(((i))) imc-de
15-06-2007 - 23:00
Für die globalisierungskritische Bewegung war es ein voller Erfolg: Zehntausenden Menschen gelang es, den Gipfel der
Gruppe der Acht, der vom 6. bis zum 8. Juni in Heiligendamm stattfand, praktisch zu delegitimieren. Trotz massiver
Polizeirepression, Einschränkungen von Grundrechten und des Einsatzes von mehr als 16.000 PolizistInnen schafften sie es in einem Zusammenspiel verschiedener Aktionsformen, die Zufahrtsstraßen nach Heiligendamm zu
blockieren und so den reibungslosen Ablauf des Treffens zu stören. Die Tage zuvor waren geprägt von Aktionen zu den Themen
Landwirtschaft,
Migration und
Krieg. Auf einem
Alternativgipfel wurde während der Gipfelzeit über Alternativen zur G8-Politik debattiert. Am Freitag, dem offiziellen Ende des Gipfels, schallten dann Sprechchöre durch die Rostocker Innenstadt, die die Gipfelproteste als einen Sieg feierten.
Auf der anderen Seite des 12-Millionen-Zauns, hinter dem sich die Regierungschefs einiger der wirtschaftlich und militärisch stärksten Länder des Nordens verschanzten, passierte wie erwartet nicht viel. Die Präsidenten verkauften ihre Lippenbekenntnisse als großen Erfolg, während sie ihre Politik fortführen, die für die Mehrheit der Menschheit ein unerträgliches Leben bedeutet und den Planeten in eine Klimakatastrophe treibt. Am Ende blieb - wie erwartet - nichts als Phrasen, Absichtserklärungen und leere Versprechungen übrig. So will man nun tatsächlich die Halbierung der CO²-Emissionen bis 2050 "ernsthaft in Betracht ziehen".
Proteste: Kriminalisierung im Vorfeld | ASEM-Gipfel in HH | FR: Besiedelung Bombodrom | SA: Auftaktdemo | SA: Naziaufmarsch | SO: Aktionstag Landwirtschaft | MO: Aktionstag Migration | DI: Aktionstag Krieg | DI-DO: Alternativgipfel | MI+DO: Blockaden | FR: Abschluss
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Medien: g8-tv.org | Radio | Indy-Prints | Ticker-Meldungen | Don't believe the hype!
Gipfelstürmer
09.10.2009 - 14:56
Gestern hat ein Berufungsgericht in Genua zehn GlobalisierungskritikerInnen, die wegen der schweren Krawalle am Rande des 2001 in der ligurischen Hauptstadt abgehaltenen G-8-Gipfels vor Gericht standen, zu Haftstrafen zwischen sechs und 15 Jahren verurteilt. Dagegen erließ man dem früheren italienischen Polizeichef Gianni De Gennaro am Mittwoch wie schon zuvor viele Polizisten seine Strafe.
Antikap Kiel
13.09.2009 - 20:46
Am Freitag, den 11.9.09., fand die Kampagne "Welcome to Reality: Abolish Capitalism- Die Ideologiemaschinerie des Global Economic Symposium" mit dem "Dezentralen Aktionstag" ihren Abschluss. Das Auftauchen von drei "Autonomen Nationalisten" der AG Kiel, völlig sinnentleerte Festnahmen von AktivistInnen sowie Pfefferspray Attacken durch die Polizei, stellten unangenehme Begleiterscheinungen dieses Abschlusses dar. Die GES-Protestkoordination wird nach einer internen Nachbereitung der gesamten Kampagne öffentlich die Diskussion über die Aktionstage und zukünftige Politik gegenüber des Gipfels suchen.
Antikap Kiel
10.09.2009 - 17:15
Veranstaltungsbesucher
08.09.2009 - 14:26
Während einer Podiumsdiskussion im Grünen Salon der Kieler Landesbibliothek wurde der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft und Geschäftsführer des Global Economic Symposiums mit Eiern attackiert.
Kiel Rebelde
06.09.2009 - 13:51
Bericht über das Elitentreffen zur Rettung der Welt im Schloss Plön vom 9.-11. September, sowie den mit der Auftaktdemonstration in Kiel am Dienstag, den 8. September beginnenden Gegenaktivitäten.
LAMA
28.07.2009 - 11:47
LA LOTTA DI CLASSE EFFETTUATA DAL PROLETARIATO SOCIALE
Luca Casarini + ROSSO
28.07.2009 - 00:36
Die Diskussion über den Zustand der globalisierungskritischen Bewegung in Italien und international geht nach der äußerst schwachen Mobilisierung beim letzten G8-Gipfel in Aquila und den nicht gerade geringen geopolitischen Kräfteverschiebungen zuungunsten der alten („westlichen“) imperialistischen Machte (inklusive Japan) weiter. Die linke italienische Tageszeitung „il manifesto“ brachte am 21.7.2009 dazu das folgende Interview mit Luca Casarini.
Gipfelsoli
24.07.2009 - 19:50
Neues zu den Verhafteten der "Operation Rewind"“Schwarzer Block, unter denen der eine oder andere Ausländer ist”In den Morgenstunden des 6. Juli hatte die italienische Staatsanwaltschaft unter Leitung des Turiner Generalstaatsanwalts Caselli versucht, in einer “Operation Rewind” Haftbefehle gegen 21 italienische AktivistInnen zu vollstrecken. Die politische Polizei Digos hatte 15 Personen umgehend inhaftiert und die übrigen mit Hausarrest belegt. Mindestens eine Person hielt sich allerdings im Ausland auf, zwei andere wurden nicht angetroffen.
