wurde durch den passiven Widerstand von Aktivist_innen erheblich verzögert.

London: Flughafen aktuell besetzt

Floh 10.06.2009 - 14:12
Bild Was in Berlin der Höhepunkt der Freiraumtage werden soll ist in London bereits, auf ganz andere Art und Weiße geschehen: Die Besetzung eines Flughafens.
Heute morgen um 2.30 schnitten sich fünf Öko-AktivistInnen durch den Zaun des Flughafens "London City Airport" und ketteten sich mit Metallrohren kreisförmig aneinander, direkt um ein kleines Flugzeug am West-Ende der Startbahn. Da der Flughafen nur eine Start- und Landebahn hat, war der gesamte Flugverkehr des Flughafes unterbrochen. Die Gefahr dass beim flexen die Funken, leicht entzündliches Flugbenzin entzünden, könnte den normalen Vorgang des aus den Rohren schneiden ernsthaft erschweren.
Die Aktion richtet sich gegen klimazerstörenden Flugverkehr im Allgemeinen und gegen egoistische Privatjets, welche durch ihre geringe Passagierzahl, 5 bis 10 mal mehr das Klima verpesten pro Passagier, im Besonderen.

700-800 Mio. Euro schon im Endlager Gorleben

Wolfgang Ehmke 09.06.2009 - 13:11
Mindestens 700-800 Mio. Euro sind bereits in den Ausbau des Endlagers
Gorlebens geflossen

Das ergaben Recherchen der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, hatte in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau vom 2.06.09 eingeräumt, dass die Kosten für eine Erkundung weiterer Standorte auf 400-500 Mio. Euro geschätzt würden.

Irland: Direkte Ationen gegen Gaspipeline

Floh 09.06.2009 - 13:01
Bild Shell, Statoil und Marathon planen die Ausbeutung eines Erdgasfeldes vor der Westküste Irlands. Anstatt das Gas, wie üblich direkt auf See aufzubereiten, soll es durch eine Hochdruckpipeline 10 Kilometer an Land zur Raffinerie gepunpt werden, da dies billiger ist.
Durch die Pipeline werden unvorhersehbare Folgen für die Region und die Umwelt erwartet.
Die Gegner dieses Megaprojekts haben sich zur Kampange "Shell to Sea" zusammengeschlossen, was doppeldeutig gemeint ist. Da einige der Beteiligten die Gasförderung komplett ablehnen, und andere nur für die Aufarbeitung auf See sind.
Die Kampagne schafft es jedenfalls fast täglich direkte Aktionen zu starten, wie zum Beispiel die Besetzungen von Baggerschiffen.

Der Krieg Perus gegen die Indígenas

Kind der Nacht 08.06.2009 - 11:20
Bild Seit zwei Monaten finden im peruanischen Amazonasgebiet friedliche Proteste und direkte Aktionen von Indígenas statt. Sie richten sich gegen neu erlassene Dekrete unter der sozialdemokratischen Regierung Alan Garcías vorzugehen, welche sie fundamentaler Rechte beraubt und die Ansiedlung von Ölfirmen in ihren Stammesgebieten forciert.
Nur einen Monat später hatte die peruanische Regierung einen zwei Monate anhaltenen Notstand für mehrere Provinzen im Amazonasgebiet ausgerufen. Militär-und Sondereinheiten der Polizei wurden in die betroffenen Regionen entsendet, um die friedlichen Proteste gewaltsam zu unterdrücken und die Interessen der überwiegend großen Unternehmen aus dem Ausland zu schützen.
Am 5. Juni kamen bei der gewaltsamen Räumung einer Straßenblockade von mehr als 5.000 Indíginas in Bagua (Nordperu) durch die Polizei möglicherweise bis zu 40 Menschen ums Leben. Nach dem Angriff staatlicher Sicherheitsorgane auf die friedliche Straßenblockade wurde eine Ölförderanlage in der Nähe der Stadt besetzt. Um ein Ende des blutigen Polizeieinsatzes zu fordern, wurden dabei 38 Polizisten als Geiseln genommen. Bei einem Befreiungsversuch durch die Polizei nur einen Tag später, kamen nach Behördenangaben neun der Geiseln ums Leben, 22 konnten befreit werden, sieben galten zunächst als vermisst.
Nachdem der Vorsitzende der indigenen Organisation Aidesep, Alberto Pizango, von der peruanischen Regierung zur Fahndung ausgeschrieben wurde, konnte er zunächst in die Botschaft Nicaraguas in Lima fliehen und beantragte Asyl.
Am 11. Juni hat die peruanische Regierung nach einer Abstimmung im Parlament das umstrittene Dekret 1090 bis auf weiteres außer Kraft gesetzt, während die Proteste auf der Straße weitergehen. Am für Freitag geplanten Streik der Arbeitnehmer-Dachorganisation CGTP und einen Protestmarsch zum Präsidentenpalast in Lima beteiligten sich mehrere zehntausend Menschen. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit Sicherheitskräften.

Bilder: (05.06.) 1 | 2 | 3 Audio: 1 | 2 | 3
Videoberichte: (05.06.) 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | Analyse über die Hintergründe in Englisch (1 | 2 | 3) | Interview mit Alberto Pizango (auf Spanisch)
Chronologie der Ereignisse | Linksammlung zum Thema | sucre.indymedia.org | peru.indymedia.org

Nichts Neues beim Umweltfestival in Berlin

buju-freak 08.06.2009 - 01:41
Das diesjährige Umweltfestival mit Fahrradsternfahrt am 7. Juni fiel wegen schlechtem Wetter deutlich kleiner aus. Aber weder der Regen noch das Sponsoring durch Erdgas- und Tetrapak-Lobby war das Hauptproblem dieser Großveranstaltung zwischen Ökokommerz und Umweltinitiativen. Es war das Fehlen von offenen, öffentlichen Debatten.
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