Video: Zwangsräumung? Verhindern! [Mobi-Clip]

leftvision 06.02.2013 19:07 Themen: Freiräume Repression Soziale Kämpfe
Am 14. Februar droht die Zwangsräumung einer Familie in Berlin-Kreuzberg. Ein erster Räumungsversuch verhinderten 150 Menschen mit Sitzblockaden, ein zweiter Versuch wurde kurzfristig abgesagt. Nun mobilisiert das Bündnis "Zwangsräumung verhindern" zu Sitzblockaden am 14. Februar um 7 Uhr. Die Blockade einer Zwangsräumung ist die Möglichkeit der Verdrängung ganz konkret entgegenzutreten. >> Mobi-Videolink:  http://youtu.be/H6N5tpdHD2Y
Die betroffene Familie wohnt seit über 30 Jahren in ihrer Wohnung. Ein neuer Hauseigentümer erhöhte die Miete und konnte wegen eines Fristversäumnisses eine Räumungsklage durchsetzen. Eine Zwangsräumung ist die Spitze des Eisbergs in einem Prozess von massiv steigenden Mieten und der daraus folgenden Verdrängung. Die Politik setzt die Räumungen gegen Widerstände durch und versucht die Mieterinnen und Mieter weiter in einen Zustand der Ohnmacht zu versetzen.

Die erste verhinderte Räumung löste eine Solidaritätswelle aus. Viele Unterstützer*innen bekunden nun einen weiteren Räumungsversuch tatkräftig mitzuverhindern. Infoveranstaltungen in der ganzen Stadt, Blockadetraining, eine Warm-Up-Demo, tausende Plakate und viele weitere Aktivitäten informieren und mobilisieren die Mieterinnen und Mieter. Auch weitere Betroffene haben sich gemeldet um gemeinsam ihre Zwangsräumungen zu verhindern. Ein älteres Ehepaar in der Lübbenerstraße in Berlin-Kreuzberg konnte so den Verbleib in ihrer Wohnung erkämpfen.

Der 14. Februar wird ein sehr wichtiger Tag für den stadtpolitischen Protest in Berlin werden. Es ist an der Zeit sich der gewaltigen Verdrängungswelle in den Weg zu setzen.

>> Mobi-Videolink:  http://youtu.be/H6N5tpdHD2Y

Weiterführende Links:
 http://zwangsraeumungverhindern.blogsport.de/
 http://leftvision.de/index.php?option=com_content&view=article&id=173:zwangsraeumung-verhindert-ein-geschichte-ueber-verdraengung-und-widerstand&catid=2:protest-und-bewegung&Itemid=6

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Ergänzungen

Praktisches Beispiel

Paul der freundliche Pilz 07.02.2013 - 01:59
In Kopenhagen wurden immer wieder Personen festgenommen wegen vermeintlichen Beleidigungen gegenüber Polizei-Beamten, u.a. wenn diese in ihren Streifenwagen durchs Viertel in Norrebro fuhren. Eine Person scheint wegen einem Mittelfingers in Richtung eines Streifenwagens vor Gericht gestanden zu haben. Er wurde freigesprochen!

Begründung des Gerichts: Die dänische Gesellschaft ist derart zivilisiert befriedet, dass eine polizeiliche Regulierung nur in Ausnahmefällen stattfinden muss sollen. Aus dem Grund ist es der Bevölkerung NICHT zuzumuten, dass sie eine erhöhte Polizeipräsenz in Form von Polizeiwagen ertragen muss.
Und deshalb kann es sein dass sich die BewohnerInnen derart vom Anblick solch einer Staatsgewaltlichen Präsenz bedroht fühlen, dass es zu emotionalen Affekt-Handlungen kommen kann und deshalb ein Mensch der diese dann in Form einer Beleidigung wie dem Mittelfinger zeigen emotional ausdrückt, nicht zu bestrafen sei.


