Wuppertal: ProNRW-Aufmarsch am 27.Oktober

Antifa-Cafe 01.10.2012 18:52 Themen: Antifa Antirassismus Blogwire
Am 27. Oktober wollen die Rassist*innen von ProNRW in Wuppertal-Elberfeld ihre Hetze verbreiten. Der Anlass, den sich die selbsternannte „Bürgerbewegung“ gibt, ist ein geplanter Moscheebau an der Gathe. Wie gewohnt kündigen sie großspurig 300 Teilnehmer*innen an.
Der ProNRW-Kreisverband wird von den beiden Ex-NPD-Mitgliedern Andre Hüsgen und Claudia Gerhardt geführt. Das Nazipaar möchte nun scheinbar mit der Pro-Partei ihre faschistische und rassistische Politik umsetzen. Andre Hüsgen war 2001 an dem Naziangriff auf die Gedenkfeier am ehemaligen KZ Kemna in Wuppertal-Beyenburg beteiligt und wurde später wegen Fluchthilfe verurteilt. Seine Lebensgefährtin Claudia Gerhardt hatte 2010 im Landtagswahlkampf, sogar mit dem eigenen Nachwuchs, Werbung für die NPD gemacht. Es dürfte ProNRW also schwerfallen das so gewünschte „bürgerliche Image“ herzustellen.
Dennoch ist zu befürchten, dass Claudia Gerhardt und co. versuchen werden eine längere rassistische Hetzkampagne gegen den Moscheebau zu starten.

Pikantes Detail der ganzen Geschichte ist, dass der Moscheeneubau auf, beziehungsweise neben dem jetzigen Grundstück des Autonomen Zentrums geplant ist. Die örtliche Monopoltageszeitung „Westdeutsche Zeitung“ spekulierte in einem Artikel sogar über einen AZ-Umzug.
Zukünftig wird es sicherlich noch Diskussionen über die Zukunft des AZ's geben, einer Nachbarschaft von Moschee und AZ steht prinzipiell nichts entgegen.
Nun brüstet sich ProNRW damit, direkt am Grundstück der geplanten Moschee demonstrieren zu wollen. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Autonomen Zentrum scheint dies aber relativ unwahrscheinlich.
Trotzdem wird von antifaschistischer Seite ein großes Fest auf und um die Gathe geplant, an dem hoffentlich auch die kurdische und alevitische Community teilnehmen wird. Diese haben häufig ein eher distanziertes Verhältnis zu der türkisch-islamischen Union DITIB, da diese dem türkischen Staat sehr nahe steht. Trotz der Distanz zur DITIB, werden die kurdische und alevitische Community ein Interesse daran haben, sich rassistischen Hetzern von ProNRW entgegen zu stellen.  Von dem großen, gemeinsamen Fest werden dann voraussichtlich die Gegenaktivitäten starten.
Genauere Informationen werden sich in den nächsten Wochen ergeben. Aktuelle Info´s bekommt ihr unter antifacafewuppertal.blogsport.eu und www.wuppertal-gegen-rechts.de
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Ergänzungen