Zwei Tage vor dem Beginn des G8-Gipfels sollten potentielle militante DemonstrantInnen präventiv verhaftet werden. Es habe sich laut Caselli um eine “Operation zum Schutz der Meinungsfreiheit” gehandelt, weil “gegen die Gewalttätigen interveniert” wurde. Einer der Betroffenen aus Neapel wurde von der Polizei bis nach L’Aquila, wo der G8-Gipfel stattfand, verfolgt.
Weitere Ermittlungen sind im Gange, spätere Verhaftungen nicht ausgeschlossen.
Die Festgenommenen aus Turin, Padua, Bologna und Neapel sollen an militanten Protesten gegen den “G8 University summit” Mitte Mai in Turin beteiligt gewesen sein, Vorwürfe lauten auf Nötigung, Widerstand, Körperverletzung und Sachbeschädigung. Bei den Protesten hatten Demonstranten versucht, Polizeisperren zu überwinden um in die “Rote Zone” zu gelangen. Die Polizei wurde mit Feuerlöschern attackiert, eine Symbolik die an den Tod von Carlo Giuliani beim G8 2001 erinnern sollte (Carlo wurde erschossen als er einen Feuerlöscher vor einem Polizeifahrzeug in die Höhe hielt).
TIKB
16.07.2009 - 16:17
1. Tag - Rom
Nach unserer Ankunft in İtalien, wurden Genossen aufgesucht, mit denen wir in Verbindung standen, um anschliessend Schlaf-/ und Rastplaetze zu organisieren. Unsere Kontaktlaeute waren überwiegend Studentİnnen, welche uns von unserem ersten Quartierplatz abrieten, mit der Begründung die Polizei würde hier wahrscheinlich als naechstes Stürmen (dieser Platz wurde tatsaechlich kurz darauf gestürmt und die Polizisten blieben noch bis zu unserer Abreise dort). Wir wurden in ein ‘befreites Gebiet’ gebracht, in dem überwiegend Revolutionaere aus verschieden Laendern ihr Quartier errichtet hatten.
rotzdende_r reporter_in
16.07.2009 - 09:45
Der G8 in L'Aquila sollte auch an der oberbayerischen Provinz nicht spurlos vorbeigehen: Um der Propagandashow etwas entgegenzusetzen und den ein oder anderen Zusammenhang ein wenig zurecht zu rücken organisierten in Rosenheim ansonsten Unorganisierte eine kleine, aber durchaus kreative Theateraktion. Sinnbildlich für das internationale Proletariat wurden Arbeitsmigrant_innen vom "König G8" mit Füßen getreten, als (Lohn-)Sklaven verhökert und als Ware angepriesen.
Antikap Kiel
14.07.2009 - 22:36
Am vergangenen Freitag (10.7.) fand vor dem "Institut für Weltwirtschaft" (IfW) im Kieler Nobel- und Regierungsbezirk Düsternbrook eine Solidaritätskundgebung für die Proteste gegen den G8 Gipfel in Italien statt. Sie bildete gleichzeitig den Mobilisierungsauftakt für die Aktionen gegen das "Global Economic Symposiom" (GES) in Plön, dem selbsternannten Mini-Davos und G8 Nachbereitungstreffen der Hinterbänkler aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Das IfW richtet diesen von "Global Players" wie Porsche oder BASF gesponserten Gipfel aus, und gilt als eines der wichtigsten wirtschaftlichen Beratungsinstitute der Bundesregierung.
Rumpelstielzchen
13.07.2009 - 20:34
Am späten Nachmittag des Freitag, 10. Juli 2009 fand vor dem Institut für Weltwirschaft (IfW) in Kiel-Düsternbrook eine kleine, knapp eine Stunde andauernde antikapitalistische Kundgebung in Solidarität mit den Aktionen gegen den zeitgleich in Italien stattfindenden G8-Gipfel in L'Aquila und als Auftaktaktion der diesjährigen Mobilisierungen gegen das zweite Global Economic Symposium (GES) in Plön statt, an der sich trotz sehr sparsamer Mobilisierung im Vorfeld immerhin 30 Menschen beteiligten.
leyla mose
12.07.2009 - 01:19
Müsste man, höflicherweise, wie es nicht nur von der guten Interkulturalität gefordert wird, mit etwas Positiven beginnen, nun gut, die Mamma von nebenan sei gelobt für die exzellenten Pizzen, die wir tagtäglich essen durften. Die Köstlichkeiten aus dem Backofen schmeckten fast so gut, wie der Börek, den wir kürzlich im Iran zu essen bekommen hatten.
Doch es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen dem Iran und Italien, man lasse sich nicht von einer oberflächlich verkürzten Betrachtung verwirren, dass beide mit einem "I" beginnen und einem "N" enden.
Der Unterschied, damit sei das eigentliche Thema von diesem Bericht nun angesprochen, liegt darin, dass der Iran kürzlich genau von jenen Staaten in Grund und Boden kritisiert wurde – es gebe dort kein Recht auf Demonstration – die sich in Italien zum G8 versammelten und hier offenbar keine geringste Beunruhigung darin sahen, dass jeglicher Protest, der sichtbare Kritik zum Ausdruck auf die Straße gebracht hätte, mit einer unglaublichen Systematik verungmöglicht wurde. Der Unterschied, um die ungenießbare Pointe vorweg zu nehmen, liegt im Zynismus, in der Heuchelei einer bürgerlichen Demokratie – während der Iran nie ein Geheimnis daraus machte, dass systemkritischer Aktivismus unerwünscht ist.
redaktion
11.07.2009 - 07:49
Mehrere Tausend Menschen folgten dem Aufruf verschiedener politischer und sozialer Verbände zur großen Abschlusskundgebung am 10. Juli
Redaktion
10.07.2009 - 08:43
Berlusconis Regierung hat vor einigen Tagen einen so genannten Sicherheits Akt (pacchetto sicuezza) erlassen.