Peer, Wowi und eine Ergebenheitsadresse

Karl - Rosa Lichtenberg 29.12.2012 17:09 Themen: Soziale Kämpfe
Seit der Ergebenheitsadresse eines der Veranstalter des sog. "alternativen Gedenkens an Rosa und Karl", "Jusos in der SPD" (siehe homepage)an den Kanzler Kandidaten "Honorar Peer" Steinbrück, hat sich so einiges getan. Gerne informieren wir ein wenig darüber.
zur Dokumentation die Ergebenheitsadresse der "Jusos in der SPD" (Selbstbeschreibung):

"Wir brauchen dich! Setz dich für den Politikwechsel ein!
13. Dezember 2012

Ein ereignisreiches Jahr 2012 liegt hinter uns. Am 9. Dezember hat die SPD auf dem Bundesparteitag mit Peer Steinbrück unseren Kanzlerkandidaten nominiert. Peer hat in einer überzeugenden Rede dargelegt, warum die schwarz-gelbe Bundesregierung endlich abgewählt werden muss. Er hat unsere Alternativen klar dargelegt. Er hat vor allem eins deutlich gemacht: Dass man Haltung bewahren muss. Wer für Alternativen kämpft, muss auch gesellschaftliche Konflikte eingehen. Peer Steinbrück hat damit klar gemacht: Er möchte mit einem Programm, das auf unseren Grundwerten beruht, in den Wahlkampf ziehen. Ich bin mir sicher: Wenn wir und der Kandidat klar zeigen, dass die SPD für soziale Gerechtigkeit steht, gewinnen wir 2013 auch die Bundestagswahl.

Dabei kommt es auf uns Jusos an. Wir haben in den vergangenen Monaten gezeigt, dass wir uns kritisch und konstruktiv in die programmatische Aufstellung unserer Partei einbringen. Sei es die Verbesserung der Ausbildungschancen von jungen Menschen, das Wahlalter 16 oder wie zuletzt die rentenpolitische Debatte – wir Jusos mischen uns nicht nur ein. Wir sorgen auch dafür, dass sich die Positionen der SPD verändern. Wir haben im letzten Jahr gezeigt: Wir sind mehr als eine einfache Parteijugend, die alles bejubelt, was von oben kommt – wir sind ein eigenständiger linker Richtungsverband. Wir sind laut, wenn es darum geht, für unsere Inhalte zu kämpfen. Wenn es sein muss, streiten wir uns auch mit der SPD. Wir sind in gesellschaftlichen Bündnissen aktiv. Wir sind dabei, wenn Nazis blockiert werden müssen, wir werben mit Gewerkschaften und Sozialverbänden für eine gerechte Besteuerung hoher Vermögen, wir sind vor Ort in unzähligen Bündnissen aktiv, die in ganz konkreten Projekten für mehr Freiheit, mehr Gerechtigkeit und mehr Solidarität sorgen.

Im Jahr 2013 wird die SPD 150 Jahre alt. Wir Jusos werden gemeinsam mit den Falken und vielen anderen BündnispartnerInnen dieses Jubiläum mit dem Workers Youth Festival, das im Mai in Dortmund stattfindet, feiern. Wir wollen aufzeigen, dass unsere Grundwerte auch heute noch genauso aktuell wie vor 150 Jahren sind. Das werden wir beim Festival deutlich machen! Das werden wir auch im Wahlkampf zeigen. Wer sich mit den gesellschaftlichen Zuständen abfindet, findet sich mit Stillstand ab. Wir sind der Verband den politischen Alternativen und des Fortschritts! Wir sind dabei, wenn es darum geht, ein sozial gerechtes Wahlprogramm für die SPD zu entwerfen. Dafür ziehen wir 2013 in den Wahlkampf. Unser Ziel ist klar: Wir kämpfen 2013 für einen Politikwechsel. Der geht nur mit rot-grün. Deshalb werben wir für eine möglichst starke SPD."

Das sagt eigentlich schon alles über die "emenzipatorischen" Vorstellungen der Jusos.

