Festnahme in Dresden
Wenige Tage vor Weihnachten schlug das LKA zu. Nach einer Auseinandersetzung bei einer nicht angemeldeten Party im Norden der Stadt zu Beginn des Monats, vollzogen Beamte des LKA am 20. Dezember einen Haftbefehl gegen einen jungen Mann. Dazu griffen die Fahnder bei einem planmäßigen Job Center Besuch des Beschuldigten zu und verhafteten ihn noch vor Ort. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Körperverletzung an einem Polizeibeamten vor.
Das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) hat am 20. Dezember einen der 21 Beschuldigten im laufenden Verfahren wegen der "Bildung einer kriminellen Vereinigung" vorläufig festgenommen. Der Grund für die Festnahme war ein vom Amtsgericht Dresden bereits am 6. Dezember ausgestellter Haftbefehl. Darin wird dem Mann vorgeworfen, am 1. Dezember an einem Übergriff auf einen Polizisten beteiligt gewesen zu sein. Die Dresdner Polizei hatte an dem Tag eine nicht genehmigte FreeParty in den Kellerräumen eines leerstehenden Gebäudes in Klotzsche gewaltsam aufgelöst. Der Festgenommene soll außerdem "massiv" gegen Bewährungsauflagen verstoßen haben und sitzt nun in Untersuchungshaft.
Im Verfahren gegen eine mutmaßliche "Antifa-Sportgruppe" ermitteln die Beamtinnen und Beamten der Sonderkommission bereits seit 2010 gegen einen 21köpfigen Personenkreis. Die Gruppe soll sich nach Einschätzung des LKA und der Staatsanwaltschaft Dresden gegründet haben, um "Straftaten, wie Körperverletzungen und Sachbeschädigungen zum Nachteil offensichtlich rechtsorientierter Personen" durchzuführen. Dazu fanden sowohl im im April 2011 als auch in diesem Jahr mehrere Durchsuchungen in einigen sächsischen und brandenburgischen Städten statt.
Nach Angaben der Kampagne 129ev war der Beschuldigte am 20. Dezember zu einem Termin im Job Center erschienen und dort von Beamtinnen und Beamten des LKA Sachsen festgenommen worden. Schon bei der Anfang Dezember aufgelösten Party war die Person von den eingesetzten Beamten mit Handschellen abgeführt und trotz fehlender Personalienfeststellung mit Namen angesprochen worden. Die Kampagne 129ev kritisierte zudem, dass vor seiner Festnahme nicht versucht worden sein soll, ihn an seiner Meldeadresse anzutreffen.
Die Verfahren, Anwälte und mögliche Prozesse kosten leider sehr viel Geld, eine solidarische Unterstützung in dem Verfahren durch Spenden bitte an:
Im Verfahren gegen eine mutmaßliche "Antifa-Sportgruppe" ermitteln die Beamtinnen und Beamten der Sonderkommission bereits seit 2010 gegen einen 21köpfigen Personenkreis. Die Gruppe soll sich nach Einschätzung des LKA und der Staatsanwaltschaft Dresden gegründet haben, um "Straftaten, wie Körperverletzungen und Sachbeschädigungen zum Nachteil offensichtlich rechtsorientierter Personen" durchzuführen. Dazu fanden sowohl im im April 2011 als auch in diesem Jahr mehrere Durchsuchungen in einigen sächsischen und brandenburgischen Städten statt.
Nach Angaben der Kampagne 129ev war der Beschuldigte am 20. Dezember zu einem Termin im Job Center erschienen und dort von Beamtinnen und Beamten des LKA Sachsen festgenommen worden. Schon bei der Anfang Dezember aufgelösten Party war die Person von den eingesetzten Beamten mit Handschellen abgeführt und trotz fehlender Personalienfeststellung mit Namen angesprochen worden. Die Kampagne 129ev kritisierte zudem, dass vor seiner Festnahme nicht versucht worden sein soll, ihn an seiner Meldeadresse anzutreffen.
Die Verfahren, Anwälte und mögliche Prozesse kosten leider sehr viel Geld, eine solidarische Unterstützung in dem Verfahren durch Spenden bitte an:
Rote Hilfe Dresden, Konto: 609760434
BLZ 36010043, Postbank Essen
Stichwort "Verfahren 129"
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Ergänzungen
Kampagnenstart “DRESDEN 13|02 – KEINE RUHE!”
Die Festnahme hat vielleicht was mit dem Kampagnenstart zu tun,war ja in den vergangenen Jahren oft der Fall.
