Friedrichshain kommt nicht zur Ruhe

Oberschwabe aus Hamburg a.M. 06.01.2013 17:05
Friedrichshain kommt einfach nicht zur Ruhe.
Gestern abend versammelten sich ca. 100-200 Leute zu einer spontanen Strassenfeier in der Rigaerstrasse und kümmerten sich nebenbei um die Entsorgung übriggebliebener Silvesterraketen und einiger von der Strassenreinigung vergessener Weihnachtsbäume. Leider wohnen in letzter Zeit immer mehr Menschen im Viertel die andere Vorstellungen von Party, Spass & Kiezleben haben und so rief ein besorgter Anwohner Polizei und Feuerwehr. Die Cops rückten sichherheitshalber gleich mit 2 Hundertschaften an und so gab es einige kleine Auseinandersetzungen. Die BZ verdreht das Geschehene natürlich wie üblich und lügt von "mit Pyrotechnik angegriffenen Feuerwehrleuten". Fakt ist: Gentrifizierung und die innerstädtischen Verdrängungsprozesse sind brutalste strukturelle Gewalt und ein brennender Weihnachtsbaum spendet Licht und Wärme.

BZ-Darstellung:  http://www.bz-berlin.de/tatorte/chaoten-attackieren-feuerwehrleute-article1615248.html
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Ergänzungen

naja

ähm 06.01.2013 - 17:50
so ganz spontan war die party nicht ;-) hängt wohl eher damit zusammen das einige leute nicht mehr ins mono konzert gekommen sind obwohl wir schon um neune vor der Tür standen!! der veranstalter sollte sich schonmal fragen warum er so ein ding in einem viel zu kleinen raum macht und dann leute nicht mehr reingelassen werden.

Was hats gebracht?

Eigentor 06.01.2013 - 18:11
..und vor allem blockiert er die Fahrbahn, der brennende Weihnachtsbaum. Wenn man von einem beschissenen Arbeitstag im Schichtdienst nach Hause kommt und eh schon abkotzt weil durch die ganzen zugezogenen Spacken nicht nur die Buden sondern auch die Parkplätze knapp sind und dann auch noch mitten auf der Kreuzung ein 2m hohes "Lagerfeuer" brennt, welches von anderen hauptsächlich Zugezogenen angezündet wurde und einem den Weg nach Hause blockiert und man um den halben Block fahren muss, um am Ende am Arsch der Welt zu parken weil durch den Feuerwehr- bzw. durch den Bulleneinsatz die halbe Straße gesperrt wird, ist das natürlich voll gut und sorgt für unheimlich viel Sympathie. Was daran Party sein soll, die hätte man auch auf dem Hof eines "Freiraumes" oder auf dem Gehweg machen können, oder gar "aufständig" sein soll, versteh ich nicht so richtig, als nämlich Bullen kamen waren die "Revolutionäre" alle ganz schnell weg. Und so einen pubertären, von der Friedrichshainer Alt-Bevölkerung völlig losgelösten Kinderquatsch und Ringelpietz mit Anfassen auch noch mit der Überschrift "Friedrichshain kommt nicht zur Ruhe" zu versehen ist einfach Unsinn. Die könnte in diesem Fall nämlich auch noch genau gegen die Lagerfeuermeister verwendet werden also negativ ausgelegt werden. Nichts gegen Aktionen mit Sinn und Verstand aber aus 'ner Bierlaune heraus den Nachbarn auf den Sack gehen ist erbärmlich. Das passt zu den Parolen "Kein Gott - kein Staat" und anderem Zeug dann aber mit Kirchen-Querulanten wie denen aus der Galiläakirche (war Eppelmann auch bei der Feier?) unter einer Decke stecken. Jippie. 100 Minuspunkte bei den letzten Ossis und Altmietern im Kiez und das an einem Abend.