"Ihr Peer" geistert gerade mit seinen arroganten Honorar - Forderungen, mit seinem Hass gegen Hartz IV - EmpfängerInnen (kaufen von Erhöhungen Bier, Wein, Kippen) und heute aktuell mit seiner Forderung nach höherem Königs, äh nee, Bundeskanzler - Gehalt durch die Medien.

Partymeister Woworeit wurde gerade von einem Stadtmagazin zum peinlichsten Berliner gewählt und versenkt weiter Millionen in seinem "Willy Brand" - Flughafen. Viele Freunde machen er und die SPD sich gerade damit, die in Berlin traditionellen Schrebergärten (innerstädtische Erholungsquelle für RentnerInnen und Familien) platt machen zu wollen. Woworeit braucht die Flächen für seinen innerstädtischen Ballermann - Massentourismus (Woworeit: "10, 15 Millionen, da ist noch Platz nach oben").

In Berlin spricht man inzwischen offen von dem Boheme - Bürgermeister, der die BerlinerInnen abgrundtief verachtet und hasst.

Der soziale Charakter der Stadt bricht gerade überall zusammen. Krankenhäuser, Altenheime ringen um Arbeitskräfte. Können ihnen aber keinerlei Wohnraum bieten. Aber der Wowi hat doch nen Plan. Es gab doch mal so etwas wie Sklaven. Importieren wir doch Krankenschwestern aus Vietnam und China. Die kann man zu zehnt in ein Marzahner Zimmer pferchen und weil nicht EU, erkennt man die Examen nicht an und zahlt halt "HelferInnen" - Gehalt. Wer das rassistisch oder sozialdarwinistisch nennt, ist ein Flegel.

Nennen wir es emanzipatorisch, fertig die Laube.

Auch über die anderen Veranstalter wäre noch einiges zu sagen. Die "Emanzipaorische Linke" in der Linkspartei (parteirechter Flügel, so was wie "Realos" in den Grünen), die Sektierer vom BAK Shalom, die Lügner von Solid Berlin (es gab nie eine emanzipatorische Diskussion in Solid. Von oben wurde entschieden. Deshalb distanzieren sich immer mehr Solid - Gruppen), die Gentrifikations - Befürworter von "Hipster Antifa Neukölln", der Chef der Berliner Linkspartei (Wählerstimmen mehr als halbiert, in Kreuzberg unter 5%) Lederer und zwei abgehalfterte "Neues Deutschland" - JournalistInnen...

Man muss die LL - demo nicht mögen, auch vielleicht nicht hingehen, aber die Demo der künftigen Sozial - Kahlschlag - Kader ganz sicher nicht.

Aber das ist eine andere Geschichte...
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Ergänzungen

Ja, die SPD ist scheiße und ja, ihr nervt!

Egal 30.12.2012 - 22:55
Was genau wollt ihr damit bezwecken hier jeden Tag again and again den gleichen Stuff zu Posten? Kein linksradikaler kann ernsthaft was emanzipatorisches an der SPD finden, keine frage. Warum das also immer wieder und wieder Posten? Weil ihr eigentlich genau wißt, das der Bündnis-Aufruf euren Unterstellungen widerspricht? Weil ein kurzes drüberlesen ausreicht um zu checken, das der Aufruf nicht das geringste mit SPD-Politik zu tun hat, sondern statt dessen klar Position gegen Staat, Nation und Kapital bezieht? Wollt ihr mit eurem die-SPD-ist-scheiße-mantra erreichen das sich keiner mehr den Aufruf durchließt und guckt, was die aufrufenden wirklich vertreten? Denkt ihr wirklich irgendwer glaubt, das Menschen die diesen Aufruf unterschrieben haben hartz4, Rassismus, undundund gutheißen?
Laßt indymedia in Ruhe, laßt uns in Ruhe und geht auf eure Scheiß stalinparade...
Stalin. Wowereit. Steinbrück. Scheiße.
Für den Kommunismus - ohne Maofreaks, Stalinfans und Nationalisten!

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Jaja — Auch Egal