DSSS demonstrierte in Šluknov, Rumburk ....
DSSS demonstrierte in Šluknov, Rumburk und Varnsdorf
NPD Kreisvorsitzender unterstützt Wahlkampf der DSSS
Das Fiasko, welches die Dělnická strána sociální spravedlnosti (DSSS, übersetzt: Arbeiterpartei der sozialen Gerechtigkeit) schon in den Städten Česká Lípa und Nový Bor, erleben musste, setzte sich auch in Šluknov und Rumburk fort. In Varnsdorf beteiligten sich ca. 250 Menschen an einer Demonstration der extrem rechten Partei.
NPD Kreisvorsitzender unterstützt Wahlkampf der DSSS
Das Fiasko, welches die Dělnická strána sociální spravedlnosti (DSSS, übersetzt: Arbeiterpartei der sozialen Gerechtigkeit) schon in den Städten Česká Lípa und Nový Bor, erleben musste, setzte sich auch in Šluknov und Rumburk fort. In Varnsdorf beteiligten sich ca. 250 Menschen an einer Demonstration der extrem rechten Partei.
Ähnlich wie in Česká Lípa und Nový Bor blieben die Neofaschisten der DSSS in Šluknov wiederum fast unter sich. Auch in Rumburk sah es nicht viel besser aus. Dort waren etwa 30 Personen erschienen. Ralf-Michael Gläßer, Vorsitzender des NPD Kreisverbandes Görlitz, der in der Vergangenheit eher als Stativ- bzw. Mikrophonträger für Torsten Hiekisch (Geschäftsführer des NPD Kreisverbandes) auffiel (1), freute sich nun sichtbar, dass er auch mal eine NPD Fahne halten durfte. (2)
Gläßer war extra nach Rumburk gereist um mit seiner Anwesenheit den Wahlkampf der DSSS zu unterstützen. Romea.cz berichtet, dass die DSSS mit der Demonstrationstour in drei nordböhmischen Städten versucht Werbung im Vorfeld der Wahlen zum regionalen Behörden und der tschechische Senat für sich zu machen. Die am 15. September stattgefundene Tour war ein Versuch, die Spannungen zwischen lokalen ethnischen Tschechen und Roma anzuheizen und davon zu profitieren. (3)
Gegen 16.00 Uhr, dem angekündigten Beginn der Kundgebung in Varnsdorf, waren etwa 20 der „anständigen Bürger“, oder „weißen Tschechen“, wie sie sich oftmals bezeichnen, anwesend. (4) Als die Kundgebung mit einer halben Stunde Verspätung auf dem Beneš Platz begann, war die Menge auf etwa 150 Menschen angewachsen.
Die erste Ansprache erfolgte in deutscher Sprache. Der Redner bedankte sich darin, für die Unterstützung durch Kameraden der NPD. Doch diese Worte wurden nicht vernommen, Gläßer war bereits nicht mehr anwesend.
Anschließend hielt Tomáš Vandas, Vorsitzender der DSSS, eine Wahlkampfrede, in der er die Euro und Bankenkrise ansprach und vor allem die „Roma als Parasiten, kriminell und rassistisch“ beschimpfte. „Er und seine Partei würden dafür sorgen, das sich das ändert. Deshalb solle die DSSS gewählt werden.“ Er erhielt für großen Beifall von den Anwesenden. Ebenfalls war der Vizevorsitzender der DSSS Jiri Stepanek anwesend. (5)
Nach zwei weiteren Rednern begann gegen 17.30 Uhr die Demonstration mit etwa 250 „anständige Bürgern“. (6) Der Marsch führte am „Hotel Sport“ und an hauptsächlich von Roma und Sinti bewohnten Neubaublöcken an der Zittauer Straße vorbei, skandiert wurde unter anderem „Ĉechy Ĉechům“ (zu deutsch "Böhmen für die Tschechen"). Als die „anständigen Bürger“ vor den Wohnblöcken der Sinti und Roma ankamen, kam es zu heftigen verbalen Auseinandersetzungen.
Aus dem Demonstrationszug heraus wurde in Richtung der Roma "Affe, komm hol dir eine Banane“ gerufen. Gleichzeitig wurde Obst in Richtung der Fenster und Balkone geschmissen.