@naja

kein name 06.01.2013 - 18:19
Was heißt hier Raum zu klein? In die Kirche gehen 500 Leute, wer hätte ahnen können das so viele kommen?? Und was sind die Alternativen, etwa ins Astra gehen? Auf der Webseite von Mono steht genau warum sie das nicht machen und hier zeigt sich auch das Problem in Berlin und anderswo. Außer kleinen und meist von einer Szene dominierten Clubs gibt es keine Freiräume mehr für größere unkommerzielle Subkultur. Es ist an der Zeit das sich gewaltig was ändert! Gentrifizierung, kapitalistische Stadt inkl. Kulturkommerz stoppen, holt euch das Leben zurück!

Gute Texte und Infos gibts hier:
 http://gentrificationblog.wordpress.com/

Pubertäre Aktion

egal 06.01.2013 - 19:06
Wie kurz muss man Denken können, um ernsthaft zu schreiben "Leider wohnen in letzter Zeit immer mehr Menschen im Viertel die andere Vorstellungen von Party, Spass & Kiezleben haben"?

Für die meisten Menschen ist es nunmal störend, wenn spät Abends "Party und Spass" herrscht, sei es, weil sie arbeiten müssen, kleine Kinder haben oder einfach keinen Bock auf lautstarke Feierei in Wohngebieten.
Wenn das Teil eurer Gentrifizierungskritik ist, dann gute Nacht...

Zumindest die Menschen, die ihr immer versucht mit euren Kampagnen anzusprechen, sind nicht die Zielgruppe von Weihnachtsbaumbränden und Geböller.

Dass euer Party-Habitus fast jedem mit Ende zwanzig oder Arbeit tierisch auf die nerven geht, so weit sollte eure Politik doch wohl noch gehen oder?

trifft den nagel auf den kopf

sgjhetzkwjhwrjj 06.01.2013 - 19:15
@ pfff 06.01.2013 - 18:43

ich würd ja dinge erst lesen und dann kommentieren. der kontext besteht wohl in dem überstrapazierten slogan, eher einer phrase, kein gott kein staat und der zusammenarbeit mit einer kirche. und dann auch noch dieser....

um das kommentar aber in seiner komplexität voll zu begreifen muss man 1. (ost)berliner sein und 2. möglichst älter als 20 jahre. wenn man dann als linker auch noch einen gesunden abstand zu dem hält was sich heute so szene nennt und sich einen gefestigten klassenstandpunkt bewahrt hat, spricht der kommentar von eigentor einem voll aus der seele. vom "einfachen" friedrichshainer gar nicht erst zu sprechen. dem sind solcherlei dinge (brennende bäume auf der strassenkreuzung) fremd und haben für ihn keinen effektiven nutzen in hinblick auf seine prekäre situation. auch dann nicht, wenn sie (die friedrichshainer normalos) sich in der linken ecke verorten.

@ Eigentor

NeuOssi & Nichtberliner 06.01.2013 - 19:41
Jau, ich bin ganz deiner Meinung, obwohl auch zugezogen, wenn auch nicht nach Berlin.
Hab' mir das Spektakel angeschaut und bin dessen auch nur noch müde. Ich finde Sachen kaputtmachen ja gut, aber bitte ein bischen (!) mit Hirn & Verstand und vielleicht ein einziges mal nicht in der Rigaer?!
Nach dem MfA-Konzert gabs schon ne schöne große kritische Masse, 300-500 Leute vielleicht. Da hätte man was reißen können, alle zusammen nach Köpenick zur NPD-Zentrale, irgendwelche Neubauten besudeln, Kameras (die es mittlerweile überall in F'hain gibt) demolieren oder weiß der Geier. Scheiße gibt's genug in der Stadt. Aber diese Rigaer-Str-Scharmützel sind tatsächlich albern und dumm und haben schon Schnazenfestqualität. Ebärmlich.

PS: Dass die Bullen es natürlich nicht besser verdient haben is ne andere Sache. Dann aber richtig. Tannebäume anzünden und wenn die Cops kommen abhauen is echt arm.
Leute, wie soll denn dat dat werden mit der Revolution oder auch nur dem Aufstand?
Weniger Alk und mehr Organisierung is angesagt!

