Nella & Seelenlos
04.02.2009 - 21:34
In Genf signalisierte der CEDAW-Ausschuss der Bundesregierung unmissverständlich: Menschenrechte gelten auch für Zwitter! Die an Zwittern mit dem Segen der Bundesregierung üblichen genitalen Zwangsoperationen widersprechen dem klar, eine informierte Zustimmung durch die Betroffenen ist in jedem Fall notwendig! Ein grosser Erfolg für die Interessenverbände der Zwitter, die vor Ort lobbyiert und mit mehreren öffentlichkeitswirksamen Aktionen auf die an ihnen nach wie vor täglich begangenen, massiven Menschenrechtsverletzungen aufmerksam gemacht hatten. Letztere wurden auch von den lokalen westschweizer Medien breit und positiv aufgegriffen.
Kim
03.02.2009 - 23:07
Das fühlt sich aber mal an. Seit Herbst 2007 waren wir nun damit beschäftigt, die Positionen transsexueller Frauen im Rahmen des internationalen Frauenrechtsabkommens CEDAW zu stärken. Manch einer wird sich immer noch Fragen: CEDAW wie bitte? Um es kurz zu machen: Es gibt eine ganze Menge internationaler Abkommen, deren Umsetzung für den Staat verpflichtend ist, der die UN-Abkommen unterzeichnet hat. Deutschland hat dies bei CEDAW, dem internationalen Frauenrechtsabkommen bereits vor Jahren getan, was soviel heisst wie: Deutschland muss sich an das Abkommen halten. Durch die Beteiligung von "Menschenrecht und Transsexualität" bzw. dem Verein "Aktion Transsexualität und Menschenrecht e.V." wurden nun erstmals die Probleme transsexueller Frauen in Deutschland der UN vorgetragen - ein langer Prozess, mit vielen Vorbereitungstreffen, viel Zeit, viel finanziellem Einsatz (hier noch einmal ein herzliches Dankeschön an diverse Stiftungen, die hier auch daran geglaubt haben, dass der Einsatz für transsexuelle Menschen wichtig ist) und am Ende nun doch mit einem Ergebnis, mit dem sich weiterarbeiten lässt.
Watcher
28.01.2009 - 19:36
Am Samstag versammelten sich mehr als 500 Menschen zu einer Mahnwache und einem Solidaritätszug durch den "schwulen Kiez" von Berlin. Hintergrund:
Seelenlos
28.01.2009 - 04:54
Während im 5. Stock des Palais des Nations im Saal XVI das CEDAW Committee betreffend Zwitter wenn überhaupt, dann praktisch ausnahmslos im Zusammenhang mit "Geschlechtsidentität" und "sexuelle Orientierung" debattierte, machte vor dem streng abgeschirmten UNO-Gelände auf dem Place des Nations eine kleine Demo auf die Zwangsoperationen und sonstigen medizinischen Verbrechen an Zwittern aufmerksam und forderte deren sofortige Abschaffung.
...
26.01.2009 - 10:44
Gestern, am Sonntag den 25.01.09, fand eine Frauendemonstration unter dem Motto "Wir bestehen auf unserem Recht, auf unseren Rechten zu bestehen" gegen den Krieg in Gaza statt.
Kim
24.01.2009 - 21:55
Erstmals seit Bestehen des deutschen Transsexuellengesetzes wehrt sich eine Gruppe transsexueller Frauen bei der UN in Genf dagegen, rechtlich und medizinisch als Männer mit Identitätsstörung behandelt zu werden. Am Montag, dem 26. Januar, präsentieren Delegierte des Vereins Aktion Transsexualität und Menschenrecht e.V. im Rahmen des internationalen Frauenrechtsabkommens CEDAW, ihren Bericht zur Situation transsexueller Frauen in Deutschland vor einem 23-köpfigen Komitee. Die Frauengruppe setzt sich für eine echte Anerkennung der geschlechtlichen Identität transsexueller Frauen ein und plädiert für eine Beendigung einer in Deutschland üblichen Praxis, das Geschlecht eines Menschen fast ausschließlich an seinen Genitalien zu messen.
