Soliaktion für Sonja & Christian in HH

Solidarität 23.09.2012 14:22 Themen: Militarismus Repression Soziale Kämpfe
Auch in Hamburg gab es Solidarizätsaktionen zu dem am Freitag den 21.9.2012 begonnen Prozesses gegen Sonja und Christian
Aus Anlaß des am Freitag begonnen Prozesses gegen zwei angebliche Mitglieder der Revolutionären Zellen (RZ), wurden zum Zeichen der Solidarität mit den Angeklageten folgende Aktionen in Hamburg durchgeführt:
Schon vor ein paar Wochen wurde eine Plakatwand an der Roten Flora gestaltet.
Am frühen Morgen des 22.9.2012 wurden Transparente an der St. Pauli Hafenstraße, der Holstenstraße und der A7 gehängt.
Am Vormittag regnete es dann an mehreren Orten in der Hamburger Innenstadt von oben auf die Passanten Flugblätter mit folgendem Inhalt:

Solidarität mit Sonja Suder und Christian Gauger

Heute wie gestern: Widerstand ist nötig

Am Freitag den 21. September hat in Frankfurt am Main der Prozess gegen Sonja Suder und Christian Gauger begonnen. Nach 33 Jahren im französischen Exil wurden beide vor einem Jahr an die deutschen Behörden ausgeliefert.

Beiden wird vorgeworfen 1977, also vor 35 Jahren, an mehreren Aktionen der Revolutionären Zellen (RZ) beteiligt gewesen zu sein. Militante Aktionen, die sich zum einen gegen Atom- und Rüstungskonzerne in der BRD richteten, die das menschenverachtende Apartheidsregime in Südafrika unterstützt und ausgerüstet hatten. Zum anderen handelt es sich um Aktionen gegen Stadtsanierungs- und Vertreibungspolitik, heute Gentrifizierung genannt.

Sonja ist 79 Jahre alt und sitzt, wegen unterstellter großer Fluchtgefahr, seit ihrer Auslieferung in Untersuchungshaft in Frankfurt. Christian ist 70 Jahre alt und aufgrund seines Gesundheitszustandes unter Auflagen frei.

Die Anklage stützt ihre Vorwürfe in erster Linie auf Aussagen, die ein durch schwere Verletzungen erblindeter und traumatisierter Genosse 1978 unter folterähnlichen Bedingungen und unter Medikamenten stehend gemacht hatte – Aussagen, die er später widerrufen hat.

Während die deutsche Regierung die Atom- und Rüstungsexporte deutscher Firmen auch heute fördert und unterstützt und während bis heute kein einziger Konzern für seine todbringende Unterstützung des südafrikanischen Apartheitsregimes und die andauernden Brüche des allgemeinen Handelsembargos zur Verantwortung gezogen worden ist, sollen Sonja und Christian verurteilt werden, weil sie Teil des Widerstands dagegen waren.

Beide begreifen sich als Teil linker Bewegung und ihrer Geschichte. Heute wie damals stehen sie für die Idee eines Lebens in Freiheit. Auch daraus resultiert der andauernde Verfolgungswillen des deutschen Staates.
Denn Gründe für die soziale Revolution gibt es tausende; damals wie heute!

Solidarität mit Christian und Sonja! Freiheit für alle!

Für die soziale Revolution!

Weitere Infos finden sich z.B. hier:  http://www.verdammtlangquer.org/
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Ergänzungen

unglaubliche Verhältnisse beim Prozessauftakt

sind wir nicht alle ein bisschen RZ 23.09.2012 - 14:58
Super Aktion :)
Beim Prozessauftakt in Frankfurt warteten die GenossInnen eine halbe Stunde vor dem Prozessgebäude weil (!!) es keine Beamtin vor Ort gab die die Durchsuchungen der weiblichen Beobachterinnen durchführen konnte.
Das bedeutete für Sonja und Christian (welcher ja bekanntlich gesundheitlich angeschlagen ist) langes warten im Gebäude.
Bestimmt die Hälfte der Leute konnten nicht in den Gerichtssaal rein, weil dieser viel zu klein war und mit 30!! Personen der akkreditierte Presse zugemüllt war, Zitat der nach langen warten eingetroffenen Beamtin "dann müsst ich euch früher anstellen".
Ob das fehlen der Beamtin vor Ort und der viel zu kleine Gerichtssaal ein Zufall sein sollte, bleibt fragwürdig.Der Eindruck entsteht das die solidarischen GenossInnen fern vom Prozessgeschehen gehalten werden sollen, wir aber lassen uns unsere Solidarität zu Sonja und Christian nicht verbieten und werden auch beim nächsten Termin wieder dabei sein!

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Zeige die folgenden 2 Kommentare an

supi — a23

R.Z. — egal