Pressemitteilung vom 21.12.2012
Heute, am 21.12.2012, startet die antifaschistische Kampagne „13|02 KEINE RUHE! Jeden Opfermythos dekonstruieren – Nazis stoppen!“ mit der Veröffentlichung des Aufrufs ihre Mobilisierung gegen den Naziaufmarsch am 13.02.2013. Denn auch an diesem Tag plant das neonazistische „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ einen Aufmarsch in Dresden.
mehr unter:
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Und das alles wegen Marschmusik
DJ Fuckface
Meldeadresse?
Leider gibt es kaum nennenswerte Gegenwehr!
Art gibt es leider kaum und deswegen fühlen sich die Bullenschweine nach wie vor unantastbar. Jede(r) eingeknastete GenosseIn sollte mindestens eine abgebrannte Bullenkarre nach sich ziehen. Jedes Richterschwein, das Haftbefehle wegen erweiterter, politischer Aktivitäten unterschreibt, gehört mit Name und Adresse veröffentlicht und auch so ein Richterschwein hat vermutlich einen PKW und naheliegend ist, daß die Staatsanwaltsschweine ebenso nicht nur zu Fuß gehen und eine Adresse haben...
Feuer und Flamme diesem Faschostaat!
ha
Wessen einzige wirkliche Leistung ist, dass diejenigen mit denen Solidarität gefordert wird (weil ja alle links sind) Angst haben, weil Meinungsverschiedenheiten durch Drohung und Gewalt gelöst werden sollen, der muß sich nicht wundern, wenn die eigene lokale "Szene" zu großen Teilen (für Dresdner Verhältnisse) froh über die Verhaftung ist.
ein hoch auf staatliche strukturen
das kennen wir doch zur genüge, irgendwer hat immer irgendwas gegen irgendwen. es ist mir egal, ob du und vielleicht auch deine freunde den menschen der da verhaftet wurde für einen psycho halten. wenn da einige aus eurer lokalen szene es gut finden wenn jemand weggesperrt wird, stimmt was grundsätzliches nicht bei denen. es ist ein unterschied, ob man sagt "ich verspüre da jetzt kein mitleid" oder sich tatsächlich zu freuen. ich finde das ekelhaft und würde mit leuten wie dir nichts zu tun haben wollen, weil mein mißtrauen groß wäre, du würdest mich gerne ausliefern, sobald ich etwas tue oder sage, was nicht deinem horizont entspricht.
@@ha
Das Ausleben "revolutionärer" Gewaltphantasien von solchen Menschen, bietet eben diesen staatlichen Strukturen immer wieder Möglichkeiten "die Szene" anzugreifen.
Doch anstelle solche Vorfälle mal zum Anlaß zu nehmen, darüber nachzudenken ob denn uneingeschränkte Solidarität mit Menschen ok ist, die abweichende Meinung mit Gewalt (auch innerhalb des eigenen "Lagers")beantworten, werden lieber diejenigen mit szeneinternen Repressionen bedroht, die seit längerer Zeit schon kritisieren, dass sinnloses Ausleben von Gewaltkomplexen, antisemitisches und sexistisches Rumgemacker wie von besagter Person, mehr Schaden anrichtet, als deren Verhaftung.
Ja es gibt Leute die froh sind, dass besagte Person erst einmal nicht mehr frei rumläuft, nicht nur aus den oben genannten Gründen, sondern schon allein, weil in der Zeit die Angst kleiner ist, dieser Person in einem ungünstigen Moment zu begegnen.
Dass diese Person nun einsitzt, hat nicht wirklich was mit wichtiger politischer Arbeit zu tun und ist auch nicht Repression gegen politisch nicht gewollte, sondern die Gründe liegen allein bei der Person selbst.
Wie unfähig die "Szene" in Dresden ist, zeigt dabei die Tatsache, dass sie nun ihrerseits diejenigen mit Repressionen bedroht, die nicht 100% solidarisch mit dieser Person sind.
Das diese Person aber selbst nur solange solidarisch war, wie die Solidarität ihre eigenen Vorstellungen deckte (die zumeist mit Gewalt und Gewaltandrohung verbunden waren), interessiert keinen.
Und bitte jetzt nicht mit "das sind Interna, sowas trägt mensch nicht in die Öffentlichkeit" kommen. Intern wurde und wird sich verweigert sich mit dem Problem der Schlägertypen auseinanderzusetzen, sei es nun aus Angst vor diesen oder mit der dämlichen Begründung das Nest sauber zu halten.
Wenn du schon "ein Hoch auf staatliche Strukturen" unterstellen willst, dann kannst du das auch gleich für den Haufen nehmen der sich (zumindest in Dresden) Szene schimpft.