Auf Berlin bedeutet das: In einem Viertel in dem seit über 30 Jahren jährlich 1.Mai Ausnahmezustände herrschen, in dem permanent Polizei-Notstand herrscht, in dem Zivilbeamte und politische Sonder-Kommissionen regelmäßig Kontrollen durchführen und zb. BürgerInnen die nachts "politischen Machenschaften" nachgehen könnten, Verdachtsunabhängigen Leibesvisitationen unterziehen und in einer Stadt wo Monatelang überall nur ein Flughafen-Bau in den Nachrichten steht, obwohl es ein Wohnungsproblem gibt,...... da könnte es doch, vermutlich, dazu kommen dass jemand auch ohne den obigen Paragraphen zu kennen, aus dem Bauch heraus, emotional komplett durchdreht, wenn er dann aus seiner vermeintlich letzten dem alten Mietspiegel angehörigen Wohnung in Kreuzberg rausgeprügelt werden soll und zuufällig seine Freunde was davon mitbekommen ???!!!!

Mag ja sein dass es deshalb etwas hässlich werden wird, sone Begegnung mit der 23 ist sicher nicht toll, und dann noch der Knast...aber hat man das alles überstanden, einen Verteidiger zur Seite, eventuell sogar einen Fachspezifischen der sich nicht auf Sozialrecht sondern auf die Auslegung des Grundgesetz spezialisiert hat, da wäre doch die Chance nicht gering dass ein Gericht erstmal die psychische Verfassung dieser Person überprüfen wollen wird, bevor er eine Strafe ausspricht, oder was meint Ihr?!

Muss man sich denn als Bürger alles gefallen lassen nur weil seit paar Jahrzehnten undemokratische Chaoten regieren, die man ja natürlich nicht mal gewählt hat und somit nichts dafür kann sondern seiner demokratischen Pflicht nachgekommen ist diese pluralistische Meinungen die zu diesem Senat führten zu tolerieren, und deshalb es Normalität ist dass sowas täglich passiert, dass schwer bewaffnete Robocops in die Wohnung stürmen, weil man in der BUNDES-haupstadt wohnt und irgend jemand meint Kreuzberg müsse "multikulturell" erhalten bleiben und nur für Touristen oder Minderheiten (hippe Clubs gibts doch immer) ausgebaut werden anstatt dass neue Wohnungen geschaffen werden? Ich glaube nicht !

Aber das ist Verhandlungssache. Müsste man mit dem Einsatzleiter direkt klären wenn es soweit ist. Falls sich überhaupt in irgend einer Form sowas wie eine öffentlich relevante Aktion die unter das Versammlungsgesetz oder der zivilen Ordnung fällt ergeben würde. Ist ja nicht ungewöhnlich dass Leute mit Hüten in ihrer Wohnung in der es von der Decke tropft sitzen oder gerade ihre Waffensammlung putzen wenn die Beamten die Wohnung betreten, oder?! Und außerdem sind wir in Berlin! Hier entsteht schon manchmal der Eindruck von Rechts-freiheit. Kann man denn verurteilt werden wenn man glaubt man dürfe alles weil nebenan gekifft wird und das niemanden stört? Könnt ja sein dass man verschlafen hat dass die BRD aufgelöst wurde. Wer kann als psychisch Kranker schon den Unterschied zwischen Science Fiction Filmen und der Realität unterscheiden?! Heutzutage kann es soo schnell gehen psychisch krank zu werden!
Da wird man gemobbt und ZACK ist es soweit.

Naja aber das alles ist erst relevant wenn es soweit ist und jemand vor Ort ist. Ansonsten spielt das alles eh keine Rolle und ist nur geistiger Dünnschiss im Internet und da wir nicht in China leben darf man ZUM GLÜCK noch laut denken. Besonders wenn man halluziniert und diese aus Panik irgend jemand mitteilen will, ohne zu bemerken dass man in einer öffentlichen Kommentarspalte schreibt...

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Zeige die folgenden 5 Kommentare an

Schweinerei! — Iceflame

Hallo Iceflame — anonym

Umgang mit Repression — Iceflame

@Kontroverso — Iceflame

Hakennase — egal