[La] Martin Wiese und sein lokaler Förderer
Die in Landshut ansässige Umzugsfirma „Individual Umzüge“ führt laut ihrer Homepage (www.individual-umzuege.de) „neben zahlreichen Privat-, Büro- und Behördenumzügen Bundes- und EU-weit auch Umzüge für das Bundesministerium der Verteidigung“ durch. Dafür wirbt das Unternehmen mit ihrem „erfahrenen, zielstrebigen Allround-Team“, bestehend aus „professionelle[n] Möbelpacker[n], gelernte[n] Schreiner[n] und Elektriker[n]“.
Offensichtlich fehlte dem Chef der Firma ,Darko Zvonaric, zur Komplettierung seines Teams noch ein gestandener Neonazi, denn nur so ist es zu erklären, dass er zum Dezember 2010 den verurteilten Rechtsterroristen Martin Wiese als Mitarbeiter einstellen wollte
Offensichtlich fehlte dem Chef der Firma ,Darko Zvonaric, zur Komplettierung seines Teams noch ein gestandener Neonazi, denn nur so ist es zu erklären, dass er zum Dezember 2010 den verurteilten Rechtsterroristen Martin Wiese als Mitarbeiter einstellen wollte
Zur Person Martin Wiese
Wiese war zu diesem Zeitpunkt aus der Haftanstalt Bayreuth entlassen worden, wo er eine siebenjährige Haftstrafe wegen eines geplanten Sprengstoffattentats auf die Grundsteinlegung der Münchner Synagoge verbüßt hatte. Bis zu seiner Verhaftung am 9. September 2003 galt er als führender Neonazi-Aktivist in Süddeutschland, aktiv u.a. in der „Kameradschaft Süd“. Dort gehörte er zum „Schutzgruppe“ genannten inneren Zirkel der Kameradschaft, die sich Waffen und Sprengstoff besorgte und potentielle Opfer und Ziele ausspähte.
Während seiner Haftzeit fand Wiese Unterstützung in Form der neonazistischen "Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige" (HNG) und hielt mithilfe von Briefen Kontakt mit der Neonazi-Szene, in denen er seine Absicht bekräftigte, weiterhin am „Weg des nationalen Kampfes“ festzuhalten.
So verwundert es auch nicht, dass Martin Wiese seit seiner Entlassung am 18. August 2010 wieder die Rolle als Führungsfigur in der bayerischen Neonazi-Szene beansprucht und auch ausfüllt, zumal er dort aufgrund seines beharrlichen Festhaltens an der Nazi-Ideologie einen hervorragenden Ruf genießt und wegen seiner Haftstrafe als Märtyrer für die „nationale Sache“ gilt.
Diesen Ruf und seine langjährige Erfahrung als Kader nutzte er laut Verfassungsschutz um die zersplitterte Neonazi-Szene in München neu zu organisieren und ihre Kräfte zu bündeln. Auch wurde er auf zahlreichen neonazistischen Demonstrationen und Veranstaltungen in Bayern gesichtet, wie zum Beispiel der Aufmarsch am Volkstrauertag in Wunsiedel am 13.11.2011, die Neonazi-Demo in Landshut am 25.02.2012 und der Aufmarsch am 1. Mai 2012 im oberfränkischen Hof. Ebenso nahm Wiese im Sommer 2011 am „4. Nationalen Frankentag“ in Roden-Ansbach teil. Dort trat Wiese als Redner auf und bedrohte mehrere anwesende Journalisten von der Bühne herab mit dem Tod. Aufgrund dieser Drohungen wurde er im Mai 2012 vom Amtsgericht Gemünden u.a. wegen des Tatbestands der Volksverhetzung zu 21 Monaten Haft verurteilt, das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig, da Wiese Revision eingelegt hat.
Für weitere Informationen zur Person von Martin Wiese und seine Aktivitäten sei hier abschließend auf die Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung, des Bayerischen Rundfunks und des a.i.d.a-Archivs München verwiesen.
Der Arbeitsvertrag bei der Firma „Individual Umzüge“ und Martin Wieses gutes Verhältnis zu Herrn Zvonaric
Obwohl Martin Wiese also ein überzeugter und rühriger Nationalsozialist nicht nur war sondern nach wie vor ist, ließ ihn Darko Zvonaric in seiner Firma ein Praktikum absolvieren, ja er schloss mit ihm sogar einen Vorvertrag über eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer ab. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung gab sich der Landshuter Transportunternehmer auf Nachfragen ahnungslos: ihm „war am Anfang gar nicht klar, wer das ist“, nur einmal habe er sich mit Wiese in einem Landshuter Lokal zum Kennenlernen getroffen.
