Handgreiflichkeitengegen Tierrechtsaktivisten

Initiative-Gerecht 29.11.2012 19:52 Themen: Bildung Indymedia Medien Repression Soziale Kämpfe Ökologie
Zu den Geschenissen vom letzten Sammstag den 25.11.2012
Tierschützer von Zirkus-Mitarbeitern attackiert!

Wie schon häufiger bei Zirkus-Gastspielen machten die Aktivisten der Nordhorner „Initiative GeRecht“ am vergangenen Samstag beim „Moskauer Zirkus“, der in der letzten Woche auf dem Schützenplatz Blanke gastierte, ihre Kritik an den Haltungsbedingungen der Zirkustiere deutlich. Mit Flugblättern sollten die Besucher über die nicht-artgerechte Haltung, den psychisch wie physisch stark belastenden ständigen Transport der Tiere und die oftmals tierquälerischen Dressuren aufmerksam gemacht werden. Während ähnliche Aktionen in der Vergangenheit häufig mit sehr positiven Gesprächen mit nachdenklich-gewordenen Zirkusbesuchern endeten, sahen sich die drei Aktivisten im Alter von 19 bis 22 Jahre diesmal einer massiven Bedrohung durch die Mitarbeiter des „Moskauer Zirkus“ ausgesetzt.

Den drei Tierschützern wurde unmittelbar nach ihrem Eintreffen durch Mitarbeiter des Zirkus Platzverbot erteilt. Dem Platzverweis wurde sofort Folge geleistet und die Aktion wurde auf dem öffentlichen Gehweg im Eingangsbereich des Schützenplatzes fortgesetzt. Es dauerte nicht lange, bis ca. zehn Zirkus-Mitarbeiter auf die Aktivisten zukamen, diese körperlich und verbal attackierten und ein von den drei jungen Nordhornern mitgebrachtes Plakat zerstörten. Mit Sätzen wie ,Wir hauen euch gleich allen aufs Maul, wenn ihr euch hier nicht sofort verpisst!“ oder ,,Nehmt eure Fahrräder lieber mit, sonst sind die gleich kaputt“ wurden die Mitglieder der „Initiative GeRecht“ an der Fortsetzung ihrer Flugblatt-Aktion gehindert. Die Tierschützer verständigten daraufhin die Polizei, die die Personalien aller beteiligten Zirkus-Mitarbeiter aufnahm.

„Dieses brachiale und ungerechtfertigte Verhalten gegenüber einem völlig friedfertigen Protest können wir nicht hinnehmen“, so ein Sprecher der Initiative. Kein Verständnis zeigt die „Initiative GeRecht“ für die Nordhorner Stadtverwaltung als Genehmigungsbehörde und den Schützenverein Blanke als Verpächter des Platzes. „Wer im Internet nach diesem Zirkus recherchiert, trifft sehr schnell auf Zeitungsberichte über regelmäßige Auseinandersetzungen mit Tierschützen, kommunalen Ordnungsbehörden und Platzbetreibern, die dieser Zirkus verursacht hat“, berichtet ein Vertreter der „Initiative GeRecht“. Erst im Frühjahr diesen Jahres hatte etwa das Ordnungsamt der Stadt Steinheim (Westfalen) nach negativen Erfahrungen andere Kommunen vor dem „Moskauer Zirkus“ gewarnt.

Die „Initiative GeRecht“ spricht sich dafür aus, generell keine Zirkusse mit Tiervorführungen in Nordhorn auftreten zu lassen. Zahlreiche Städte haben bereits solche Gastspiele durch eine Änderung der Nutzungssatzung für öffentliche Flächen ausgeschlossen. Hier könne die Stadt Nordhorn durch einen entsprechenden Beschluss des Stadtrates ein positives Signal für den Tierschutz setzen, so die „Initiative GeRecht“.
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hallo — Tierschutz