Nella & Seelenlos
22.01.2009 - 14:10
Politisch aktive Zwitter und solidarische Nicht-Zwitter schauen gebannt nach Hamburg. Im dortigen Parlament wird zur Zeit Geschichte geschrieben – im wahrsten Sinn des Wortes!
Als Reaktion auf eine Erkundigung der Bundesregierung im Zusammenhang mit dem Zwitter-CEDAW-Schattenbericht begannen Abgeordete unbequeme Fragen zu stellen, Tendenz steigend. Der bisher letzte dieser Vorstösse erreichte eine neue Qualität, die noch in vielen anderen Parlamenten Schule machen dürfte.
Nella &Seelenlos
19.01.2009 - 04:03
Intersexuelle Menschen sind sehr schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt, namentlich genitale Zwangsoperationen, Zwangskastrationen und andere nicht eingewilligte medizinische Zwangsbehandlungen.
Aktuell sind sie mit einem Schattenbericht an die UNO gelangt und werden dessen Behandlung in Genf vom 25.1.-2.2.2009 mit Veranstaltungen und Protestaktionen begleiten.
Rosa Paulsen
14.01.2009 - 11:49
Der ehemalige Hausmeister einer Flüchtlingsunterkunft in Nürnberg wird beschuldigt eine Frau aus Uganda brutal vergewaltigt zu haben. Gestern begann der Prozess, der am Donnerstag fortgeführt wird. Zeugenaussagen im Prozess und Expertinnen weisen jedoch über den Einzelfall hinaus. „Das Lagersystem schafft ein großes Machtgefälle zwischen Personal und BewohnerInnen und ermöglicht die sexuelle Ausbeutung und rassistische Unterdrückung“, erklärt Simone Fischer, Sprecherin des Bayerischen Flüchtlingsrats. Die Organisation sieht nur eine Lösung: Die Schließung aller Flüchtlingslager.
Ralf Streck
07.01.2009 - 20:16
Katholischen Parlamentariern wird mit Exkommunion gedroht, wenn sie dem neuen Abtreibungsrecht zustimmen. Die Sozialisten (PSOE) wollen das alte Gesetz aktualisieren und es Frauen freistellen, bis zur 14 Schwangerschaftswoche abzutreiben. Es ist aber nicht auszuschließen, dass sie erneut vor der starken Rechten einknicken.
Nella & Seelenlos
20.12.2008 - 17:43
Nella & Seelenlos
04.12.2008 - 16:18
Menschen, die mit "uneindeutigen" Geschlechtsmerkmalen auf die Welt kommen, werden bis heute ohne ihre Einwilligung medizinisch nicht notwendigen Zwangseingriffen unterzogen, um ihr "uneindeutiges" Geschlecht zu "vereinheitlichen" (Zwangskastration, genitale Zwangsoperationen und Zwangshormontherapien). Allein in Deutschland leben schätzungsweise 80 000 bis 100 000 so genannte zwischengeschlechtliche Menschen, auch bezeichnet als Intersexuelle, Zwitter oder Hermaphroditen.
Die Bundesregierung negiert bis heute diese systematischen Menschenrechtsverletzungen an Intersexuellen, obwohl sie in den letzten zwölf Jahren mehrmals dazu aufgefordert wurde, Stellung zu nehmen. Statt dessen propagiert die Bundesregierung die Zwangseingriffe aktiv mit tatsachenwidrigen Behauptungen: die Zwangsoperationen seien ausnahmslos "medizinisch indiziert", sie dienten deshalb dem "Kindeswohl" (14/5627) und würden gar von den Betroffenen ausdrücklich befürwortet (16/4786).