@sgjhetzkwjhwrjj

Laura 06.01.2013 - 19:58
Na du bist ja ein toller "echter Ostberliner", klingt eher nach Lokalnationalismus. Wenn du einer von denen wärst der du vorgibst zu sein, dann würdest du dir vieleicht etwas mehr Gedanken über Verdrängungsprozesse machen und die steigenden Mieten würden dir größere Sorgen bereiten als brennende Weihnachtsbäume. Stattdesen sorgst du dich um vermeintliche Widersprüche von Kirchennutzung und Slogans wie "kein Goot, kein Saat..." und offenbarst damit lediglich nur deine Unkentniss darüber, dass die Galiläakirche schon zu DDR-Zeiten ein wichtiger Ort des Widerstandes war. Nein, du bist kein Ostberliner!

@ Ossi-Berliner-BZ-Leser

. 06.01.2013 - 20:24
An alle möchtegern Ossis, echt-Berliner, BZ-Leser und andere Trolle: Eure Postings sollen doch gezielt die Galiläaikirche verunglimpfen mit dem einzigen Ziel den Laden dicht zu machen. In Wahrheit gibt es keinerlei Hinweise, dass die Ausschreitungen was mit dem Konzert zu tun haben. Ich war selbst auf dem Konzert, es war absolut friedlich und es war von bürgerlichen über Alternative bis zu Punks ALLES vertreten. In der Gegend sind Samstagabend immer jede Menge Party- und Krawalltouristen unterwegs, die hätten das ebenso starten können, genau wie irgendwelche Agent Provokateurs die für solche Sachen bezahlt werden. Insofern einfach mal die Bälle flach halten!

ffsdfsd

sdfdsf 06.01.2013 - 20:37
Alter ma ganz ehrlich, wenn vor meinem Haus n Feuer brennt dessen Flammen mehrere Meter in den Himmel schlagen ruf ich auch die verdammte Feuerwehr, scheißegal ob ich in der Köpi, der Rigaer, in irgendnem Altbau oder nem Luxusloft wohne.
Und ich wäre ehrlichgesagt auch angepisst wenn fast jedes Wochenende in meiner Wohngegend irgendwas kaputtgeht.

@sdfdsf

aha 06.01.2013 - 21:13
ja, weil du als völlig system-immanentes Rädchen nicht mehr in der Lage bist selbständig zu handeln und zu denken. Ich an deiner Stelle hätte mich von meinem Sofa aufbegeben, wäre die Treppe runtergelaufen um festzustellen was da los ist und hätte ggf. zum Wassereimer gegriffen, denn bis die Feuerwehr kommt ist es meistens schon zu spät! Evtl. hätte ich aber auch ein kleines Lagerfeuer auf der Mitte der Kreuzung gesehen, wo ohnehin nichts weiter passieren kann ausser das ein paar stinkende Blechkisten einen Umweg fahren müssen und dann wäre ich beruhig wieder nach oben gegangen, vor allem weil ich das Gefühl hätte das ich nun evtl. doch noch einige Zeit länger in der Wohnung verweilen kann weil der Investor das Objekt einfach nicht los bekommt.

Die BZ

respekt! 07.01.2013 - 00:29
berichtet eben lieber im Tatort-Teil über irrelevante Krawalle als im Kulturteil über ein völlig geniales Konzert. Gleiches gilt im übrigen für Indymedia. Ich finde es sensationell wie es eine Band schafft ohne jede Werbung und Profimarketing in einer Stadt wie Berlin so eine Masse an Leuten zusammen zu bekommen und im DIY-Stil mit fünf Leuten ein Konzert dieser Größenordnung zu organisieren. Dafür auf jedenfall absoluten Respekt! Mono für Alle sind FRAKTUS in echt, nur viel besser und deswegen waren auch so viele da.