Die Roma stellten Lautsprecher in eines der Fenster und spielten lautstark Romamusik. Nach etwa 10 min war der Spuk vorbei, die „anständigen Bürger“ zogen weiter. Auf dem Weg zur Abschlusskundgebung wurden wurden noch einmal Anti – Romaparolen gerufen.
Quellen:
1 17.06.2012, Dresden, mit Kamera Torsten Hiekisch, Gläßer als Mikrophonträger
2 15.09.2012 Rumburk (CZ) Gläßer mit NPD Fahne; Facebook Antje Hiekisch 16.09.12
3
http://www.romea.cz/english/index.php?id=detail&detail=2007_3607
5 15.09.2012 Vandas am Mikrophon (links), Stepanek im grauen Anzug (rechts)
Gläßer war extra nach Rumburk gereist um mit seiner Anwesenheit den Wahlkampf der DSSS zu unterstützen. Romea.cz berichtet, dass die DSSS mit der Demonstrationstour in drei nordböhmischen Städten versucht Werbung im Vorfeld der Wahlen zum regionalen Behörden und der tschechische Senat für sich zu machen. Die am 15. September stattgefundene Tour war ein Versuch, die Spannungen zwischen lokalen ethnischen Tschechen und Roma anzuheizen und davon zu profitieren. (3)
Gegen 16.00 Uhr, dem angekündigten Beginn der Kundgebung in Varnsdorf, waren etwa 20 der „anständigen Bürger“, oder „weißen Tschechen“, wie sie sich oftmals bezeichnen, anwesend. (4) Als die Kundgebung mit einer halben Stunde Verspätung auf dem Beneš Platz begann, war die Menge auf etwa 150 Menschen angewachsen.
Die erste Ansprache erfolgte in deutscher Sprache. Der Redner bedankte sich darin, für die Unterstützung durch Kameraden der NPD. Doch diese Worte wurden nicht vernommen, Gläßer war bereits nicht mehr anwesend.
Anschließend hielt Tomáš Vandas, Vorsitzender der DSSS, eine Wahlkampfrede, in der er die Euro und Bankenkrise ansprach und vor allem die „Roma als Parasiten, kriminell und rassistisch“ beschimpfte. „Er und seine Partei würden dafür sorgen, das sich das ändert. Deshalb solle die DSSS gewählt werden.“ Er erhielt für großen Beifall von den Anwesenden. Ebenfalls war der Vizevorsitzender der DSSS Jiri Stepanek anwesend. (5)
Nach zwei weiteren Rednern begann gegen 17.30 Uhr die Demonstration mit etwa 250 „anständige Bürgern“. (6) Der Marsch führte am „Hotel Sport“ und an hauptsächlich von Roma und Sinti bewohnten Neubaublöcken an der Zittauer Straße vorbei, skandiert wurde unter anderem „Ĉechy Ĉechům“ (zu deutsch "Böhmen für die Tschechen"). Als die „anständigen Bürger“ vor den Wohnblöcken der Sinti und Roma ankamen, kam es zu heftigen verbalen Auseinandersetzungen.
Aus dem Demonstrationszug heraus wurde in Richtung der Roma "Affe, komm hol dir eine Banane“ gerufen. Gleichzeitig wurde Obst in Richtung der Fenster und Balkone geschmissen.
Die Roma stellten Lautsprecher in eines der Fenster und spielten lautstark Romamusik. Nach etwa 10 min war der Spuk vorbei, die „anständigen Bürger“ zogen weiter. Auf dem Weg zur Abschlusskundgebung wurden wurden noch einmal Anti – Romaparolen gerufen.
Quellen:
1 17.06.2012, Dresden, mit Kamera Torsten Hiekisch, Gläßer als Mikrophonträger
2 15.09.2012 Rumburk (CZ) Gläßer mit NPD Fahne; Facebook Antje Hiekisch 16.09.12
3
http://www.romea.cz/english/index.php?id=detail&detail=2007_3607 5 15.09.2012 Vandas am Mikrophon (links), Stepanek im grauen Anzug (rechts)
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Ergänzungen