Yes we camp?! - Treck
Heute startete der antimilitaristische Treck in Richtung Güz. Mit guter Laune, Musik und Ankündigungen zum Camp und GÜZ aus der Lautsprecheranlage tuckelten wir mit 20 km/h durch die wendländischen und altmärkischen Dörfern zu unseren ersten Etappenziel.
An die am Rande stehenden Leute wurden Flyer verteilt, die Bushaltestellen mit Aufrufen und Plakaten versehen, die Bürgermeisterin von Wustrow beklagte sich über die Ruhestörungen in ihrem Dorf, die Pferde und Kühe rannten uns galoppierend und neugierig entgegen.
Leider stießen auch bald die Staatschützer zum Treck dazu, zwei Autos mit den Kennzeichen SKL. Auch der Bullenhubschrauber hatte heute seinen ersten Einsatz und kreiste kurze Zeit über uns. Kurz nach unserer Kaffeepause wurden wir vor Liesten von Bullen angehalten. Nach längerem Hin und Her, Personalien- und Verkehrskontrollen konnten wir zu unserem Schlafplatz weiterfahren. Morgen fährt der Treck weiter zur Dauerkundgebung auf dem Marktplatz Letzlingen. Wir sehen uns dort und am Mittwoch beginnt das Camp wie geplant!
Wir lassen uns das dadegensein nicht verbieten!
Yes we Camp ? Gegen Krieg und Militarismus!
Leider stießen auch bald die Staatschützer zum Treck dazu, zwei Autos mit den Kennzeichen SKL. Auch der Bullenhubschrauber hatte heute seinen ersten Einsatz und kreiste kurze Zeit über uns. Kurz nach unserer Kaffeepause wurden wir vor Liesten von Bullen angehalten. Nach längerem Hin und Her, Personalien- und Verkehrskontrollen konnten wir zu unserem Schlafplatz weiterfahren. Morgen fährt der Treck weiter zur Dauerkundgebung auf dem Marktplatz Letzlingen. Wir sehen uns dort und am Mittwoch beginnt das Camp wie geplant!
Wir lassen uns das dadegensein nicht verbieten!
Yes we Camp ? Gegen Krieg und Militarismus!
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Ergänzungen
Presse
Mit einer Mahnwache auf dem Letzlinger Marktplatz begannen gestern die Proteste gegen das Gefechtsübungszentrum Altmark. Morgen soll ein antimilitaristisches Camp starten, für Sonnabend ist ein Aktionstag geplant.
Mit einem kleinen Konvoi kamen gestern die ersten Teilnehmer aus dem Wendland zum Veranstaltungsort. Ganz reibungslos verlief die Anreise nicht. "Wir wurden am Sonntag kurz vor Liesten von der Polizei angehalten, weil auch ein Lastwagen mitfuhr", schilderte Karoline Puls. Letztlich durften die Antimilitaristen aber weiterfahren. Auf ihrer letzten Etappe am Montag wurden sie schließlich aufgefordert, zehn Minuten Abstand zwischen den Fahrzeugen zu lassen, um ein Überholen zu ermöglichen. "Wir haben die starke Polizeipräsenz als unangenehm empfunden", so Puls.
Am Letzlinger Marktplatz erwartete die Protestierer die nächste Überraschung: Halteverbot. Drei Fahrzeuge stellten sie dennoch auf dem Platz ab. Erst nach einer längeren Diskussion mit Ordnungsdezernent Hans Thiele und der Polizei wurde ein Kompromiss gefunden und das drohende Abschleppen abgewehrt.
Die Polizei war auch mit einem Konfliktmanagement-Team vor Ort und setzt auf Deeskalation. "Wir wollen, dass friedliche Aktionen ablaufen und andererseits vermeiden, dass militante Teile die Veranstaltung für ihre Zwecke nutzen", sagte Andreas von Koß, Pressesprecher der Polizeidirektion Nord.
"Wir werden das Camp veranstalten, es ist nicht verboten, denn es wurde noch nicht einmal angemeldet", sagte Puls. Die Schwierigkeiten haben die Aktivisten eher darin bestärkt, das Camp in Letzlingen stattfinden zu lassen. Doch dort bekamen sie kein Gelände, auf dem die erwarteten 500 Teilnehmer ihre Zelte aufschlagen können. "Wir sind bereits in Verhandlungen für eine Ersatzfläche", sagte Mitorganisator Thorsten Grabbert, der aber keine Einzelheiten bekanntgab. Im Vorfeld seien gegebene Zusagen schon zurückgezogen worden, das solle nun vermieden werden.
