NPD in Riesa: Todesstrafe fordern...
Hinzu gesellten sich weitere NPD-Politiker wie Mirko Beier, der auch im Meißener Kreistag sitzt, sowie Ines Schreiber vom “Ring Nationaler Frauen”. Mit Ordnerbinde schmückte sich Paul Rzehaczek, Vorsitzender der “Jungen Nationaldemokraten” in Nordsachsen. Von dort und aus dem Muldental sind weitere Neonazis angereist, darunter Mathias König (Wurzen) sowie Oliver Hochmuth (Colditz). Das Gros der Veranstaltungsteilnehmer stellten allerdings Neonazis aus Riesa und der unmittelbaren Umgebung.
An ihre Seite stellten sich auch etliche “normale Bürger” oder das, was man in Riesa darunter versteht. Der rechte Mob im Plattenbaugebiet an der Freitaler Straße wurde begleitet von einem schwachen Polizeiaufgebot, es galten nur geringfügige Auflagen. Lediglich eine Handvoll Polizisten stand zwischen dem Hauseingang des Tatverdächtigen und der 50 Meter entfernten Kundgebung, die für 80 Leute angemeldet worden war.Die sächsische Stadt Riesa, Sitz des finanziell gebeutelten “Deutsche Stimme”-Verlags” (GAMMA berichtete zuerst), ist als Neonazi-Hochburg bekannt. Die Landtagsabgeordneten Apfel und Gansel wohnen vor Ort, Gansel vertritt die Partei im dortigen Stadtrat. Proteste gegen die NPD-Kundgebung gab es nicht, die “Sächsische Zeitung” widmete der Kundgebung zumindest eine kritische Nachbetrachtung.
Schon am Samstag inszenierte die Partei den nächsten “Event” in Riesa: Angekündigt wurde ein Live-Konzert mit den Bands “Die Lunikoff Verschwörung”, “Exzess”, “Sachsonia” sowie “Words of Anger” auf dem Gelände des DS-Verlags. Wie die Sächsische Zeitung berichtete, erwarten die Behörden 600 Besucher. Unterdessen seien jegliche Gegenveranstaltungen “aus Sicherheitsgründen” untersagt worden.
Laut “Endstation Rechts” handelt es sich um eine Abschiedsfete für den scheidenden DS-Verlags-Geschäftsführer Eckart Bräuniger. Dem Personalwechsel ging eine kaufmännische Neuausrichtung voran, der Vertrieb von Neonazi-Devotionalien wird nach einer Meldung des “Blick nach rechts” nun ausgegliedert.
Der Verlag schreibt bereits seit 2010 tiefrote Zahlen. Bräuniger sollte sanieren – nimmt aber nun, nach nicht mal einem Jahr, seinen Hut. Gerüchte, wonach dem Verlag das komplette Aus droht, haben sich noch nicht bestätigt.
Fotos: Indymedia linksunten
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Zum Glück — Borkenarrow