Kommentar vom Veranstalter

no sleep till fhain 07.01.2013 - 01:32
Nachdem ich nach einer sehr ruhigen und friedlichen Veranstaltung des gestrigen Abends, gerade einschlägige urbane Medien gelesen habe und mir davon schlecht wurde, möchte ich mal ein paar worte verlieren...wir als Betreiber des Jugend[widerstands]museum sind für friedlichen konstruktiven Protest gegen Missstände in unserer Gesellschaft und bereit jegliche Diskussion offen zu führen. Hierzu ist die ehemalige Galliläa Kirche gerade wegen ihrer bewegten Geschichte ein idealer Ort.
Wenn allerdings die Plattform Jugend[widerstands]museum von einigen Gästen die teilweise nicht einmal hier zuhause sind genutzt wird um unter dem Deckmantel der schon immer subversiven Rigaer Straße vor unserer Tür Stress zu suchen, nehmen sich diese Leute jegliche Möglichkeit sich politisches Gehör für ihre Ansichten zu verschaffen.
Ihr schadet mit einem solchen Verhalten eurem eigenen Ideal.
Gemeindschaftliches Lagerfeuer birgt eine gewisse Romantik...ABER BITTE NICHT VOR UNSERER EINGANGSTÜR!!!
Diese Art von Kapitalismus und Gesellschafts Kritik juckt das System in keinster Weise und zeigt auch keine Wirkung außer ein paar Artikeln in der von euch allen ach so verhassten Boulevard Presse,wobei man hier einigen Sensationsgeilheit unterstellen möchte. DIE GESCHÄDIGTEN SIND IN DEM FALLE WIR ALS KONZERTVERANSTALTER!!! da von der Presse eine direkte Verbindung zwischen Konzert und Krawall gezogen wird.
Ich frag mich im Übrigen auch warum hier einige hirnverbrannte Idioten Feuerwehrleute attackieren. Ich möchte mal wissen, ob ihr das auch tun würdet wenn ihr Hilfe braucht, bei nem Unfall oder wenn euch am Silvestertag ne Rakete durchs offene Fenster fliegt und euch die Bude abfackelt....
Unsere Belegschaft wohnt fast geschlossen im näheren Umfeld des Museums. Wir lieben unseren Kiez und das bunte Friedrichshain, das ein absolut erhaltenswerter Ort ist.
Ich möchte alle Gäste des JWM bitten mit Bedacht zu handeln, friedlich zu bleiben und genau zu überlegen was sie tun wenn sie unsere oder eine andere Veranstaltung verlassen...Wenn hier nach jedem Konzert die Straße brennt haben wir da keinen Bock drauf, müssen uns aber mit dem Stress hinterher auseinander setzen, weil wir die Verantwortung dafür reingedrückt kriegen. Die Leute die den Stress machen liegen zuhause und schlafen ihren Rausch aus während wir putzen, Scherben einsammeln und löschen...Das ist kein kollegiales Verhalten uns gegenüber, sondern zutiefst egoistisch und infantil. Euer Protest kommt nicht da an wo ihr ihn eigentlich gehört haben wollt, sondern wie ein Boomerang zurück und trifft uns als Haus, als Nachbarn und Veranstalter.

Stocki

@Anti Sozialismus

Um Gottes Willen 07.01.2013 - 15:28
Zitat: "hier gibt es nichts mehr zu befreien!"

Du schreibst viel, verstehst aber nicht einmal im Ansatz wo das Problem liegt, daher scheint es müßig sich mit dir auseinanderzusetzen. Ich versuche es aber trotzdem mit ein paar kurzen Worten:

1.) Die DDR hatte nie einen Sozialismus, es war eine Diktatur mit sozialistischen Facetten die sich dem Volk als Sozialismus verkauft hat. Kein Mensch, kein Linker und auch niemand der Randale macht will heutzutage ein solches System.

2.) Der Kapitalismus hat die Leute nicht befreit. Es gibt zwar die Reise- und Meinungsfreiheit und auch die Freiheit so viel Geld zu verdienen wie man will, die Möglichkeiten dazu sind aber begrenzt und neue Unfreiheiten sind entstanden. Die Meinungsfreiheit ist vielleicht noch die größte Errungenschaft, dafür gibt es eine immer weiter außereinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich. Beispielsweise hat der einfache Arbeiter heuzutgae kaum noch die Möglichkeit, einen bürgerlichen Wohlstand mit Eigenheim zu erlangen, wie dies in der BRD in den 80igern selbstverständlich war. Von den 3-6 Mio. Dauerarbeitslosen ganz zu schweigen. Und global betrachtet verelenden viele Teile der Welt, während sich in anderen Teilen ein ressourcenvernichtender und völlig inhumaner Turbokapitalismus breit macht. Tausende Menschen sterben jährlich bei dem Versuch nach Europa zu kommen um dieser Unfreiheit zu entfliehen. Und Europa selbst droht dank des Kapitalismus auseinander zu brechen. Der Kapitalismus hat heute so abgewirtschaftet wie der realexistierende Sozialismus 1989.