Am Freitag hat der Altmarkkreis eine Verfügung erlassen, die Veranstaltungen in weitem Umkreis um das GÜZ verbietet. Gestern haben die Aktivisten dagegen juristische Schritte eingeleitet, wollen auch am Aktionstag festhalten, der am Sonnabend stattfinden soll. "Wo die Kundgebungen stattfinden, das werden wir dann noch sehen", nannte Grabbert wiederum keine Details, sondern mokierte sich vielmehr über "die größte Versammlungsverbotszone Deutschlands".
Passanten wiederum mokierten sich über die rund zwei Dutzend Teilnehmer der Mahnwache. "Die sollen sich hier wegscheren", meinte eine ältere Dame und ein älterer Radfahrer sagte: "Das gehört sich nicht, ich bin froh, dass es das GÜZ gibt."
Vom Wendland in die Altmark Protestzug gegen die Bundeswehr
In der Altmark haben am Montag Proteste gegen den Truppenübungsplatz der Bundeswehr begonnen. Etwa 40 Menschen beteiligten sich an einer Kundgebung in Letzlingen.
Unter dem Motto "War starts here" wird in der Colbitz-Letzlinger Heide gegen eine geplante Übungsstadt der Bundeswehr protestiert
MDR SACHSEN-ANHALT
Proteste gegen Truppenübungsplatz in der Altmark
Einige Teilnehmer reisten in einem Konvoi unter anderem aus Traktoren und Bauwagen an, der vom Wendland in Niedersachsen in den Altmarkkreis Salzwedel zog. Wie eine Sprecherin der Organisatoren mitteilte, habe die Polizei die Fahrzeuge zunächst etwa 30 Kilometer vor Letzlingen aufgehalten. Später konnten sie aber einzeln oder zu zweit weiterfahren. Nach Angaben von Polizei und Veranstalter trafen erste Demonstranten in Letzlingen am Montagnachmittag ein, um eine Mahnwache abzuhalten. Wie die Polizei mitteilte, sei diese erlaubt, da sie außerhalb des Sperrbereichs liege.
Unter dem Titel "War starts here" (Krieg beginnt hier") hatte eine Aktionsgruppe im Internet zu den einwöchigen Protesten aufgerufen. Die Organisatoren erwarten mehrere Hundert Teilnehmer zu einem Zelt-Camp, das am Mittwoch starten soll. Bei ihrem Aufenthalt wollen sie gegen Bundeswehreinsätze demonstrieren und über die Rolle des Militärs diskutieren.
Organisatoren wollen gegen Verbot vorgehen
"Das Demonstrationsverbot umfasst einen großen Bereich mit mehreren Landkreisen. Im Norden wird das Gebiet von der ICE-Trasse von Berlin nach Hannover begrenzt, im Westen von der B71, im Osten von der B189 und im Süden von der Kreisstraße zwischen Haldensleben und Wolmirstedt." Das Demonstrationsverbot im Truppenübungsplatz umfasst einen großen Bereich mit mehreren Landkreisen.
Vergangenes Wochenende hatten die Behörden alle Versammlungen unter freiem Himmel im weiten Umkreis des Truppenübungsplatzes verboten. Nach Angaben einer Sprecherin bereiten die Organisatoren juristische Schritte gegen die Verbotsverfügung vor. Man würde das Oberverwaltungsgericht in Magdeburg anrufen. In der Geschichte der Bundesrepublik sei noch nie ein so großes Gebiet für Demonstrationen gesperrt worden.
Wegen des angekündigten Protestcamps hatte sich die Polizei vorab auf einen größeren Einsatz eingestellt. Der Landkreis ließ am Montagmorgen wie angekündigt die Straße zwischen Letzlingen und Haldensleben für eine Woche sperren. Die Verbindung führt direkt durch die Colbitz-Letzlinger Heide mit dem Truppenübungsplatz.
Das Demonstrationsverbot umfasst ein Gebiet, das im Norden von der ICE-Trasse von Berlin nach Hannover begrenzt wird, im Westen von der B71, im Osten von der B189 und im Süden von der Kreisstraße zwischen Haldensleben und Wolmirstedt.