Dass Herr Zvonaric sehr wohl von der politischen Gesinnung seines künftigen Mitarbeiters gewusst hatte und es sich hierbei zwischen den beiden nicht nur um eine arbeitsrechtliche Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gehandelt hatte, wurde schnell klar. Im Spätsommer 2010 wurden Wiese und Zvonaric beim gemeinsamen Zechen in einem Lokal in Landshut gesehen. Die Stimmung in der bierseligen Runde war prächtig, die Gespräche am Tisch wurden lautstark und für andere Anwesende gut hörbar geführt, trotz der eigentlich pikanten Inhalte. Denn Wiese nutzte die Gelegenheit seinem baldigen Chef auf süffisante Weise seinen politischen Werdegang zu schildern und sein nationalsozialistisches Weltbild darzulegen. Außerdem beschwerte er sich über die „Gesinnungsjustiz“ der BRD, die „nationale Aktivisten“ wie ihn kriminalisieren würde. Zvonaric machte keine Anstalten die eindeutig rechtsextreme Haltung seines Gesprächspartners zu problematisieren, sondern signalisierte im Lauf dieser Unterhaltung eindeutige Zustimmung für die nationalsozialistische Gesinnung Wieses und sprach ihm Anerkennung für seinen Kampfeswillen aus. Das Gespräch ließ eher den Eindruck entstehen, dass die beiden sich als Brüder im Geiste begreifen. Besorgniserregend ist auch im Hinblick auf Wieses Werdegang als (bisher) verhinderter Terrorist, dass die beiden über Waffen plauderten.
Doch obwohl Darko Zvonaric kein Problem damit hatte, mit Martin Wiese in der Öffentlichkeit gesehen zu werden und dort mit ihm lautstark die Vorzüge des Nationalsozialismus zu erörtern, war er wohl doch anderseits um seinen Ruf und den seiner Firma besorgt. Denn nachdem er Besuch vom Staatsschutz erhalten hatte und ein Titelaufmacher zum Thema Wiese im Landshuter Wochenblatt veröffentlicht worden war, bekam Herr Zvonaric kalte Füße und kündigte den Vorvertrag mit Wiese. Auszüge eines an Martin Wiese gerichteten Schreibens der Firma „Individual Umzüge“ wurde auf dem neonazistischen Internet-Portal MUPINFO.de veröffentlicht. Dort heißt es: „Bevor unsere Firma einen Ruf erhält, den sie nicht verdient hat, möchten wir dem Ganzen direkt aus dem Weg gehen und werden daher unsere Zusage zur Einstellung derzeitig
zurückziehen…“. Verständlich, bemüht sich Darko Zvonaric doch um ein positives Image seiner Firma „Individual Umzüge“. So verweist die Firma auf ihrer Homepage auf ihr Sponsoring des Boxclubs Bavaria Landshut und ihre Unterstützung des wohltätigen Vereins „kleine Patienten in Not e.V.“. Zudem dürfte ihm klar geworden sein, dass ein sich offen bekennender Neonazi dem Status seiner Firma als Rahmenvertragspartner des Auswärtigen Amts und der Bundeswehr nicht zuträglich sein dürfte.
Gute Freunde kann niemand trennen
Obwohl also aus dem angestrebten Arbeitsverhältnis nichts wurde, trennten sich die Wege von Darko Zvonaric und Martin Wiese nicht: mehrmals wurden beide wieder zusammen am Tisch sitzend im selben Landshuter Lokal wie bereits 2010 angetroffen zuletzt am 07. Juli 2012,wo sie natürlich wieder lautstark und wild gestikulierend über den Nationalsozialismus schwadronierten. Mit sichtlichem Stolz stellte Zvonaric den mit am Tisch Anwesenden Martin Wiese vor: „Das ist Martin Wiese, der Rechtsterrorist.“ Dabei wurde mehr als deutlich, dass sich die beiden sehr gut verstehen, wie die erneut gute Stimmung am Tisch und gegenseitiges Umarmen bezeugte. Das Treffen von Martin Wiese und Darko Zvonaric konnte von anwesenden AntifaschistInnen glücklicherweise fotografisch dokumentiert werden.
