Solidarität mit den hungerstreikenden Geflüchteten

fromhamburgwithlove 26.10.2012 09:24 Themen: Antifa Antirassismus Soziale Kämpfe
Am 24.10. sind insgesamt 20 Teilnehmer_innen des Refugee Protestmarchs und Bewohner_innen des Protestcamps auf dem Oranienplatzes vor dem Brandenburger Tor in den unbefristeten Hungerstreik getreten. Sie hielten sich dort auf einer angemeldeten Kundgebung auf und werden von der Polizei massiv bedrängt und schikaniert. In der letzten Nacht kam es zu einem brutalen Angriff durch die Bullen.
Am Abend des des 24.10. entfernten die Bullen schon das mitgebrachte Zelt gewaltsam von der Kundgebung und verboten den Kämpfenden und ihren Unterstützer_innen die Benutzung von Isomatten, Stühlen, Schlafsäcken, Zeltplanen oder sogar Pappe.

Die Hungerstreikenden verbrachten seit dem schon mehr als eine Nacht unter freiem Himmel und lassen sich nicht von den Repressionsbehörden zermürben. Sie halten dem unmenschlichen Druck der Regierung stand und schrieben in einer am 25.10. veröffentlichten Erklärung: “Es hat nicht heute oder gestern angefangen, wir sind seit 7 Monaten auf der Strasse und kämpfen mit all unserer Kraft für unsere Rechte. Unser Widerstand auf der Strasse wird weitergehen egal was passiert.”
Weiter äußerten die kämpfenden Asylbewerber_innen die Absicht, trotz schlechter Verfassung eine weitere Nacht unter freiem Himmel zu verbringen und riefen alle solidarischen Menschen dazu auf, sie im Kampf für ihre Rechte vor dem Brandenburger Tor zu unterstützen.
In der Nacht vom 25.-26.10. kam es dann gegen 2 Uhr zu einem brutalen Angriff durch die mit vielen Kräften anwesende Polizei. Begründet wurde dieser Angriff mit der Verwendung zuvor erlaubten von Schlafsäcken und Decken auf der Kundgebung. Die Polizei nahm 3 Personen fest, darunter einen Geflüchteten, und entriss den Anwesenden die Decken. Die geflüchtete Person wurde noch in der Nacht wegen einer Verletzung am Bein von der Polizei ins Krankenhaus gebracht.

Wir wissen, dass die Verantwortlichen in diesem Staat und in seinen Institutionen die Kämpfer_innen zermürben und unsichtbar machen wollen. Wir wissen auch, dass ihnen die Polizei dabei immer als willige Handlanger_innen zur Seite stehen wird.

Deshalb erklären uns uneingeschränkt solidarisch mit den hungerstreikenden Geflüchteten und rufen dazu auf, sie mit aller Kraft zu unterstützen! Solidarität ist eine Waffe, Hände weg von unseren Freund_innen in Berlin!

Der Protest hört erst auf, wenn die Forderungen der Geflüchteten durchgesetzt sind:
- Abschaffung des Abschiebegesetzes
- Anerkennung ALLER Asylsuchenden als Politische Geflüchtete
- Abschaffung der Residenzpflicht
- Abschaffung der Lager und Sammelunterkünfte für Geflüchtete

From Hamburg with love – Solidarität muss praktisch werden!
Eine Bewegung auf der Straße braucht Solidarität auf der Straße!



Die Erklärungen der hungerstreikenden Geflüchteten in Berlin findet ihr hier:

 http://refugeetentaction.net/index.php?option=com_content&view=article&id=137:erklaerung-der-hungerstreikenden-gefluechteten-in-berlin&catid=2&Itemid=132&lang=de

 http://refugeetentaction.net/index.php?option=com_content&view=article&id=140:berlin-fluechtlinge-im-hungerstreik-kundgebung-am-brandenburger-tor&catid=2&Itemid=132&lang=de

Aktuelle Infos:
 http://refugeetentaction.net
 http://www.facebook.com/Refugeemarch
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Ergänzungen

Guter Zeitpunkt:Kennzeichnungspflicht fordern

Namensschilder 26.10.2012 - 09:40
Kennzeichnungspflicht für alle Polizeieinheiten bundesweit !

Amnesty International fordert seit einiger Zeit die Kennzeichnungspflicht für potentielle
Straftäter in Uniform. Prügelnde Gewaltverbrecher im Staatsdienst dürfen nicht mehr anonym bleiben !

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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