[B] RassistInnen verhöhnen Gedenken am Alex
Viele Menschen gedenken derzeit auf dem Alexanderplatz dem jungen Jonny K., der am vergangenen Sonntagmorgen brutal zusammengetreten wurde und an den Folgen starb. Solche Verbrechen sind unfassbar und das Mitgefühl sowie die Unterstützung gilt den Angehörigen. Wer dieses hochemotionale Thema und die Trauer sowie Trauernden allerdings für eigene Interessen, Symbolpolitik, Forderungen nach Scheinlösungen oder gar für rassistische Hetze benutzt, diskreditiert und entlarvt sich selbst.
Unerträglich wird es, wenn RassistInnen u.a. von "Pro Deutschland" oder der "Germans Defence League" als scheinbarer Teil einer so genannten Bürgerinitiative "Tag der Patrioten" (die erstmals am 03. Oktober einträchtig mit der NPD eine Veranstaltung unter selber Bezeichnung abgehalten hat) angelehnt an NPD-Strategien hochemotionalisierte Themen zu besetzen und gesamtgesellschaftliche Probleme wie Jugendkriminalität zu ethnisieren und/oder zu kulturalisieren versuchen, um die Trauer und Wut rassistisch und nationalistisch aufzuladen. Dazu gehört die Konstruktion "deutsches Opfer" (Pro D: „Er starb, weil er Deutscher war!“) ebenso dazu, wie die Konstruktion des gegenübergestellten Feindbildes der "ausländischen TäterInnen", welches zu dem selbst ohne nähere Kenntnisse zu den TäterInnen vorab schon prognostiziert bzw. implementiert werden soll. Neben der Kriminalisierung von MigrantInnen und AsylbewerberInnen generell als eine Hauptzielrichtung zeigt sich der rassistische Hintergrund ihrer Mahnwache auf dem Alexanderplatz auch durch die explizite Bezugnahme mit ihrer Forderung nach "wirksamen Maßnahmen gegen die Islamisierung Deutschlands". Auch ohne Kenntnis über den religiösen Hintergrund der TäterInnen, beweisen sie nicht nur ihr Unwissen bezüglich muslimischer Glaubensrichtungen im Umgang mit Kriminalität. Zu dem verbinden sie erneut bewußt vorab ein vermeintlich wahrgenommenes äußeres Erscheinungsbild mit einer vermeintlichen Herkunft und Religionszugehörigkeit sowie mit Kriminalität. Ängste und Vorurteile sollen so geschürt und negative Eigenschaften auf ganze Bevölkerungsgruppen übertragen werden, um insbesondere vom "Zeitgeist" der gesellschaftlichen und von Teilen der Politik und Medien vermittelten Akzeptanz der Hetze gegen MigrantInnen insbesondere MuslimInnen zu profitieren. Dies wird über die Konstruktion von "No-Go-Areas" und eine angebliche "Hauptstadt der Angst" noch zugespitzt. Der Schrei nach dem Polizei-, Überwachungs- und Sicherheitsstaat als ultimative Lösung folgt auf dem Fuße, wobei dies noch durch Eigeninteressen bestimmter staatlicher Behörden aber auch von Teilen der Politik und Medien befördert wird.
Im Gegenzug unterstellt die rassistische "Germans Defence League" (in dem Schreiben am Gedenkort, wird nur das wohl eher unbekanntere Kürzel GDL benutzt)der Presse indirekt und in einem für sie eher ungewöhnlichen aber scheinbar dem Anlass extra angepassten, moderateren Ton, eine unfaire, verharmlosende und "wie üblich" den TäterInnen zugeneigte Berichterstattung. Dies steht im Einklang mit den Versuchen "rechtspopulistischer" und rassistischer Kleinstgruppierungen sich selbst ständig zum Opfer einer "linken Meinungsdiktatur" und "Zensur" sowie als einzig legitimer Anwalt und Interessenvertreter des "kleinen deutschen Mannes" zu gerieren.
Ob diese "Mahnwache" mit Wahlkampfplakaten von "Pro Deutschland" am 16. Oktober von der angeblichen Bürgerinitiative "Tag der Patrioten" angemeldet wurde, wie der rassistische Webblog "Politically Incorrect" vermeldet oder von "Pro Deutschland" selbst, die wieder einmal übertrieben von "Rund zwanzig Mitglieder und Freunde der Bürgerbewegung pro Deutschland" (vermutlich einschließlich unbeteiligter Trauernder) schrieben, spielt kaum eine Rolle. Die personellen Überschneidungen sind nicht zu übersehen. Als Schnittstelle scheint u.a. eine Frau alias "Nachdenklich Berlin" zu agieren, die einerseits schon den "Tag der Patrioten" gemeinsam u.a. mit Lars Seidensticker (ehemalige DVU-Mitglied, Berliner Landesvorsitzender und Bundesgeschäftsführer von Pro D)vorbereitet hatte,letzterer dann aber mit "Pro D" scheinbar wegen interner Differenzen und Distanzierungen von einer Teilnahme Abstand nehmen mußte. Dafür durfte dann die NPD mit Sebastian Schmidtke (Vorsitzender Berliner NPD) teilnehmen. Darüber hinaus nahm sie sowohl bei einer Kundgebung der "Germans Defence League" vor der Botschaft des Sudan und der Kundgebung von "Pro D" gegen den Flüchtlingsmarsch nahe des Paul-Löbe-Hauses jeweils am 13. Oktober teil. In einem Kommentar auf ihrer Facebookseite bedankt sich dann ein Robin Classen für die Mahnwache auf dem Alexanderplatz vom 16. Oktober: "Super, dass du die so kurzfristig organisiert hast!". Beworben hatte sie nicht nur diese als eifrige Kommentatorin auch bei "Politically Incorrect". Eine weitere Schnittstelle scheint der einst von seiner Funktion als stellvertretender Bundes- und Landesvorsitzenden von der rassistischen Kleinstpartei in Auflösung "Die Freiheit" entbundene, Karl Schmitt, zu sein, der am 17. August auch bei der rassistischen Kleinstbewegung "Pax Europa" ausgetreten war. Nach eigenen Angaben auf seiner Facebookseite als "Folge der Ablehnung meines Antrags zur Beendigung der Abgrenzung zu anderen freiheitichen Gruppen". Ob er damit seine Teilnahme bei der einen Tag später später stattfindenden, gefloppten Berlin-Tour von "Pro D" an bestimmte "Brennpunkte" sichern wollte oder die Teilnahme der NPD an dem von ihm auf dem Breitscheidplatz angemeldeten und ebenfalls gefloppten "Tag der Patrioten" vom 03. Oktober mit der GDL kann nur vermutet werden. Zur Zeit jedenfalls scheinen Mitglieder oder Personen aus dem Umfeld von "Pro D" ständig am "Gedenkort" des Angriffes auf Jonny K. auf dem Alexanderplatz und neben dem Rathaus Präsenz zu zeigen. Scheinbar um für den Brief der GDL Wache zu halten und/oder wie auch berichtet worden ist, ihre rassistische Propaganda an PassantInnen und Trauernde u.a. in Diskussionen weiterzuleiten.
Ob die rassistischen Kommentare im Kondolenzbuch, dass in der St. Marienkirche nahe dem Tatort ausgelegt worden ist, ebenfalls aus dem Umfeld dieser rassistischen Gruppierungen stammen, ist unklar. SymphatisantInnen waren es aber ganz sicher.
Im Gegenzug unterstellt die rassistische "Germans Defence League" (in dem Schreiben am Gedenkort, wird nur das wohl eher unbekanntere Kürzel GDL benutzt)der Presse indirekt und in einem für sie eher ungewöhnlichen aber scheinbar dem Anlass extra angepassten, moderateren Ton, eine unfaire, verharmlosende und "wie üblich" den TäterInnen zugeneigte Berichterstattung. Dies steht im Einklang mit den Versuchen "rechtspopulistischer" und rassistischer Kleinstgruppierungen sich selbst ständig zum Opfer einer "linken Meinungsdiktatur" und "Zensur" sowie als einzig legitimer Anwalt und Interessenvertreter des "kleinen deutschen Mannes" zu gerieren.
Ob diese "Mahnwache" mit Wahlkampfplakaten von "Pro Deutschland" am 16. Oktober von der angeblichen Bürgerinitiative "Tag der Patrioten" angemeldet wurde, wie der rassistische Webblog "Politically Incorrect" vermeldet oder von "Pro Deutschland" selbst, die wieder einmal übertrieben von "Rund zwanzig Mitglieder und Freunde der Bürgerbewegung pro Deutschland" (vermutlich einschließlich unbeteiligter Trauernder) schrieben, spielt kaum eine Rolle. Die personellen Überschneidungen sind nicht zu übersehen. Als Schnittstelle scheint u.a. eine Frau alias "Nachdenklich Berlin" zu agieren, die einerseits schon den "Tag der Patrioten" gemeinsam u.a. mit Lars Seidensticker (ehemalige DVU-Mitglied, Berliner Landesvorsitzender und Bundesgeschäftsführer von Pro D)vorbereitet hatte,letzterer dann aber mit "Pro D" scheinbar wegen interner Differenzen und Distanzierungen von einer Teilnahme Abstand nehmen mußte. Dafür durfte dann die NPD mit Sebastian Schmidtke (Vorsitzender Berliner NPD) teilnehmen. Darüber hinaus nahm sie sowohl bei einer Kundgebung der "Germans Defence League" vor der Botschaft des Sudan und der Kundgebung von "Pro D" gegen den Flüchtlingsmarsch nahe des Paul-Löbe-Hauses jeweils am 13. Oktober teil. In einem Kommentar auf ihrer Facebookseite bedankt sich dann ein Robin Classen für die Mahnwache auf dem Alexanderplatz vom 16. Oktober: "Super, dass du die so kurzfristig organisiert hast!". Beworben hatte sie nicht nur diese als eifrige Kommentatorin auch bei "Politically Incorrect". Eine weitere Schnittstelle scheint der einst von seiner Funktion als stellvertretender Bundes- und Landesvorsitzenden von der rassistischen Kleinstpartei in Auflösung "Die Freiheit" entbundene, Karl Schmitt, zu sein, der am 17. August auch bei der rassistischen Kleinstbewegung "Pax Europa" ausgetreten war. Nach eigenen Angaben auf seiner Facebookseite als "Folge der Ablehnung meines Antrags zur Beendigung der Abgrenzung zu anderen freiheitichen Gruppen". Ob er damit seine Teilnahme bei der einen Tag später später stattfindenden, gefloppten Berlin-Tour von "Pro D" an bestimmte "Brennpunkte" sichern wollte oder die Teilnahme der NPD an dem von ihm auf dem Breitscheidplatz angemeldeten und ebenfalls gefloppten "Tag der Patrioten" vom 03. Oktober mit der GDL kann nur vermutet werden. Zur Zeit jedenfalls scheinen Mitglieder oder Personen aus dem Umfeld von "Pro D" ständig am "Gedenkort" des Angriffes auf Jonny K. auf dem Alexanderplatz und neben dem Rathaus Präsenz zu zeigen. Scheinbar um für den Brief der GDL Wache zu halten und/oder wie auch berichtet worden ist, ihre rassistische Propaganda an PassantInnen und Trauernde u.a. in Diskussionen weiterzuleiten.
Ob die rassistischen Kommentare im Kondolenzbuch, dass in der St. Marienkirche nahe dem Tatort ausgelegt worden ist, ebenfalls aus dem Umfeld dieser rassistischen Gruppierungen stammen, ist unklar. SymphatisantInnen waren es aber ganz sicher.
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Ergänzungen
Ergänzung
Ein Zitat von vielen: "Denn nur ein toter Musel ist ein guter Musel". So denken diese Leute wirklich.
Fakt ist leider: man muss gar nicht großartig suchen, um auf solche Zitate zu stoßen. Sie springen einen an. Und insofern sind sie selbstredend auch repräsentativ.
Wut und Trauer
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