Martin Wiese scheint also in Landshut mit Darko Zvonaric einen Freund und Kameraden fürs Leben gefunden zu haben. Es bleibt zu hoffen, dass diese Freundschaft den Ruf und das Geschäft des Darko Zvonaric nachhaltig schädigt!
KEIN GESCHÄFT MIT NAZIS UND DEREN FREUNDEN!
MARTIN WIESE UND SEINEN FREUNDEN AUF DIE PELLE RÜCKEN !
Autonome Antifas aus Landshut, 12.9.2012
Wiese war zu diesem Zeitpunkt aus der Haftanstalt Bayreuth entlassen worden, wo er eine siebenjährige Haftstrafe wegen eines geplanten Sprengstoffattentats auf die Grundsteinlegung der Münchner Synagoge verbüßt hatte. Bis zu seiner Verhaftung am 9. September 2003 galt er als führender Neonazi-Aktivist in Süddeutschland, aktiv u.a. in der „Kameradschaft Süd“. Dort gehörte er zum „Schutzgruppe“ genannten inneren Zirkel der Kameradschaft, die sich Waffen und Sprengstoff besorgte und potentielle Opfer und Ziele ausspähte.
Während seiner Haftzeit fand Wiese Unterstützung in Form der neonazistischen "Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige" (HNG) und hielt mithilfe von Briefen Kontakt mit der Neonazi-Szene, in denen er seine Absicht bekräftigte, weiterhin am „Weg des nationalen Kampfes“ festzuhalten.
So verwundert es auch nicht, dass Martin Wiese seit seiner Entlassung am 18. August 2010 wieder die Rolle als Führungsfigur in der bayerischen Neonazi-Szene beansprucht und auch ausfüllt, zumal er dort aufgrund seines beharrlichen Festhaltens an der Nazi-Ideologie einen hervorragenden Ruf genießt und wegen seiner Haftstrafe als Märtyrer für die „nationale Sache“ gilt.
Diesen Ruf und seine langjährige Erfahrung als Kader nutzte er laut Verfassungsschutz um die zersplitterte Neonazi-Szene in München neu zu organisieren und ihre Kräfte zu bündeln. Auch wurde er auf zahlreichen neonazistischen Demonstrationen und Veranstaltungen in Bayern gesichtet, wie zum Beispiel der Aufmarsch am Volkstrauertag in Wunsiedel am 13.11.2011, die Neonazi-Demo in Landshut am 25.02.2012 und der Aufmarsch am 1. Mai 2012 im oberfränkischen Hof. Ebenso nahm Wiese im Sommer 2011 am „4. Nationalen Frankentag“ in Roden-Ansbach teil. Dort trat Wiese als Redner auf und bedrohte mehrere anwesende Journalisten von der Bühne herab mit dem Tod. Aufgrund dieser Drohungen wurde er im Mai 2012 vom Amtsgericht Gemünden u.a. wegen des Tatbestands der Volksverhetzung zu 21 Monaten Haft verurteilt, das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig, da Wiese Revision eingelegt hat.
Für weitere Informationen zur Person von Martin Wiese und seine Aktivitäten sei hier abschließend auf die Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung, des Bayerischen Rundfunks und des a.i.d.a-Archivs München verwiesen.
Der Arbeitsvertrag bei der Firma „Individual Umzüge“ und Martin Wieses gutes Verhältnis zu Herrn Zvonaric
Obwohl Martin Wiese also ein überzeugter und rühriger Nationalsozialist nicht nur war sondern nach wie vor ist, ließ ihn Darko Zvonaric in seiner Firma ein Praktikum absolvieren, ja er schloss mit ihm sogar einen Vorvertrag über eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer ab. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung gab sich der Landshuter Transportunternehmer auf Nachfragen ahnungslos: ihm „war am Anfang gar nicht klar, wer das ist“, nur einmal habe er sich mit Wiese in einem Landshuter Lokal zum Kennenlernen getroffen.