3.) Die brennenden Weihnachtsbäume am Samstag haben mit all dem erstmal garnichts zu tun. Es können völlig unpolitische Krawalltouristen gewesen sein, vielleicht war auch ein politischer Gedanke dahinter, wahrscheinlich war es aber einfach ein kleines Ventil für die Unzufriedenheit. Die Frage ist doch eher warum sich Leute wie du über ein kleines Strassenfeuer aufregen wo es doch tausend andere Gründe gibt, z.B. das hier:  http://de.indymedia.org/2013/01/339933.shtml

Was für ein Geplapper...

xsidekickx 07.01.2013 - 15:37
Interessant was für Elendgestalten sich hier an einem Feuerchen aufgeilen, was so spektakulär nun wirklich nicht ist, zumindest wenn man nicht erst seit 1,5 Jahren in Berlin lebt. Der Kiez und die Anwohner, wenn es denn noch welche gibt die länger als 3 Jahre in dem Kiez wohnen sind sicher ganz anderes gewohnt und sind geblieben. Aber das können hier ja die wenigsten wissen, woher auch?!

@Veranstalter

Konzertbesucher 08.01.2013 - 00:12
Hey, warum bist du dir egentlich so sicher das Feuerwehrleute angegriffen wurden, ich hab davon nämlich nichts mitbekommen? Hast du die Feuerwehr gefragt oder die Info einfach aus der BZ oder der Bullenpresse übernommen? Evtl. ist deine Stellungnahme ein falsches Eingeständnis an den völlig schwachsinnigen BZ Artikel und damit eher kontraproduktiv.

jenseits vom Dorfplatz

lesender arbeiter 08.01.2013 - 16:04
Als Mieter einer Wohnung in der Rigaer Straße, nicht in dem fraglichen Gebiet, und politischer Aktivist sehe ich in diesem Kämpfen rund und den Dorfplatz keinen emanzipatorischen Sinn.

Dass Menschen ihre Nachtruhe wollen und sich beschweren, wenn sie aus dem Schlaf geschreckt werden, hat nichts mit Spießer_innentum zu tun. Alle wissen, dass es auch unter den Mieter_innen ehemaliger besetzer Hausprojekte immer wieder Streit um den Lärm in den Kneopen gibt, beispielsweise können die Betreiber_innen des Sama-Cafes davon berichten. In anderen Häusern ist es nicht anders.

Wenn dieser Wunsch nach Nachtruhe schon als reaktionär diffamiert wird, dann macht mensch sich schnell zum Sprachroher einer Eventkulur, die 24 Stunden um sich kreist. Nicht nur die Nachbar_innen auch die meisten Beschäftigten bleiben dabei auf der Strecke.
Dass bedeudet nicht, dass es nicht legitimes Recht auf öffentliche Feiern und Straßenfeste gibt, aber ich finde, dass Rücksichtnahme auch zu einem emanzipatorischen Umgang mit den Nachbar_innen gehört, sei es im eigenen Haus, sei es in den Nachbarhäusern.
Dabei würde ich auch keine Trennung zwischen sogenannten normalen Mieter_innen und Ex-Besetzer_innen machen. Auch die ex-besetzen Häuser sind in der Regel heute normale Mietshäuser. Es gilt vielmehr das gemeinsame zu entdecken.
Tipps für linke Interventionen:

Nur wenige hundert Meter vom Dorfplatz soll demnächst das Green Village mit hochpreißigen Eigentumswohnungen entstehen:
www.haufe.de/immobilien/entwicklung-vermarktung/projekte-deals/sanus-stellt-berliner-wohnbauprojekte-vor_254_141226.html http://initiativeouryjalloh.wordpress.com

Derweil sollen die Mieter_inne naus den noch unsanierten ehemaligen "Stalinbauten" an der Frankfurter Allee vertrieben werden. Sie haben mittlerweile einen Mieter_innenrat gegründet.

