In London begann am 1. April das Treffen der G20. Die zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer berieten an zwei Tagen über einen Ausweg aus der weltweiten Wirtschaftskrise, die bereits jetzt dramatische Ausmaße angenommen hat.
Ein breites zivilgesellschaftliches außerparlamentarisches Bündnis versuchte an beiden Gipfeltagen mit Aktionen auf die Ursachen der Krise aufmerksam machen und fordert Veränderungen. Im Vorfeld wurde von der britischen Regierung über die Medien versucht, die Proteste zu
diffamieren, um Menschen an ihrem Recht auf öffentlichen Protest zu hindern.
Am 1. April demonstrierten mehr als 4.000 Menschen in verschiedenen Demonstrationszügen in Richtung des
Bankenviertels von London. Dabei kam es zu Übergriffen durch Teile der knapp 5.000 eingesetzten BeamtInnen, mehrere Personen wurden dabei teilweise schwer verletzt, fast 90 Menschen festgenommen. Am Rande eines Polizeikessels brach ein etwa
50 Jahre alter Mann (
english) zusammen und verstarb wenig später auf dem Weg ins Krankenhaus. Der Guardian veröffentlichte wenige Tage nach den Protesten ein
Video, das zeigt, dass er kurz vor seinem Tod von vermummten Polizisten geschlagen wurde und zu Boden ging.
In den Abendstunden des 1. Aprils begann die Polizei ein
24-Stunden-Klimacamp im Zentrum von London zu räumen. Auch dabei wurden nach
Indymedia-Berichten mehrere Personen verletzt. Am frühen Donnerstag Morgen war das Camp geräumt.
Am eigentlichen Gipfeltag begann gegen 12 Uhr die Polizei damit, das Convergence-Center (
rampART) zu stürmen. (
Bericht,
Fotos) Die Menschen im Center hatten sich im 1. Stock verbarrikadiert, während die Polizei über das Dach und das Erdgeschoss in das Gebäude eindrang. Es kam zu Festnahmen und Verletzungen. Auch das neu besetzte Convergence Space in der Earl Street wurde durch Polizeieinheiten gestürmt (Berichte und Fotos:
1,
2,
3). Als Grund für ihr gewaltsames Vorgehen gibt die Polizei an, dass Personen aus den Centern für die Ausschreitungen am 1. April verantwortlich gemacht werden.
Eine Kundgebung für den Toten in der Nähe der Bank of England wurde am Donnerstag
ebenfalls von der Polizei aufgelöst. Am Nachmittag griff die Polizei immer wieder DemonstrantInnen auf und begann damit, willkürlich Menschen zu kontrollieren und abzufilmen.
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12 Videoberichte: Augenzeugenberichte über den Todesfall (
volle Version) || Klimacamp:
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5 G20 City of London 1. April ||
Critical Mass || Bank of England:
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Kesselbruch 1,
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