Siehe auch indymedia:
http://de.indymedia.org/2008/11/233955.shtml Aktuelle Forschungsergebnisse des "Netzwerks Intersexualität/DSD" beweisen demgegenüber einmal mehr das Gegenteil:
Ana Cosel
04.12.2008 - 11:11
Die philippinischen Arbeiterinnen in Sibiu kündigen ihren Arbeitsvertrag mit der rumänischen Textilfirma und kehren nach Manila zurück
Die Entscheidung ist ihnen nicht leicht gefallen. Die ursprünglich 95 philippinischen Textilarbeiterinnen, die im Mai 2008 nach Rumänien gekommen waren, um bei der Firma Mondostar als Näherinnen zu arbeiten, haben einiges versucht, um ihrem Arbeitgeber den vertraglich ausgehandelten Lohn abzutrotzen, doch vergebens. Schließlich bleibt ihnen nur noch die Möglichkeit, aus dem Arbeitsverhältnis auszusteigen und nach Manila zurück zu kehren, wo sie ein Berg Schulden und eine ungewisse Zukunft erwartet.*
“Wir haben kein Vertrauen mehr, dass sich hier wirklich noch etwas ändert.” erzählt Joanne**, als sie Anfang September den Entschluss fasst, zusammen mit weiteren 77 Kolleginnen die Kündigung zu unterschreiben. “Das wird nicht einfach für uns, zurück zu gehen. Viele von uns haben große Hoffnungen darauf gesetzt, in einem europäischen Land arbeiten zu können.” Doch wenn sie unter den gegebenen Bedingungen bei Mondostar bleiben, wären sie auch nach einem Jahr nicht in der Lage, von ihrem Lohn die Kredite (und Zinsen) abzuzahlen, die sie wegen der hohen Vermittlungsgebühren in Manila aufgenommen hatten. Das Geld reicht nicht mal, um ihre Angehörigen zu Hause zu unterstützen. “Wir verlieren nur Zeit hier”, fügt Joanne enttäuscht hinzu.
Bettina Schwarz
30.11.2008 - 01:51
Am 5.11.08 ist in Deutschland ein verschärftes Sexualstrafrecht gültig. Dazu einige Gedanken in zur Wirksamkeit dieses Gesetzes im Bereich der Strafverfolgung von Kinderpornografie
Nella & Seeelenlos
25.11.2008 - 05:00
Seit Jahrzehnten wehren sich Zwitter gegen menschenrechtswidrige genitale Zwangsoperationen, Zwangskastrationen und andere nicht-eingewilligte medizinische Zwangs-"Behandlungen". Sie fordern ein menschenwürdiges Leben, Bestrafung unverbesserlicher Zwangsoperateure und Wiedergutmachung. Wissenschaftliche Studien belegen das an ihnen begangene Unrecht.
Bundesregierung und Bundestag schauen derweil weg und schweigen ...
panamuk
24.11.2008 - 13:22
In den letzten Jahren hat die (nicht nur) in der türkischen Gesellschaft verankerte Homo- und Transphobie neben regelmäßigen gewalttägigen Übergriffen zu zahlreichen Morden an transsexuellen Personen geführt. Um auf die Situation von Transsexuellen in der Türkei aufmerksam zu machen, organisierte der Verein Pembe Hayat (dt.: Rosa Leben), die einzigen Anlaufstelle für und von transsexuellen SexarbeiterInnen in der Türkei, am 20. und 21. November in Ankara Veranstaltungen in Erinnerung an die “Hassmorde“ (türk.: nefret cinayetleri).
aaargghhhhh
13.11.2008 - 02:49
XB- liebig bleibt separatistisch und autonom
Antifa Bündnis Marzahn-Hellersdorf
03.11.2008 - 01:25
Am 01. November 2008 demonstrierten etwa 150 Menschen in Hellersdorf gegen Homo- und Transphobie, gegen Diskriminierung und für die Respektierung verschiedenster Lebens- und Liebesformen.
Johannes Fleischer
21.10.2008 - 22:10
Subversiver Protest gegen Verschwendung mit Rock und Stretchlimousine - Transvestit Bei Staatsempfang
Die Semesteröffnung der staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG) am Mittwoch, den 15. Oktober im und am ZKM fand unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Hunderte Einsatzkräfte der Polizei auf städtischer, Landes- und Bundesebene sowie dutzende Mitarbeiter der karlsruher Hilfssherrifs der Firma BIG-Security waren im Einsatz. Warum?
Wettsieger
05.10.2008 - 22:31
Am Samstag, 4. Oktober, sollte in München ein sog. 1000-Kreuze-Marsch von reaktionären Abtreibungsgegner_innen stattfinden. Auch die Naziszene hatte auf diesen Marsch mobilisiert. Viele Gegenaktionen störten den geplanten Ablauf des Ganzen massiv.