Link zum Mieterrat:
 http://mieterrat-frankfurter-allee.org/
Hier bieten sich Möglichkeiten eier Zusammenarbeit, die egoistischen Kiezkämpfe der letzten Tage behindern siie nur.

Ehrenamtliche Sozialarbeit

Laura 08.01.2013 - 19:33
Im Grunde ist das was die Leute von der Gallikirche machen professionelle Sozial- und Jugendarbeit die von Stadt/Land/Staat mit tausenden von Euro monatlich gefördert werden müsste! Ohne solche Einrichtungen würde es in Berlin regelmäßig richtig Knallen weil die Leute immer weniger wissen wohin und der Frust steigt. Stattdessen wird die Kohle verpulvert für Flughäfen, Bahnhöfe und spießige Parkanlagen und die Gallikriche noch öffentlich angeprangert obwohl auch BZ und Bullen genau wissen dass es immer und überall Krawallos gibt und das das rein garnichts mit der Kirche zu tun hat. Die Kirche dafür anzugreifen ist ein rein ideologisches Ding.

Mein Lieblingsartikel

:-) 08.01.2013 - 19:37
und wie ich finde auch der "objektiveste" und allen journalistischen Ansprüchen gerecht werdend ist dieser:

 http://blogs.berliner-kurier-online.de/thriller/?p=4643#more-4643

nuue Eigentumswohnungen in Friedrichshain

lesender arbeiter 08.01.2013 - 22:52
Hier noch mal der Link

zu den geplanten Eigentumswohnungen zwischen Rigaer und Liebigstraße


 http://www.haufe.de/immobilien/entwicklung-vermarktung/projekte-deals/sanus-stellt-berliner-wohnbauprojekte-vor_254_141226.html

Vid

Snoop Dog 09.01.2013 - 16:22
hier gibts ein Video von der angeblich ach so schlimmen Punk-Veranstaltung:  http://www.youtube.com/watch?v=01aVLRcXEYg

Also der Fhain

n.n. 11.01.2013 - 04:13
ist dank Zuzug und Durchzug auch nicht mehr was er mal war ,Kommerzialisierung und Abzocke bis in die alternativen Läden ,die neuen Leute sind schlecht,Konsummodelle werden gepusht ,viele Leute gehen von hier dann bei Konflikten,die nicht mehr hier gelöst werden wie früher,dann vonhier in soziale Institutonen und in vorletzter Zeit auch wieder in die Klapsmühle oder komen voll runter und gehen kaputt,es ist überdies voll und eng geworden hier,so das sich viele Hoffnungen vieler hiertotlaufen,und es kommen auch Leute mit einem ganz anderen und ausbeuterischem Szeneverständnis,die hier saufen ,ficken,Produkte schieben,Harddrugs komsumieren oder sich Inspirationen für hippe Produktionen holen ,die sie hinterher vermarkten können (Film,etc.).der Kiez ist auch voll zwischenmenschlicher Gewalt zeitweise,nicht wie früher,und vor allem auch zeitweise krass Frauen feindlich,viele Lesbenwichser ,Leute mit menschenverachtenden und entwertenden Einstellungen ,und in letzter Zeit fahren ein paar Leute hier rum und laufen hier durch die aus dem Sympathieumfeld eines Provinzvergewaligers kommmen,die hier rumprovozieren ,und auch zu viele Leute betreten oder verlaßen den Kiez als Alkoholiker und sind nicht mehr ganz richtig in der Schüssel.Vorsicht,die Leute suchen hier längst wie im Astra Kicks gegen Langeweile und die Sortierung hat nicht mehr hin wie früher ,je unbestimmter das Angebot wird.Ob man da nochmal was dagegen tun kann ist fraglich ,und das ist alles viel schlimmer als wieder so ein Feuer ,sie benehmen sich auch da wo wenig vertraute Kontrolle ist wie die Schweine,wie da wo viele Muslime sind oder eben im Osten bei den "Linken ",den "Ossis".Kommt auch viel weg hier...

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