Dass Herr Zvonaric sehr wohl von der politischen Gesinnung seines künftigen Mitarbeiters gewusst hatte und es sich hierbei zwischen den beiden nicht nur um eine arbeitsrechtliche Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gehandelt hatte, wurde schnell klar. Im Spätsommer 2010 wurden Wiese und Zvonaric beim gemeinsamen Zechen in einem Lokal in Landshut gesehen. Die Stimmung in der bierseligen Runde war prächtig, die Gespräche am Tisch wurden lautstark und für andere Anwesende gut hörbar geführt, trotz der eigentlich pikanten Inhalte. Denn Wiese nutzte die Gelegenheit seinem baldigen Chef auf süffisante Weise seinen politischen Werdegang zu schildern und sein nationalsozialistisches Weltbild darzulegen. Außerdem beschwerte er sich über die „Gesinnungsjustiz“ der BRD, die „nationale Aktivisten“ wie ihn kriminalisieren würde. Zvonaric machte keine Anstalten die eindeutig rechtsextreme Haltung seines Gesprächspartners zu problematisieren, sondern signalisierte im Lauf dieser Unterhaltung eindeutige Zustimmung für die nationalsozialistische Gesinnung Wieses und sprach ihm Anerkennung für seinen Kampfeswillen aus. Das Gespräch ließ eher den Eindruck entstehen, dass die beiden sich als Brüder im Geiste begreifen. Besorgniserregend ist auch im Hinblick auf Wieses Werdegang als (bisher) verhinderter Terrorist, dass die beiden über Waffen plauderten.
Doch obwohl Darko Zvonaric kein Problem damit hatte, mit Martin Wiese in der Öffentlichkeit gesehen zu werden und dort mit ihm lautstark die Vorzüge des Nationalsozialismus zu erörtern, war er wohl doch anderseits um seinen Ruf und den seiner Firma besorgt. Denn nachdem er Besuch vom Staatsschutz erhalten hatte und ein Titelaufmacher zum Thema Wiese im Landshuter Wochenblatt veröffentlicht worden war, bekam Herr Zvonaric kalte Füße und kündigte den Vorvertrag mit Wiese. Auszüge eines an Martin Wiese gerichteten Schreibens der Firma „Individual Umzüge“ wurde auf dem neonazistischen Internet-Portal MUPINFO.de veröffentlicht. Dort heißt es: „Bevor unsere Firma einen Ruf erhält, den sie nicht verdient hat, möchten wir dem Ganzen direkt aus dem Weg gehen und werden daher unsere Zusage zur Einstellung derzeitig
zurückziehen…“. Verständlich, bemüht sich Darko Zvonaric doch um ein positives Image seiner Firma „Individual Umzüge“. So verweist die Firma auf ihrer Homepage auf ihr Sponsoring des Boxclubs Bavaria Landshut und ihre Unterstützung des wohltätigen Vereins „kleine Patienten in Not e.V.“. Zudem dürfte ihm klar geworden sein, dass ein sich offen bekennender Neonazi dem Status seiner Firma als Rahmenvertragspartner des Auswärtigen Amts und der Bundeswehr nicht zuträglich sein dürfte.
Gute Freunde kann niemand trennen
Obwohl also aus dem angestrebten Arbeitsverhältnis nichts wurde, trennten sich die Wege von Darko Zvonaric und Martin Wiese nicht: mehrmals wurden beide wieder zusammen am Tisch sitzend im selben Landshuter Lokal wie bereits 2010 angetroffen zuletzt am 07. Juli 2012,wo sie natürlich wieder lautstark und wild gestikulierend über den Nationalsozialismus schwadronierten. Mit sichtlichem Stolz stellte Zvonaric den mit am Tisch Anwesenden Martin Wiese vor: „Das ist Martin Wiese, der Rechtsterrorist.“ Dabei wurde mehr als deutlich, dass sich die beiden sehr gut verstehen, wie die erneut gute Stimmung am Tisch und gegenseitiges Umarmen bezeugte. Das Treffen von Martin Wiese und Darko Zvonaric konnte von anwesenden AntifaschistInnen glücklicherweise fotografisch dokumentiert werden.
Martin Wiese scheint also in Landshut mit Darko Zvonaric einen Freund und Kameraden fürs Leben gefunden zu haben. Es bleibt zu hoffen, dass diese Freundschaft den Ruf und das Geschäft des Darko Zvonaric nachhaltig schädigt!
KEIN GESCHÄFT MIT NAZIS UND DEREN FREUNDEN!
MARTIN WIESE UND SEINEN FREUNDEN AUF DIE PELLE RÜCKEN !
Autonome Antifas aus Landshut, 12.9.2012
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Ergänzungen
facebook-"pose"
das heißt, er hat mutmaßlich auch menschen getötet und eine gewisse erfahrung in militärischen dingen.
ich halte den begriff der facebook-pose für irreführend und möglicherweise verharmlosend.