Mutmaßlicher NSU-Unterstützer war jahrelang Informant der Polizei
Die Enthüllungen zum Wirken des Nationalsozialistischen Untergrunds unter den Augen staatlicher Behörden machen immer deutlicher sichtbar, dass die Taten ohne die logistische und finanzielle Unterstützung deutscher Geheimdienststrukturen beim Aufbau der Terrorgruppe kaum vorstellbar gewesen wären. Nach Informationen des Spiegels kam jetzt heraus, was zumindest die Behörden bereits seit März diesen Jahres wussten, dass mit Thomas Starke aus Dresden nicht nur eine Person aus dem direkten Umfeld des Terrortrios jahrelanger Spitzel des Berliner LKAs gewesen ist, sondern dass dieser darüber hinaus Ende der 90er Jahre Sprengstoff für die Gruppe besorgt hatte.
Nach Recherchen des Spiegels war der mutmaßliche NSU-Unterstützer Thomas Starke nicht nur von Ende 2000 bis Anfang 2011 als so genannte Vertrauensperson (VP) für das Berliner Landeskriminalamt tätig, sondern auch für die Lieferung von Sprengstoff für die Terrorzelle um Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe verantwortlich. Das geht aus mehreren Gesprächen Starkes mit den ermittelnden Beamten des BKA hervor. So gab er zu, Ende der 90er Jahre rund ein Kilo TNT für die Zelle beschafft zu haben. Wenig später flog die Bombenwerkstatt in Jena auf und die Drei verschwanden im Untergrund. Wenig später half er dabei, dem Trio eine vorläufige Unterkunft in der Wohnung eines "Blood & Honour" -Sympathisanten in Chemnitz zu finden. Wegen seine Beziehung zu Beate Zschäpe von Ende 1996 bis April 1997 brach die Gruppe danach den Kontakt zu ihm ab.
Mittlerweile lebt der 44-jährige Thomas Starke seit Jahren im Dresdner Stadtteil Naußlitz in einem beschaulichen Wohngebiet nicht weit vom Stadtzentrum entfernt. Während in unmittelbarer Nähe zu seiner Wohnung in der Saalhausener Straße 33b auf einem Sportplatz Kinder Fußball spielen, wohnt einer der wohl interessantesten Protagonisten aus dem Umfeld des Terrortrios "Nationalsozialistischer Untergrund" in einem Mehrfamilienhaus. Schon in den 90er Jahren war Starke nach Antifa-Recherchen tief in die sächsischen Strukturen des Nazinetzwerkes von "Blood & Honour" verwickelt und für die Produktion der Landser-CD "Ran an den Feind" mitverantwortlich. Nach belastenden Aussagen von Starke fiel er in der Szene zunächst in Ungnade und wurde später für die Beteiligung an der Produktion dank seiner Mithilfe bei der Verurteilung der wohl bekanntesten rechten Musikgruppe nur zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Und das obwohl er zuvor schon wegen versuchter schwerer Brandstiftung in Tateinheit mit Waffenbesitz, Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung eine Gefängnisstrafe absitzen musste.
Warum jedoch das Berliner Landeskriminalamt erst im März diesen Jahres den für die NSU-Ermittlungen zuständigen Generalbundesanwalt über die zehnjährige Spitzeltätigkeit von Starke informierte, ist eine der Fragen, die im Augenblick der parlamentarische Untersuchungsausschuss im Bundestag (PUA) zu beantworten versucht. Dass aber offensichtlich wichtige Informationen die Mitglieder des Ausschusses erst über Umwege erreichen zeigt vor allem eins, dass fraktionsübergreifend die Kritik an der Informationspolitik staatlicher Sicherheitsorgane zunimmt, während das Vertrauen in der Bevölkerung angesichts immer neuer Enthüllungen zusehends schwindet.
Mittlerweile lebt der 44-jährige Thomas Starke seit Jahren im Dresdner Stadtteil Naußlitz in einem beschaulichen Wohngebiet nicht weit vom Stadtzentrum entfernt. Während in unmittelbarer Nähe zu seiner Wohnung in der Saalhausener Straße 33b auf einem Sportplatz Kinder Fußball spielen, wohnt einer der wohl interessantesten Protagonisten aus dem Umfeld des Terrortrios "Nationalsozialistischer Untergrund" in einem Mehrfamilienhaus. Schon in den 90er Jahren war Starke nach Antifa-Recherchen tief in die sächsischen Strukturen des Nazinetzwerkes von "Blood & Honour" verwickelt und für die Produktion der Landser-CD "Ran an den Feind" mitverantwortlich. Nach belastenden Aussagen von Starke fiel er in der Szene zunächst in Ungnade und wurde später für die Beteiligung an der Produktion dank seiner Mithilfe bei der Verurteilung der wohl bekanntesten rechten Musikgruppe nur zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Und das obwohl er zuvor schon wegen versuchter schwerer Brandstiftung in Tateinheit mit Waffenbesitz, Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung eine Gefängnisstrafe absitzen musste.
Warum jedoch das Berliner Landeskriminalamt erst im März diesen Jahres den für die NSU-Ermittlungen zuständigen Generalbundesanwalt über die zehnjährige Spitzeltätigkeit von Starke informierte, ist eine der Fragen, die im Augenblick der parlamentarische Untersuchungsausschuss im Bundestag (PUA) zu beantworten versucht. Dass aber offensichtlich wichtige Informationen die Mitglieder des Ausschusses erst über Umwege erreichen zeigt vor allem eins, dass fraktionsübergreifend die Kritik an der Informationspolitik staatlicher Sicherheitsorgane zunimmt, während das Vertrauen in der Bevölkerung angesichts immer neuer Enthüllungen zusehends schwindet.
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