[LG] Räumung Frommestraße am 1.11.
Das dritte Haus der Frommestraße in Lüneburg soll am Donnerstag (1.11.) geräumt werden. Bewohner_innen und Unterstützer_innen der jetzt betroffenen Hausnummer 4 wollen das nicht hinnehmen. Sie haben sich in der Vergangenheit politisch und mit praktischen Aktionen zur Wehr gesetzt, um die Räumung und den Abriss der Häuser zu verhindern - trotzdem wurden die Nr. 2 bereits abgerissen, die Nr. 5 diesen Sommer geräumt. Ab Mittwoch Abend und für Donnerstag sind vielfältige Aktionen geplant, mit denen die Räumung verhindert werden soll. Kreativer Widerstand ist jetzt gefragt! Potential und jede Menge leerstehende Gebäude in Lüneburg sind vorhanden.
Die Stadt begründet ihre Abrissverfügung mit „Gefahr für Leib und Leben der Bewohner“. Das ist völliger Unsinn: Hausbesitzer Sallier hat zwar dieses Jahr nur noch Miete kassiert und nichts mehr für das Haus getan - das Haus wurde aber 2004 statisch saniert und das neueste Gutachten bestätigt die Standsicherheit des Hauses noch für die kommenden 11 Jahre.
Wenn in der Frommestrasse in den nächsten Tagen Menschen verletzt werden, wird nicht die Bausubstanz des Hauses Ursache sein, sondern die „Anwendung unmittelbaren Zwangs“, der den Bewohner_innen von der Stadt in der Abrissverfügung vorsorglich angedroht wird. Schon bei der Räumung der Nr. 2 sorgten hochmotivierte BFE-Einheiten mit ihrem Einsatz für blaue Flecken und selbst in den bürgerlichen Medien für Empörung.
Die Bewohner- und Anwohner_innen fordern "das Ende dieser Kette völligen Blödsinns, der uns wütend macht". Für sie steht fest: "Das Häuser können erhalten bleiben und das fordern wir auch! Die Stadt soll eine ohne jegliche fachliche Grundlage erlassenes Nutzungsverbot für alle Mieter_innen der Nummer 4 sofort wieder zurücknehmen, statt gewaltsam Fakten zu schaffen!"
Wenn in der Frommestrasse in den nächsten Tagen Menschen verletzt werden, wird nicht die Bausubstanz des Hauses Ursache sein, sondern die „Anwendung unmittelbaren Zwangs“, der den Bewohner_innen von der Stadt in der Abrissverfügung vorsorglich angedroht wird. Schon bei der Räumung der Nr. 2 sorgten hochmotivierte BFE-Einheiten mit ihrem Einsatz für blaue Flecken und selbst in den bürgerlichen Medien für Empörung.
Die Bewohner- und Anwohner_innen fordern "das Ende dieser Kette völligen Blödsinns, der uns wütend macht". Für sie steht fest: "Das Häuser können erhalten bleiben und das fordern wir auch! Die Stadt soll eine ohne jegliche fachliche Grundlage erlassenes Nutzungsverbot für alle Mieter_innen der Nummer 4 sofort wieder zurücknehmen, statt gewaltsam Fakten zu schaffen!"
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Ergänzungen
Aktion
Am Mittwoch gibt's ab 19.00 Uhr Vokü.
Mit der Räumung wird bereits ab den frühen Morgenstunden gerechnet.
Kommt vorbei! Seid da! Pennplätze sind vorhanden."
ab Mittwoch Twitter:
im archiv..
Breaking News!
Trotzdem morgen abend ab 19 Uhr Vokü + neueste Infos. Danach Solikonzert mit Kai-Uwe Kolkhorst.
Abwarten und wachsam bleiben...
aufschub
Heute nachmittag:
Die Stadt kommt mit ihrer Begründung für die Räumung beim
Oberverwaltungsgericht nicht hinterher, die Materie sei "zu komplex und
technisch".
Das Oberverwaltungsgericht hat der Stadt daraufhin eine
Fristverlängerung für ihre Räumungsbegründung zugestanden - allerdings
nur, wenn die Stadtverwaltung garantiere, ihre Räumungsverfügung nicht
am 1. November umzusetzen.
Der Anwalt der Stadt hat daraufhin heute bei Gericht zugesagt,
*nicht* *vor* *dem* *9.* *November* *zu* *räumen.*
Es geht bei dieser Entscheidung noch nicht um etwas endgültiges, erst
mal nur ein paar Tage Aufschub.
Da die Räumungsverfügung nur von einer der Bewohner_innen gerichtlich
angegriffen wurde, gilt diese Entscheidung auch erst einmal nur für
diese eine Bewohnerin. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Stadt
nicht das Resthaus räumt, verrammelt und abreißt und nur die zweite
Etage stehen lässt.
Vokü morgen in der Fromme. Weitere
Ideensammlungen auch.
Videos zur Situation
von der Lüneburger Landeszeitung:
von graswurzel.tv
youtube: