29.09. - NPD-Mahnwache in Cottbus und Protest

antifaphotoarchive 03.10.2012 22:23 Themen: Antifa Antirassismus Freiräume Kultur Medien Soziale Kämpfe
Im letzten September-Wochenende, zeitgleich mit einer antifaschistischen Demonstration in Finsterwalde ( http://de.indymedia.org/2012/09/335670.shtml), veranstaltete der „NPD-Kreisverband Lausitz“ am Samstag den 29.09. eine Mahnwache auf dem Cottbuser Stadthallenvorplatz. Nicht mehr als 25 Neonazis aus Cottbus und Umland folgten der Anmeldung durch Ronny Zasowk, dem stellvertretenden Landesvorsitzenden der NPD-Brandenburg. Mehr Fotos:  http://www.flickr.com/photos/63402479@N08/sets/72157631685537615/
Mit Brandenburg-Fahnen, Transparenten, einem PKW-Lautsprecherwagen und mit verschiedenen Redebeiträgen sollte die Mahnwache unter rechter Demagogie auf die Gefahr des „Euro“ hinweisen. Es beteiligte sich der JN-Stützpunktleiter Lausitz - Pierre Dornbrach, beide NPD-Abgeordnete des Kreistages Spree-Neiße – Karsten Schulz und Markus Noack sowie Neonazis aus dem Dahmeland.

Die Vorgehensweise der NPD-Neonazis ist seit Jahren dieselbe. Sehr kurzfristig werden Mahnwachen angemeldet um somit möglichen Protesten aus dem Weg zu gehen. Am selben Tag fand eine antifaschistische Demonstration in Finsterwalde statt, zu welcher regionale linke Strukturen seit Wochen mobilisiert haben. Es scheint so, als wäre die „NPD-Lausitz“ nur durch Kurzfristigkeit und Abwesenheit von Antifaschist_Innen in der Lage Veranstaltungen reibungslos durchführen zu können.

Doch auch diesmal fanden sich spontant einige Antifaschist_Innen zusammen, um die Mahnwache zu stören. Mit kreativen Aktionen wie z.B. Seifenblasen, Entsorgung von NPD-Material sowie einem Eier-Schlängellauf durch die „strammstehenden“ Neonazis. Ausgerüstet mit Besen, kehrten Antifaschist_Innen im Anschluss die Neonazis symbolisch vom Stadthallenvorplatz.
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Ergänzungen

Kindergarten

Kindergarten 10.10.2012 - 16:42
...auf beiden Seiten. Die NPD wird in der Region von so ziemlich allen Nazis boykottiert. Dass es in Cottbus und Umland eine ekelhaft große Naziszene gibt, sieht man nicht nur am Vereinsverbot der "Widerstandsbewegung" im Juni, sondern auch an der permanenten Präsenz im Stadtbild, in Sportvereinen usw. Geht doch mal an einem ganz normalen Tag durch die Altstadt - da sitzen bei Back und Zack schon mehr Nazis rum als die NPD aufzubieten hat. Alle eindeutig erkennbar und provokant. Aber weil das alles die Kategorie "Türsteher und Kampfsport" ist, macht kein Antifa was! Ich als Frau, die alternativ aussieht, welchsle regelmäßig vorsorglich die Straßenseite in Cottbus. Wenn das Studium durch ist, sieht mich hier niemand mehr. Rechte Monokultur über weite Strecken!

Warum ich das schreibe? Der Text und die Fotos erwecken den Eindruck, als seien in Cottbus nur eine Handvoll Nazis ein Pfuhl der Lächerlichkeit. Tatsächlich gehen in Cottbus über 2000 Leute zum EM-Kampf eines wegen Volksverhetzung verurteilten Mario Schulze. DA sollte man sich mal Gedanken drüber machen, nicht über diese lächerliche Aktion von lächerlichen NPD-Kiddies, die selbst von den Nazis in CB ausgelacht werden.

Nichts für ungut, aber so sieht es aus.